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Der Schriftsteller wird nächstes Jahr richtig groß gefeiert

Jubiläum
Mit Fontane zocken

Für Kinder
Antje Scherer / 01.12.2018, 12:00 Uhr
Neuruppin (MOZ) Den Namen Fontane hast du vielleicht schon mal gehört. Von ihm (der mit vollem Namen Heinrich Theodor Fontane hieß) stammt zum Beispiel die Ballade„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ – das ist das Gedicht über den netten Herrn, der allen Kindern Birnen schenkt, selbst nach seinem Tode noch ...

Der Schriftsteller Fontane ist selbst schon mehr als 100 Jahre tot; im nächsten Jahr jährt sich sein 200. Geburtstag. Bei uns in der Gegend wird das richtig groß gefeiert, mit einem ganzen Fontane-Jahr. Er ist nämlich ein echter Brandenburger – nicht nur hier geboren und aufgewachsen, sondern er hat auch viel über das Land geschrieben.

Zum Beispiel die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ – für diese Bücher ist er durch die Gegend gewandert und hat beschrieben, was er gesehen hat. Man kann sie auch heute noch kaufen. Einige Bücher sind, so wie die Werke von Goethe oder Schiller, Weltliteratur. Er war aber nicht nur Schriftsteller, sondern auch Journalist und Übersetzer und sogar mal als vermeintlicher Spion im Gefängnis. Am meisten los ist 2019 in Neuruppin – weil der kleine Theodor im Dezember 1819 in dieser Stadt im Norden geboren wurde.

Muss man Fontane denn heute noch lesen? „Auf jeden Fall“, findet Henning Hase. „Er schreibt über Heimat, Familie, Geschlechterrollen – das sind alles Themen, die auch heute bewegen.“ Hase kümmert sich gemeinsam mit Kollegin Irena Trivonoff Illieff um die Jugendprojekte im Fontanejahr. Sie ergänzt: „Fontane ist gar nicht trocken und schwer zu lesen! Man findet in seinen Werken wahnsinnig viele spannende Dinge, zum Beispiel witzige Charaktere und faszinierende Orte.“

Die beiden wissen aber natürlich, dass tote Schriftsteller bei Jugendlichen oft nicht gerade für Begeisterung sorgen. Sie haben deshalb Programme entwickelt, die viel Action beinhalten – etwa eine Stadtrallye und einen Escape Room, bei dem Klassen im (nachgebauten) Arbeitszimmer von Fontane gemeinsam Rätsel lösen müssen. Und für Jugendliche gibt es zwei Game-Camps mit der Möglichkeit, unter professioneller Anleitung ein eigenes Fontane-Computerspiel zu entwickeln.

Aber zu dessen Zeit gab es doch überhaupt noch keine Computer, oder? Das stimmt zwar, aber der Dichter habe alle modernen Kommunikationsmittel seiner Zeit genutzt – wahrscheinlich wäre er heute Blogger oder Instagrammer, sagt Irena Trivonoff Illieff.

Anmeldung unter www.demwortaufderspur.de und www.word-and-play.de; der eintägige Klassenausflug richtet sich an Schüler von Klasse 1 bis 12 und kostet sieben Euro, Game-Camps ab 13 Jahren

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