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Zu Weihnachten sind Sterne die Stars

Sterne
Die Himmlischen

Für Kinder
Antje Scherer / 22.12.2018, 12:00 Uhr - Aktualisiert 22.12.2018, 12:55
Berlin (MOZ) Kannst du einen Stern zeichnen? Bestimmt! Die gezackten Dinger gibt es (als Bild) in allen Kulturen der Welt – und natürlich (in echt) oben am Himmel.

In der Weihnachtszeit haben sie einen besonders großen Auftritt: sie schaffen es bis an die Spitze vieler Tannenbäume und sind auf Schokoladenverpackungen, Servietten, Geschenkpapier ...Eine Ausstellung in Berlin zeigt jetzt, wo die Sterne noch überall mitmischen und warum wir so fasziniert von ihnen sind. Wusstest du zum Beispiel, dass mehr als 40 Länder mindestens einen Stern auf ihrer Flagge haben?

Die Sterne begeistern Menschen schon seit Tausenden von Jahren; wahrscheinlich wegen des kleinen Funken mitten in der Nacht. Oder vielleicht, weil die Muster, die sie am Himmel bilden, für unsere Vorfahren eine Art Fernsehen waren? Immerhin spielen dort oben - mit etwas Fantasie - richtige Geschichten; fast jeder kennt sein Sternzeichen, auch wenn er oder sie gar nicht an Horoskope glaubt. Die Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen zeigt einen 300 Jahre alten Himmelsglobus mit wunderschönen (Stern-)Bildern von Löwen, Bären und Zwillingen und sogar einem Einhorn.

Die Menschen haben aber auch schon früh entdeckt, dass man sich an den Sternen tatsächlich orientieren kann und das fürs Reisen genutzt – vor allem für die Seefahrt. Bis heute beruht unsere Zeitrechnung auf den Sternen und durch ihre regelmäßige Form spielen sie auch in der Mathematik eine Rolle. Und natürlich in der Religion – bestimmt weißt du, dass die Heiligen Drei Könige in der biblischen Weihnachtsgeschichte von einem besonderen Stern angelockt wurden.

Interessant ist, dass Sterne auch im Judentum und im Islam wichtig sind. Und spannend ist, dass Sterne anscheinend überall als etwas Schönes angesehen werden; das sagen auch Sprichwörter wie „unter einem guten Stern stehen“ oder „In jeder Finsternis leuchtet ein Stern.“ Besonders gute Restaurants bekommen einen Stern und auch Handwerker verwenden den Stern, etwa die Bierbrauer.

Und natürlich kann man Sterne basteln. In der Ausstellung werden zum Beispiel besondere kunstvolle Drehsterne aus Südpolen gezeigt und unterschiedliche Leuchtsterne (die besonders schön leuchten, weil es dort dämmrig ist). In verschiedenen Workshops könnt ihr selbst neue Sterne aus ganz verschiedenen Materialien kreieren oder Zimtsterne backen. Oder ihr lasst euch einfach inspirieren und bastelt dann zu Hause.

www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/museum-europaeischer-kulturen; geöffnet Di-Fr 10-17 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr, am 25./26.12. 11-18 Uhr, bis 3. Februar 2019

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