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Alles rund um Geheimnisse

Geheimnisse
Psst! Bloß nix verraten?

Für Kinder
Antje Scherer / 29.12.2018, 12:00 Uhr
Berlin (MOZ) Geheimnisse hat jeder. Vor allem rund um Weihnachten. Man kann Geschenke verstecken, heimlich in jemanden verliebt sein, etwas geklaut haben, oder hinterm Rücken der Freundin über sie tratschen: Es gibt schöne und schreckliche Geheimnisse, kleine und große. In einer Ausstellung im Museum für Kommunikation (Berlin) geht es um ganz unterschiedliche Geheimnisse.

Einiges ist ziemlich kompliziert, wie das Thema Whistleblower (das sind Leute, die wichtige Informationen aus einem geheimen Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringen) oder der Handel mit Daten. Aber es gibt auch ein kleines Heft extra für Familien, das durch die Ausstellung führt – Hauptfigur ist Filine, eine Fledermaus, die im Museum wohnt. Sie ist traurig, weil ihre Freunde ein Geheimnis vor ihr haben. Durch Rätsel und Aufgaben in der Ausstellung könnt ihr Zahlen sammeln und damit einen Code knacken – und das Geheimnis lüften.

Gezeigt werden unterschiedliche Verschlüsselungstechniken und Geheimsprachen; man kann puzzeln, eine Beichte ablegen; Leuten zuhören, die beruflich mit Geheimnissen zu tun haben und einen Zettel mit vielen Fragen über sich selbst ausfüllen – und anschließend in kleine Schnipsel schreddern. Denn Geheimnisse sind wichtig. Niemanden geht es an, was man in seinem Nachttisch hat oder im Tagebuch notiert. Das Recht auf Privatsphäre gilt als Menschenrecht.

Die Ausstellungsmacher glauben aber, dass das Geheimnis in unserer Zeit bedroht ist – vor allem von sozialen Netzwerken und Überwachung. Das ist gefährlich, sagen sie, weil Geheimnisse Freiheit garantieren. IT-Firmen weltweit sind gierig auf unsere Daten – und sammeln sie ununterbrochen. Und fast jeder liefert sie, mehr oder weniger freiwillig. Sprachassistenten wie Alexa zum Beispiel helfen im Alltag, wissen aber dadurch ziemlich viel über uns, und auf Facebook posten viele Menschen ununterbrochen sehr persönliche Informationen. Auch wenn Kinder in der Schau bestimmt nicht alles interessiert: Mit der Familie über solche Dinge nachzudenken (auch darüber, wann Geheimnisse zerstörerisch und gefährlich sind), kann sehr spannend sein.

Es gibt auch ein Begleitprogramm für Schüler, etwa zum sicheren Umgang mit dem Handy (also so, dass man möglichst unerkannt unterwegs ist) oder eine Anleitung zum Aufnehmen geheimer Geräusche, aus denen ein Podcast entsteht. Schulen können auch einen „Geheimniskoffer“ ausleihen.

Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, Berlin-Mitte, Familiensonntag am 13.1. ab 14 Uhr, www.mfk-berlin,de; geöffnet Di 9-20 Uhr, Mi-Fr 9-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, bis 10. März 2019

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