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In Berlin dreht sich die nächsten Tage alles um Bären

Berlinale
Ganz großes Kino!

Für Kinder
Antje Scherer / 02.02.2019, 12:00 Uhr - Aktualisiert 04.02.2019, 17:32
Berlin (MOZ) Der erste Schritt auf den Mond ist genau 50 Jahre her – höchste Zeit, dass nun endlich ein Vogel hochflattert! Das denkt sich Solan. Und sein Freund Ludvig soll natürlich mit. Der ängstliche Igel hat zwar gar keine Lust, die Erde zu verlassen, aber irgendwann sitzen die beiden dann tatsächlich in der Rakete – und das ganze Land fiebert mit den ungewöhnlichsten Astronauten der Welt mit.

Wenn es richtig gut läuft, kommt zu den beiden Tieren in ein paar Tagen noch ein Bär dazu – der norwegische Film „Solan und Ludvig – Auf zum Mond“ läuft nämlich bei der Berlinale. Das ist eines der größten Filmfeste der Welt. Ab Donnerstag werden ganz viele Prominente in Berlin sein und dort ihre neuen Filme vorstellen.

Wer Lust hat, kann sich an den roten Teppich stellen, und Schauspieler live sehen. Und bei vielen Filmvorführungen sitzen die Stars auch mit im Kino. Die besten Filme können einen Goldenen, Silbernen oder Gläsernen Bär gewinnen; so heißen die Berlinale-Preise.

Es gibt ein spezielles Programm für Kinder (Generation Kplus) und Jugendliche (Generation 14plus) mit Spielfilmen, Dokumentationen und auch Animationsfilmen. Typisch für die Berlinale sind Filme, die Kinder in anderen Ländern zeigen – dieses Mal zum Beispiel in Äthiopien, Kanada oder Kuba. Zwei Filme – „Kinder“ und „Cleo“ – spielen aber auch in Berlin.

Manchmal geht es um Spaß und aufregende Entdeckungen. Oft trauen sich die Filmemacher aber auch an komplizierte und schwere Themen: die jungen Hauptpersonen leben in Armut oder müssen damit klarkommen, dass ihre Eltern krank sind oder sich trennen. Aber genau für so etwas gibt es Festivals – harmlose Filme kann man ja jederzeit im Kino angucken.

Und viele der Themen – Familie; schwierige Entscheidungen; Freundschaft; das Gefühl, nicht zu genügen – bewegen dann doch fast alle Kinder, ganz egal wo sie leben. Die Leiterin des Kinder- und Jugendprogramms, Maryanne Redpath, fragt gleich das Publikum selbst: „Wer bist du, wo kommst du her und wo gehst du hin? Wo ist Zuhause? Was bedeutet es, miteinander verwandt zu sein? Welcher Halt bleibt, wenn Familien nicht funktionieren? Und wer hält bedingungslos zu dir?“

Um einzuschätzen, ob man einen Film gut verkraftet, sollte man auf die Altersangabe gucken – anschließend kann man fast immer noch mit den Filmemachern und Schauspielern ins Gespräch kommen.

Vorsicht, die Vorstellungen sind oft schnell ausverkauft; Infos, Karten und alle Termine unter https://www.berlinale.de

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