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Royals besuchen Brandenburg

Niederlandes König Willem-Alexander und Königin Máxima
Niederlandes König Willem-Alexander und Königin Máxima © Foto: dpa
Für Kinder
Antje Scherer / 11.05.2019, 13:00 Uhr
Potsdam (MOZ) Schlösser haben wir auch, jede Menge sogar, aber da wohnt schon lange kein König mehr – in Deutschland wurde die Monarchie vor fast genau 100 Jahren abgeschafft.

In einigen Nachbarländern gibt es aber noch gekrönte Häupter, die Queen und ihre Nachfahren in Großbritannienzum Beispiel. So richtig viel zu sagen haben sie heute nicht mehr; auch in diesen Ländern gibt es längst Parlamente, in denen gewählte Abgeordnete alle wichtigenEntscheidungen treffen.

Man könnte sagen, dass Prinzen und Königinnen heute eher für ein gutes Gefühl und etwas Geglitzer im Alltag sorgen, ungefähr so wie berühmte Schauspieler. Sie können die Politiker aber beraten. Auch unser direkter Nachbar im Westen – die Niederlande – hat ein Königspaar: König Willem-Alexander und Königin Máxima.

In anderthalb Wochen kommen die beiden zu Besuch. Sie werden zwei Tage in Brandenburg verbringen und sich zum Beispiel in Nauen (Havelland) einen Bauernhof angucken und ein modernes Filmstudio für 3D-Aufnahmen in Potsdam; auch sonst geht es bei dem Besuch viel um Wirtschaftsthemen.

Geplant sind aber auch ein Besuch in einer Kaserne und eine gemeinsame Lesung eines deutschen und eines niederländischen Schriftstellers. Mit unserem Ministerpäsidenten Dietmar Woidke (SPD) werden sie zum Abschluss in Brandenburgs prächtigstem Schloss zu Mittag essen, im Schloss Sanssouci.

In Brandenburg gibt es übrigens viele holländische Spuren – immer wieder wurden gezielt Fachleute aus den Niederlanden angeworben: Ihr Land ist relativ feucht und umgeben von Wasser und sie konnten deshalb besonders gut Dämme und Deiche bauen. Die ersten kamen schon vor mehr als 800 Jahren. Davon zeugen noch einige Ortsnamen: Bredow im Havelland und Niemegk bei Potsdam zum Beispiel.

Ein großer Schwung Niederländer kam dann wieder nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Brandenburg war ruiniert und brauchte dringend Architekten, Ingenieure und Handwerker. Und Kurfürst Friedrich Wilhelm war ganz besonders an diesem Land interessiert; er hatte nämlich eine holländische Prinzessin geheiratet: Luise-Henriette von Oranien-Nassau. Die Stadt Oranienburg ist nach dieser ziemlich einflussreichen Prinzessin benannt – wenn du mal dort bist, kannst du sie als Denkmal auf dem Schlossplatz sehen.

In Potsdam gibt es heute noch ein ganzes "Holländisches Viertel"; man kann dort zum Beispiel Pannekoeken (Eierkuchen) und Poffertjes (Mini-Plätzchen) probieren, die schmecken wie in Amsterdam.

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