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Haus Bastian
Wie geht Schönheit? – Basteln, selbst Kunst machen und nachdenken

Für Kinder
Antje Scherer / 05.10.2019, 15:06 Uhr - Aktualisiert 11.10.2019, 16:28
Berlin Komisch, die Nofretete steht hier einfach so im Regal! Ohne Alarmanlage und alles. Und die berühmte ägyptische Königin ist auch gar nicht bunt, sondern einfarbig gelblich. Ungewöhnliche Nachbarn hat sie auch: ein großes Krokodil und ein zotteliger Eisbärenkopf.Hmm, was ist da los?Wir sind in der James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel in der Ausstellung "Nah am Leben. 200 Jahre Gipsformerei". Wer die echte Nofrete sucht, muss ein paar Meter weiter laufen. Die wohnt im Neuen Museum nebenan. Ihre gelbe Zwillingsschwester ist "nur” eine Kopie aus Gips.

Wie so ein Abguss funktioniert, kannst du selber ausprobieren. Dafür musst nur zehn Meter in die andere Richtung laufen: Im Haus Bastian, gleich gegenüber, kannst du dich selbst abformen. Probier doch mal aus, wie du mit doppeltem Daumen und vier Fäusten ausiehst. Oder vielleicht macht du dir einen XXL-Fuß wie ein Riese, so einer steht in dem Haus schon auf dem Fußboden.

Das macht richtig Spaß. Das frisch eröffnete Haus für Museumspädagogik ist ein Mix aus Atelier und Spielplatz und will aber noch mehr - dass man anfängt, über Kunst und Sachen im Museum nachzudenken. Warum finden zum Beispiel so viele Leute die Nofrete so schön? Was ist das überhaupt Schönheit? Und was macht die Nofrete so wertvoll, dass sie in einem Kasten aus Panzerglas aufbewahrt wird? Während man im Museumsshop Kopien von ihr kaufen kann, die haargenau gleich aussehen. Was ist das eigentlich, ein Original? Und kann eine Kopie zu neuer Kunst werden?

In dem neuen Zentrum für kulturelle Bildung gibt es Workshops und viele Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gedacht ist es so, dass man vor oder nach dem Besuch in einem der 15 Häuser der Staatlichen Museen dort vorbeikommt. Das lohnt sich schon, weil es ein sehr schönes Gebäude ist, eine richtige Villa!

Für Schulen in Brandenburg gibt es ein besonderes Programm: Sie können sich eine Art Wundertüte bestellen. Das sind große transparente Boxen, in denen ein Original aus einem Museum liegt, plus Material und Ideen dazu. Damit können sich Schüler und Lehrer schon mal vorbereiten; und wenn sie Lust haben, kann man später noch einen Berlin-Tag buchen – da wird man mit dem Bus abgeholt oder fährt per Zug, besucht eines der Museen und kann das Haus Bastian testen. Cool, oder? Dort gibt es dann richtig viel Platz, Museumspädagogen und auch Möglichkeiten, Sachen auszuprobieren, die man an der Schule meist nicht machen kann – einen Trickfilm zum Beispiel.

www.smb.museum; kostenfreie Workshops für Familien zweimal im Monat sonntags 12 Uhr, Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung, Am Kupfergraben 10, 10117 Berlin-Mitte

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