Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Öffentliches Forum zum Thema Schlafstörung

MOZ und Klinikum Frankfurt laden zum öffentlichen Forum ein. Thema: Schlaf.
MOZ und Klinikum Frankfurt laden zum öffentlichen Forum ein. Thema: Schlaf. © Foto: dpa
Annegret Kannenberg / 24.02.2013, 17:36 Uhr - Aktualisiert 25.02.2013, 12:05
Frankfurt (Oder) (MOZ) Gestörter Schlaf ist ein großes Problem, bei Erwachsenen genauso wie bei Kindern. Mediziner des Klinikums in Frankfurt (Oder) informieren am Dienstag, dem 26. Februar, ab 18 Uhr über Fragen rund zum Schlaf. Das Forum findet im Klinikum in Frankfurt (Oder) Markendorf statt. Diskutiert werden Fragen wie: Wann liegt eine Schlafstörung vor, die man behandeln muss? Wie kann man plötzlichem Kindstod vorbeugen? Besucher können allen Experten ihre Fragen stellen.

Schlafstörungen bei Kindern können die ganze Familie beeinträchtigen. Dr. Roland Burghardt, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Frankfurt(Oder), rät bei kindlichen Schlafproblemen erstrangig zu Regelmäßigkeit im Alltag, zu bewusster Routine, zu Ritualen. "Kinder sind der Seismograph der Familie", umschreibt er. "Überforderte Eltern strahlen Unruhe, Hektik, Anspannung aus und das kann sich auf die Kinder übertragen, zu Schlafstörungen führen," erklärt der Mediziner. Es sei ein gesellschaftliches Phänomen, dass sich gerade das subjektive Empfinden des Erschöpfungssyndroms der Erwachsenen übertrage. Desto jünger die betroffenen Kinder seien, desto mehr müssen die Eltern Teil der Behandlung sein, beschreibt der Chefarzt die Vorgehensweise an der Klinik.

Um Kindern, gerade jüngeren, den richtigen Schlaf-Wach-Rhythmus beizubringen, braucht es Zeit, seien Rituale notwendig. Dafür müssen Eltern Energie aufbringen. Das Gehirn der Kinder reife erst und das träfe auch für die Schlafphasen zu, erklärt der Psychiater. Die Gehirnströme seien noch nicht so differenziert, d.h. Kindern müsse diese Rhythmik erst beigebracht werden. "Ein genauer Zeitrhythmus in täglicher Regelmäßigkeit stabilisiert den Schlaf. Gerade im Fall von Schlafstörungen ist das Festhalten an festen Zeiten, an Routine noch wichtiger", sagt Dr. Burghardt." Der Arzt weiß, dass dies oft ein anstrengender Weg für die Familien ist, aber der einzig erfolgversprechende.

Noch intensiver sei der Zeitfaktor bei hyperaktiven Kindern. "Sie brauchen die tägliche Gelegenheit der Energieabgabe, benötigen körperliche Betätigung, um gut schlafen zu können. Das müssen Eltern leisten, sonst kommt die Familie in den Kreislauf, dass alle schlecht schlafen, ständig müde sind, die Reizbarkeit steigt ..." berichtet der Mediziner.

Neben den Problemen beim Ein- oder Durchschlafen verweist der Arzt auf Schlafstörungen, die sich in anormalem Verhalten im Schlaf äußern und vor allem Kinder im Grundschulalter betreffen. Um Albträume, Nachtschreck oder Schlafwandeln abzuklären, sind stets individuelle Ansätze notwendig. Wenn diese Phänomene häufiger auftreten oder im Zusammenhang mit psychischen Belastungen, beispielsweise der Trennung der Eltern, rät der Spezialist, dringend psychologische Hilfe zu suchen. Die Ursachen müssen gefunden und behandelt werden, durch aufdeckende Messungen im Schlaflabor und spezielle Therapien für das Kind.

 

Schlagwörter

Schlafstörung Roland Burghardt Klinik Markendorf Schlaf

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG