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Pickel, Pusteln, Mitesser

Unreine Haut: Das ist ein Problem von Menschen jeden Alters.
Unreine Haut: Das ist ein Problem von Menschen jeden Alters. © Foto: picture alliance / dpa
19.03.2014, 12:41 Uhr
(dpa) Mitesser und Pickel plagen nicht nur Teenager. Mehr und mehr Erwachsene, vor allem Frauen, leiden unter Spätakne. Schuld können Hormone sein, aber auch Stress und unausgewogene Ernährung.

"Immer mehr Menschen klagen über unreine Haut", beobachtet Professor Thomas Dirschka vom Bundesverband der Deutschen Dermatologen. Elena Helfenbein, Beautyexpertin des VKE-Kosmetikverbandes, bestätigt: "Jede vierte Frau zwischen 25 und 45 hat mit Spätakne zu kämpfen."

Dieses Phänomen hängt laut Dirschka mit der Einnahme der Antibabypille zusammen. Deren hormonelle Wirkung verhindert, dass Poren verstopfen und sich entzünden. Wird das Medikament abgesetzt, kommt es zu einem Überschuss an männlichen Hormonen, auf die die Haarfollikel in der Haut sensibel reagieren. Doch klagen auch andere Frauen über unreine Haut. Sie sollten sich ihren Lebenswandel ansehen: Durch Stress werden vermehrt männliche Hormone sowie Stresshormone produziert. Das regt Talgdrüsen an.

Doch die Haut ist nicht nur der Spiegel der Seele. "Wenn die Darmflora im Ungleichgewicht ist, etwa durch die Einnahme von Antibiotika oder unausgewogene Ernährung, kann die Haut ebenfalls blühen", weiß Renate Donath vom Bundesverband Deutscher Kosmetiker/-innen. "Auch sehr reichhaltige Nacht- oder Anti-Age-Cremes können eine Ursache sein", warnt Dirschka

Akne mit Entzündungen gehört in die Hände eines Arztes, weil sie Symptome einer anderen Hautkrankheit sein können.Bei einer nicht-entzündlichen Akne helfen die regelmäßige Ausreinigung bei der Kosmetikerin sowie die Pflege mit einer liposomalen Lotion. Bei einer leichten bis mittelschweren Akne, unter der die meisten Frauen leiden, hat sich Azelainsäure bewährt, die als Creme oder Gel angeboten wird. Bei mittelschwerer Akne setzt der Arzt auch auf Cremes mit dem Vitamin-A-Säure-Abkömmling Retinoid. Es wird oft mit einer Creme kombiniert, die Benzoylperoxid als leichtes Antibiotikum enthält.

Treten Pusteln und Knötchen auf, verordnet der Dermatologe auch ein Antibiotikum. "Es ist niedrig dosiert und reduziert den Grad der Entzündung", erklärt Dirschka. Danach wird mit der Vitamin-A-Säure-Creme weiter behandelt.

Doch auch die Betroffenen können einiges tun. "Wichtig ist eine gute Reinigung", sagt Donath. Sie rät zu Schaum, Gel oder Milch mit Weidenrindenextrakt, der die Poren zusammenzieht. Anschließend sollte die Haut mit einem Gesichtswasser ohne Alkohol geklärt werden.

Vor allem mit der Ernährung kann oft eine Besserung erreicht werden. "Es ist erwiesen, dass eine Ernährung mit vielen Milchprodukten und Kohlenhydraten bei Aknepatienten ungünstig ist", sagt Dirschka. Gemüse und Obst sollten auf dem Speiseplan stehen, hingegen wenig Zucker. Das hilft gegen Unreinheiten.

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