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"Es gibt nichts Schöneres, als in der Natur zu sein"

Bärbel Kraemer / 22.09.2015, 12:53 Uhr - Aktualisiert 22.09.2015, 15:34
Borne (MZV) "Die schönste Zeit im Gartenjahr ist Ende Mai/Anfang Juni", so der in Borne lebende Künstler Victor Bisquolm. Knapp 50 Gartenfreunde statteten ihm allein am Sonnabend einen Besuch ab. Jeder einzelne wurde durch das grünende und blühende Refugium des Künstlers begleitet, in dem der Sommer scheinbar nicht zu Ende geht.

Bisquolm hieß während des zurückliegenden Wochenendes erstmals ganz offiziell Hobbygärtner aus nah und fern im Rahmen der Aktion "Offene Gärten im Hohen Fläming" bei sich Willkommen - obwohl sein zirka 2.000 Quadratmeter und direkt am Kunstwanderweg gelegener großer Garten über das ganze Jahr hindurch Vorbeikommende anlockt und viel Beachtung von Passanten erfährt. Auch außerhalb der Aktion wird man stets auf das herzlichste Willkommen geheißen. "Ich habe schon als Kind davon geträumt, einen großen Garten mit vielen Tieren zu haben", so der gebürtige Schweizer. Seinen Gartentraum verwirklicht er seit mittlerweile zehn Jahren im beschaulichenWährend dieser Zeit hat er den früheren Kindergarten des 160-Seelendorfes zu einem Wohnhaus mit Atelier und den Spielplatz zu einem prachtvollen Blumen- und Gemüsegarten verwandelt - in dem eben auch die Kunst zu Hause ist.

Voller Leidenschaft erzählte der Künstler während des zurückliegenden Wochenendes immer wieder von den gärtnerischen Erfolgen des bald zu Ende gehenden Gartenjahres. Von der guten Kartoffelernte, von den süßen Erdbeeren, die längst zu Marmelade verarbeitet sind, von den Walnüssen am selbst gezogenen Walnussbaum, die bald geerntet werden können und von Rosen, Silberdisteln und Studentenblumen. Sein Garten - ein großes Atelier aus Blüten und Pflanzen - ist jedoch vergänglich und muss in jedem Gartenjahr neu geschaffen werden. Anders als die Kunst, die gehauen, geschliffen und poliert aus den unterschiedlichsten Materialien die vier Jahreszeiten begleitet. Auch deshalb ist Bisquolms Skulpturengarten am Kunstwanderweg ein Geheimtipp, der am Wochenende endlich einmal ganz öffentlich besucht werden konnte. "Es gibt nichts schöneres als in der Natur zu sein", bemerkt der Künstler. Obwohl er aufgrund einer Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, gibt es kaum eine Arbeit, bei der er nicht mit anpackt. Bisquolm mäht Rasen, jätet, pflanzt. Lediglich bei schweren Tätigkeiten ist er auf Hilfe angewiesen. Seinen Garten hat er zu einer Freiluftgalerie gemacht - in der die schönen Kinder Floras in jedem Jahr aufs neue ein Techtelmechtel mit der Kunst eingehen können.

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