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Ein Farbspiel der Extraklasse

Hans Czaja im prächtig blühenden Garten von Viktor Bisquolm.
Hans Czaja im prächtig blühenden Garten von Viktor Bisquolm. © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 30.05.2016, 12:49 Uhr
Borne (MZV) Hier stehen die Rhododendren in voller Blüte, dort Schwertlilien und Akelei. Nur wenige Meter entfernt grüßt der Flieder mit duftenden Blütenständen, lachen bunte Blütengesichter von Hornveilchen der Sommerbepflanzung in Blumenschalen, Blumenkästen und auf Beeten entgegen.

"Jetzt ist die schönste Zeit im Gartenjahr", so Hans Czaja, der am Sonnabend stellvertretend für den in Borne lebenden Künstler Viktor Bisquolm durch dessen Kunst- und Skulpturengarten führt.

Mehr als 1.000 Pflänzchen haben die beiden in den letzten Tagen und Wochen der Erde anvertraut - das Ergebnis ist ein Farbenspiel der Extraklasse.

Die Beeteinfassungen zum Hauseingang tragen in diesem Jahr beispielsweise rot-weiß. Nicht ohne Grund. Bisquolm ist gebürtiger Schweizer, sodass die roten und weißen Eisblumen die den Weg bis zur Haustür säumen eine Hommage an seine Heimat sind.

Zum zweiten Mal, nach der Premiere im vergangenen Herbst, lud der Künstler im Rahmen der Aktion "Offene Gärten im Hohen Fläming" am zurückliegenden Wochenende Hobbygärtner und Pflanzenfreunde zu einem Besuch in sein Gartenparadies.

Der zirka 2.000 Quadratmeter und direkt am Kunstwanderweg gelegene Garten lockte zahllose Besucher an. Die ersten standen bereits am zeitigen Vormittag am Tor des einstigen Borner Kindergartens. Bisquolm hat aus dem Gebäude ein Wohnhaus mit Atelier und aus dem Spielplatz einen prachtvollen Blumen- und Gemüsegarten gemacht - in dem auch die Kunst zu Hause ist. Seit zehn Jahren verwirklicht er seinen ganz privaten Gartentraum im beschaulichen"Wir sind ist in den Sommermonaten von morgens bis abends draußen", bemerkt Hans Czaja und lächelt den Kindern Floras zu. Dass mit all der Pracht viel Arbeit verbunden ist, ist für beide Nebensache. Schließlich wird der Garten während des Sommers nicht nur zum Lebensort, sondern für Viktor Bisquolm auch zum inspirierendes Atelier und damit zum Arbeitsort. Die Kunst zwischen Blumen und Gemüsepflanzen steht stellvertretend dafür. Gehauen, geschliffen, poliert, aus den unterschiedlichsten Materialien, begleiten seine Werke eben auch durch die Jahreszeiten. Und mit ihnen, viele alte landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstände, die unbrauchbar geworden, im Blumenbeet eine gute Figur abgeben.

"Es gibt nichts Schöneres als in der Natur zu sein", bemerkt Hans Czaja. Dann stehen auch schon die nächsten Besucher am Gartentor, lockt erneut ein Gespräch mit Gartenfreunden, die den Kunst- und Skulpturengarten als Ort bewundern, in dem gärtnerisches Geschick und gestalterische Leidenschaft Hand in Hand gehen.

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