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Zimmerpflanzen
Welches Grün derzeit besonders beliebt ist

Die Aloe Vera hat einen gradlinigen und schlichten Look, der sich in vielen Einrichtungsstilen gut macht.
Die Aloe Vera hat einen gradlinigen und schlichten Look, der sich in vielen Einrichtungsstilen gut macht. © Foto: Pflanzenfreude.de/dpa
dpa / 12.11.2018, 14:51 Uhr - Aktualisiert 12.11.2018, 14:51
Essen (dpa) Zimmerpflanzen werden von Bloggern, Einrichtungsexperten sowie Innenarchitekten abgelichtet - und wie Models in sozialen Netzwerken in Szene gesetzt. Die In-Pflanzen haben scheinbar alle eines gemeinsam: einen besonders stilvollen oder eindrucksvollen Wuchs. Aber sind sie auch für das Wohnzimmer geeignet und haben sie einen Mehrwert für Hobbygärtner? Ein Überblick:

1. Die prächtige Rankpflanze: Monstera

Ihre Besonderheit sind große Blätter, die sich im besten Fall auffächern. Zudem hat die Monstera Luftwurzeln und einen rankenden Wuchs, deshalb befindet sich in ihrem Topf meist ein Kletterpfahl. Die Pflanze kann eine Größe entwickeln, durch die sie sich sogar zum Raumteiler eignet. Damit passt die Monstera genau in das Konzept der grünen Einrichtung, die aktuell besonders gefragt ist. Hier werden Pflanzen Teil der Möblierung.

Die Pflege: Die Monstera stammt aus den Tropen und ist von dort mal feuchtere und mal trockenere Zeiten gewohnt, erläutert der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Er rät deshalb, auch die Topfpflanze gut mit Wasser zu versorgen - am besten von April bis August kräftiger gießen und regelmäßig düngen. In der restlichen Zeit des Jahres darf es aber weniger Wasser sein.

Diese Pflanze zeigt Gärtnern, ob sie ausreichend Feuchtigkeit und Helligkeit erhält. Nur dann wachsen die Blätter und bilden die typischen tiefen Einschnitte, erklärt das Blumenbüro.

2. Die stilvolle Feder: Zamioculcas

Diese Zimmerpflanze wird auch Glücksfeder genannt, denn die aufrechten fleischigen Stiele mit den kleinen abstehenden Blättern erinnern etwas an Federn. Sie wirkt daher auch sehr dekorativ, ob in hohen oder niedrigen Töpfen, ob auf dem Fensterbrett, einem Beistelltisch oder auf dem Boden. Große Exemplare eignen sich auch als Raumtrenner oder als dekorativer Solitär mitten im Raum.

Der ganz große Vorteil der Zamioculcas - die übrigens von Liebhabern gerne mit dem niedlichen Spitznamen „Zamie“ bedacht wird - ist, dass sie quasi unkaputtbar ist. Experten der Zeitschrift „Mein schöner Garten“ haben sie schon mal „die härteste Zimmerpflanze der Welt“ genannt. Eine Zeit lang kann man sie nicht gießen oder ihr Licht entziehen: Die Zamie hält das aus. Letzteres führt aber dazu, dass ihre Blätter dunkler werden und weniger wachsen.

Die Pflege: Eine Stunde direktes Sonnenlicht pro Tag und indirektes Licht für den Rest des Tages bei nicht weniger als 16 Grad Umgebungstemperatur empfiehlt das Blumenbüro. Erst dann gießen, wenn der Boden zwischen den Gießeinheiten etwas ausgetrocknet ist. Das Gießwasser muss immer abfließen können.

Ihre Robustheit geht auf ihre Herkunft zurück. Sie stammt aus einer der trockensten Ecken der Welt: Tansania. Dort erlebt sie einerseits lange Dürren, andererseits auch Starkregen. Daher kann die Pflanze schnell viel Wasser in ihren speziellen Adern abspeichern und dann davon über lange Zeit zehren, erläutert das Blumenbüro.

3. Die grüne Wohndekoration: Kaktus

Wer Einrichtungsmessen, Möbelhäuser und Dekorationsläden besucht, kennt nur einen grünen Star: den Kaktus. Nicht nur die Pflanze selbst ist beliebt, auch seine Umrisse als Motiv auf Produkten jeder Art. Modedesigner drucken ihn auf Taschen und Shirts, er ziert aber auch Wandbilder, Kissen und Postkarten. Wer gar keinen grünen Daumen hat, findet sogar viele Kakteennachbildungen aus Steingut oder Holz.

Aber zurück zur Pflanze: Der Kaktus ist bei Hobbygärtnern ein Klassiker, vor allem weil er als robust gilt und dank bizarrer Formen auch ein hübscher Hingucker ist. Von den Kakteengewächsen (Cactaceae) gibt es etwa 3000 bekannte Arten - und eine entsprechende Vielfalt.

Manche bilden sogar essbare Früchte aus. Dazu gehört ein Exemplar, dass die Deutsche Kakteengesellschaft kürzlich zum „Kaktus des Jahres 2019“ gekürt hat: den Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica). Er werde bis zu sechs Meter groß. Man sollte ihn sich also nur holen, wenn man zum Beispiel einen hohen Wintergarten hat.

Die Pflege: Kakteen können längere Zeit ohne Wasser auskommen, da sie dieses speichern. Hobbygärtner sollten dies aber nicht ausreizen. Denn Kakteen wachsen besser, wenn man sie regelmäßig wässert. Das Substrat sollte abtrocknen können. Die Schweizerische Kakteen-Gesellschaft rät: Stecken sie einen Holzstab in den Topf. Fühlt er sich beim Herausziehen trocken an, ist es Zeit zum Gießen.

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