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Autotest Skoda Rapid

Skoda Rapid
Skoda Rapid © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 14.04.2013, 15:53 Uhr - Aktualisiert 14.04.2013, 16:02
(In House) Frostig war das Wetter im ersten Quartal – und ähnlich unterkühlt zeigte sich in diesen drei Monaten auch der deutsche Automarkt. 12,9 Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahreszeitraum wurden verkauft. Auch die erfolgsverwöhnte tschechische VW-Tochter Skoda rutschte bei uns ins Minus – kam mit einem Verlust von
0,8 Prozent aber noch glimpflich davon. Und das geht vor allem auf das Konto der erfolgreichen neuen Modelle Citigo und Rapid.

 

Motor

Zunächst beschränkt sich bei uns das Motorenangebot auf vier Benziner und einen Diesel. Womit man sich in der Leistung zwischen 75 PS und 122 PS bewegt. Der von uns gefahrene Selbstzünder, der aus 1,6 Litern Hubraum bis zu
105 PS holt, kann in so ziemlich jeder Fahrsituation überzeugen – das maximale Drehmoment des TDI von 250 Newtonmetern liegt nämlich bereits bei 1500 Umdrehungen je Minute an. Wobei
190 km/h Spitze und ein Spurt von 0 auf Tempo 100 in 10,4 Sekunden natürlich keine Rennwagenwerte sind. Dafür gefällt das Diesel-Triebwerk mit seinem ausgesprochen kultiviertem Klang.

Ausstattung/Karosserie

Im Bestreben, preislich attraktive Produkte zu bieten, haben die Tschechen zwischen die bekannten Modelle Fabia (Kleinwagen) und Octavia (Mittelklasse) nun die kompakte (4,48 Meter lange) Limousine Rapid gestellt (der Name taucht zum dritten Mal in der Firmengeschichte auf). Stufenhecklimousinen sind besonders in Osteuropa beliebt, die riesige Heckklappe über dem üppigen Kofferraum von 550 Litern macht den Wagen aber auch hierzulande interessant. Ein Wagnis ist das Ganze trotzdem: Für 2000 Euro mehr gibt es bei Skoda ja den Einstieg in den fast 20 Zentimeter längeren Octavia, der in einer Neuauflage beim Händler steht, noch besser aussieht und noch mehr Platz bietet. Obwohl der modern-kantig, aber unauffällig designte Rapid für seine Klasse im Raumangebot fast Unglaubliches liefert. Womit er als voll familientauglich gelten kann. Familien kommt vielleicht auch die leicht zu pflegende Hartplastik entgegen, die im Vergleich zum Kunststoff im Octavia in der Optik deutlich abfällt. Ansonsten herrscht bekannte VW-Konzern-Funktionalität. Auch wenn etwa an Technik und Bedienfreundlichkeit der Fensterheber gespart wurde. Selbstverständlich liefert der Rapid bekannte Skoda-Cleverness – unter dem Fahrersitz verstaute Warnweste oder Eiskratzer im Tankdeckel. Ab Werk gibt es sechs Airbags, ESP, Fensterheber vorn, Zentralverriegelung. In einem 999-Euro-Paket bekommt man Klimaanlage, Fernbedienung für die Zentralverriegelung und hintere Parksensoren.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist für eine Limousine überraschend straff geraten – mit zunehmender Beladung steigt aber der Komfort. Grobe Straßenunebenheiten werden gut weggebügelt.

Wirtschaftlichkeit

Bei echt günstigen 13 990 Euro geht es los – wobei der hier verbaute 75-PS-Motor nicht nur das schwächste, sondern auch noch das durstigste Triebwerk ist. Für den Diesel werden bereits 18 410 Euro verlangt. Im Verbrauch begnügt er sich mit 4,8 Litern Diesel auf 100 Kilometer (offiziell: 4,4 Liter, 114 g/km CO2). In der Versicherung kommt man mit dem 105-PS-Benziner auf die 16/18/16 (Haft-
pflicht/Voll-/Teilkasko) – mit dem 105-PS-Diesel aber auf 16/19/21.

Fazit

Ansehnlich, aber unauffällig: Mit dem Rapid hat Skoda ein preisgünstiges Familienfahrzeug im Programm, dem man den Rotstift an einigen Stellen nicht krummnimmt. Der große Bruder Octavia aber ist das verlockendere Angebot.

 

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