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Autotest Skoda Rapid Spaceback

Skoda Rapid Spaceback
Skoda Rapid Spaceback © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 14.02.2014, 15:30 Uhr - Aktualisiert 14.02.2014, 16:37
(In House) Skoda wächst und wächst – im vergangenen Jahr legten die Neuzulassungen in einem insgesamt schrumpfenden deutschen Markt um 8,7 Prozent zu. Zwar fuhren der kleine Fabia und der große Superb leicht ins Minus, doch das tschechische Erfolgsmodell Octavia blieb deutlich im Plus und der Winzling Citigo legte stark zu. Die neu eingeführte Rapid-Baureihe der VW-Tochter konnte aus dem Stand heraus nennenswerte Absatzzahlen erreichen.

Der neue Skoda Rapid Spaceback.
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Skoda Rapid Spaceback

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Motor

Das Motorenangebot beschränkt sich auf drei Benziner und zwei Diesel. Womit man sich zwischen 86 PS und 122 PS bewegt. Der von uns gefahrene Selbstzünder, der aus 1,6 Litern Hubraum bis zu 90 PS holt, kann in so ziemlich jeder Fahrsituation überzeugen – das maximale Drehmoment des TDI von 230 Newtonmetern liegt nämlich bereits bei 1500 Umdrehungen je Minute an. Zum Renner wird der Wagen mit 90 PS und einer Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 11,9 Sekunden natürlich nicht – aber im normalen Leben reicht dieser kultivierte Motor allemal. Auf der Autobahn sind 184 km/h möglich.

Karosserie/Ausstattung

Skoda ist eine Marke mit überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotzdem sollte noch ein preislich besonders attraktives Produkt her, das die Tschechen zwischen den bekannten Modellen Fabia (Kleinwagen) und Octavia (Mittelklasse) positionierten – und das heißt Rapid. Zunächst als kompakte Limousine erhältlich, gibt es nun auch das Spaceback getaufte, zeitlos-schnörkellos gezeichnete Schrägheck, was letztlich einen Konkurrenten für den Golf der Mutter VW darstellt. Allerdings hat man im Konzern in der Verfügbarkeit von moderner Technik wie Assistenzsystemen und bei den verwendeten Materialien dafür gesorgt, dass der Golf eindeutig als das hochwertigere Fahrzeug erkennbar ist. Wer aber einfach die VW-Konzern-Funktionalität und ein großes Raumangebot in der Kompaktklasse schätzt, für den dürfte der Spaceback verlockend sein. Denn der ist zwar 18 Zentimeter kürzer als die Limousine und bietet nur 415 statt 550 Liter Kofferraum – das aber ergibt noch immer für diese Klasse fast unschlagbare Raumwerte. Die Kniefreiheit in der zweiten Reihe findet man sonst in der Mittelklasse. Selbstverständlich liefert der Rapid bekannte Skoda-Cleverness – etwa Eiskratzer im Tankdeckel oder Handyablage im Becherhalter. Ab Werk gibt es sechs Airbags, ESP, Fensterheber vorn, fernbedienbare Zentralverriegelung. Klima kostet 1095 Euro extra.

Fahrverhalten

Im Vergleich zur Limousine erscheint das Fahrwerk beim Spaceback stimmiger – dynamisch, ohne den Komfort zu vergessen, ergänzt um eine direkte Lenkung und stramme Bremsen. Die Mischung stimmt.

Wirtschaftlichkeit

Ein Einstiegspreis von 14 990 Euro für einen nagelneuen Kompakten aus dem VW-Konzern ist natürlich wirklich günstig. Mit dem von uns gefahrenen kleinen Diesel landet man laut Liste dann bei mindestens 17 390 Euro. Die – mit dem bei uns verbauten DSG – offiziell 4,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer (118 g/km CO2) sind zwar eher schwer zu erreichen, gut fünf Liter aber genügen im Alltag. In der Versicherung gelten beim 90-PS-Diesel die Klassen 16/18/21 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko) – beim 86-PS-Benziner dagegen reicht in allen Klassen die 16.

Fazit

Wer einen besonders geräumigen, zeitlos gezeichneten, preiswerten Vertreter der Kompaktklasse sucht und den Rotstift bei Assistenzsystemen und Materialien nicht krummnimmt, ist beim Rapid Spaceback richtig.

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