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Autotest Hyundai Tucson

Markante Front: Hyundai Tucson
Markante Front: Hyundai Tucson © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 31.03.2016, 12:01 Uhr - Aktualisiert 31.03.2016, 14:05
(MOZ) Hyundai wächst derzeit noch stärker als der Gesamtmarkt – gut zehn Prozent mehr Neuwagen konnten die Koreaner in diesem Jahr bisher bei uns absetzen. Das geht besonders auf das Konto der Modelle i20, i40 und Santa Fe. Aber auch der neue Tucson ist wirklich gut in den Markt eingestiegen.

Motor

Zwei Benziner und drei Diesel stehen für den Tucson zur Verfügung. Das ergibt eine Leistungspalette von 116 PS bis 185 PS. Der von uns gefahrene kleinste Diesel kommt mit seinen vier Zylindern und 1,7 Litern Hubraum zwar nur auf 116 PS, hat aber immerhin ein maximales Drehmoment von 280 Newtonmetern, das bereits bei 1250 Umdrehungen anliegt. Und so fühlt man sich im normalen Leben mit dem 1,6 Tonnen schweren Wagen nie untermotorisiert. Auch wenn die Werte von 13,7 Sekunden für den Spurt von 0 auf Tempo 100 und eine Spitze von 176 km/h natürlich davon künden, dass es sich hier nicht um einen Rennwagen handelt.

Karosserie/Ausstattung

Erst Tucson, dann ix35 und nun wieder Tucson. Als die Koreaner 2010 den einst optisch eher unauffälligen Tucson durch den deutlich attraktiveren ix35 ersetzten, stand das auch für eine Hinwendung zum Lifestyle. Hatte der ix35 im Design wenig mit dem Tucson der ersten Generation gemein, ist die Verwandtschaft von neuem Tucson und ix35 durchaus erkennbar. Allerdings wirkt der neue Tucson viel frischer, er sieht einfach dynamischer und charaktervoller aus. Dazu kommt die auffällige, selbstbewusste Front. Mit 4,48 Metern ist der in Deutschland entwickelte und in Tschechien produzierte Hochbeiner gut sechs Zentimeter länger als der Vorgänger. Und das zahlt sich aus: Deutlich gewachsen ist nämlich das Platzangebot für die Insassen. Für das Gepäck gibt es üppige 513 Liter Kofferraum. Toll (in der teuersten Ausstattung Serie): Die  Heckklappe öffnet, ohne eine Taste betätigen oder mit dem Fuß unter dem Heck herumwedeln zu müssen – zumindest wenn man für mehr als drei Sekunden im Abstand von einem halben bis einem Meter hinter dem Wagen steht. Vermisst haben wir für den Transport längerer Güter eine nach vorn klappbare Beifahrersitzlehne. Sonst ist die Funktionalität völlig in Ordnung. Zugelegt hat Hyundai auch bei der Verarbeitung, die einen sehr ordentlichen Eindruck macht. Auch die Geräuschdämmung überzeugt. Ab Werk gibt es sechs Airbags, ESP, Klima, Audiosystem, beheizbare Außenspiegel, Berganfahr- und Bremsassistent, Fensterheber rundum und fernbedienbare Zentralverriegelung. Wer will, kann mittlerweile auch Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung oder einen Einparkassistenten bekommen. Eine Start-Stopp-Automatik steht übrigens nur für die Varianten mit Vorderradantrieb zur Verfügung.

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Fahrverhalten

Nicht nur Optik: Man hat die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb – gut so. Das  Fahrwerk ist ausgewogener geworden – schluckt viel und lässt trotzdem dynamische Kurvenfahrt zu. Auch die Lenkung wirkt etwas direkter. Der bei uns verbaute Frontantrieb hat keine Probleme, die 116-PS-Dieselkraft entspannt auf die Straße zu bringen. Die Bodenfreiheit ist geschrumpft und beträgt nun 17 Zentimeter, was für schlechte Wege aber allemal reicht.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Tucson gibt es laut Liste für recht erschwingliche 22.400 Euro beim 132-PS-Benziner mit Vorderradantrieb. Bei dem von uns gefahrenen 116-PS-Diesel mit Frontantrieb sind es mindestens 24.750 Euro. Der offizielle Normverbrauch beträgt 4,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer (119 g/km CO2). Daraus werden im wahren Leben schnell sechs Liter. In der Versicherung gelten die Klassen 19/24/18 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko). Hyundai gibt fünf Jahre Garantie.

Fazit

Alter Name, neues Niveau - der Tucson bietet eine überzeugende Optik, viel Platz, eine sehr ordentliche Qualität und bei Bedarf auch Allradantrieb. Hajo Zenker

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