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Probefahrt
Autotest Ford Fiesta

Der Ford Fiesta
Der Ford Fiesta © Foto: Hajo Zenker
Hajo Zenker / 12.04.2018, 14:50 Uhr - Aktualisiert 12.04.2018, 20:31
Berlin (MOZ) Ford liegt bei uns in diesem Jahr bisher über dem Branchenschnitt: Die Kölner Dependance des US-Konzerns verbuchte im ersten Quartal ein Plus von 5,8 Prozent, während es über alle Marken um vier Prozent nach oben ging. Auch Ford profitiert dabei besonders von der SUV-Welle, wo der Kuga ein echter Bestseller geworden ist. Aber ebenso der Ecosport konnte zulegen. Die kleineren Modelle Ka und Fiesta dagegen fahren im Minus.

Motor

Die Benziner des Fiesta sind ausschließlich Dreizylinder-Triebwerke, mit und ohne Turboaufladung. Ohne Beatmung werden aus 1,1 Litern 70 PS beziehungsweise 85 PS geholt, mit Turbo kommen aus einem Liter 100 PS, 125 PS und sogar 140 PS heraus. Außerdem ist für die verbliebenen Diesel-Freunde noch ein Vierzylinder-Selbstzünder mit 1,5 Litern und mit 85 PS oder 120 PS. Der von uns gefahrene 100-PS-Motor ist dabei eine gute Wahl, denn der schon mehrfach ausgezeichnete Dreizylinder zeigt sich stets willig und dabei kommod im Ton. Das maximale Drehmoment von 170 Newtonmetern steht bereits bei 1700 Umdrehungen zur Verfügung. In zehneinhalb Sekunden geht es von 0 auf Tempo 100, auf der Autobahn sind 183 km/h möglich. Das serienmäßige Sechs-Gang-Schaltgetriebe passt gut zum Motor, auch wenn der fünfte und sechste Gang recht lan ausgelegt sind.  

Im MOZ-Autotest, der neue Ford Fiesta
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Autotest Ford Fiesta

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Karosserie/Ausstattung

Der Fiesta ist ein echter Dauerläufer: Seit 1976 im Angebot, mittlerweile in der achten Generation am Start. Und diese sieht nicht nur modern und dynamisch aus wie noch nie, sondern glänzt mit vielerlei Technik, die man bekommen kann - von der beheizten Frontscheibe über Verkehrsschilderkennung bis hin zum Tempomaten mit Abstandshalter. Ab Werk gibt es in dem in Köln gefertigten Wagen sechs Airbags, ESP mit Berganfahr- und Fahrspurhalte-Assistent, Fensterheber vorn, fernbedienbare Zentralverriegelung sowie beheizbare Außenspiegel. Eine Klimaanlage kostet in der Basis als Paket mit der Audioanlage 1000 Euro Aufpreis. Dass der neue Fiesta um sieben Zentimeter auf 4,04 Meter gewachsen ist, merkt man am Platzangebot für die Insassen, der Kofferraum (292 Liter) dürfte ruhig noch einen Tick größer sein. Dazu kommt der Gewinn an Modernität und Qualität in der Innenraumgestaltung, mit - heute schon fast selbstverständlich - auch einem Touchscreen.

Fahrverhalten

Dynamisch geht es mit dem Fiesta in Kurven voran, auf der Autobahn liegt er satt auf der Straße. Ford kann mit seiner Fahrwerksabstimmung wieder einmal voll überzeugen.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen dreitürigen Fiesta gibt es mittlerweile ab 12.950 Euro, was ein halber Tausender mehr als beim Vorgänger ist, der in der Basis aber weniger PS und weniger Ausstattung zu bieten hatte. Zwei zusätzliche Türen kosten 800 Euro. Der von uns gefahrene 100-PS-Benziner startet bei 15.100 Euro. Zusammen mit nobler Ausstattung und Technik wie Park Pilot, Toter-Winkel-Assistent und Bang&Olufsen-Soundsystem wurden in unserem Testwagen daraus aber bereits stolze 24.485 Euro. Von den offiziellen 4,3 Litern Super auf 100 Kilometer (97 g/km CO2) waren wir mit gut zwei Litern mehr aber deutlich entfernt.

Fazit

Erwachsen ist der Fiesta geworden, schick und technologisch auf der Höhe der Zeit. Wer sich bei den verfügbaren Systemen kräftig bedient, spürt das aber auch im Preis. 

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