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Probefahrt
Autotest VW Arteon

Der VW Arteon im Test.
Der VW Arteon im Test. © Foto: Hajo Zenker
Hajo Zenker / 11.06.2018, 10:40 Uhr - Aktualisiert 11.06.2018, 12:25
Berlin (MOZ) Mag das Image wegen des Dieselskandals auch angekratzt sein: Weltweit fährt VW einen Absatzrekord nach dem anderen ein. Und in Deutschland legte in diesem Jahr bisher der Verkauf von VW-Neuwagen um 8,4 Prozent zu, während der Markt insgesamt deutlich verhaltener um 2,6 Prozent wuchs.

Motor

Drei Benziner und drei Diesel stehen zur Wahl, die eine Leistungspalette von 150 PS bis 280 PS darstellen. Der von uns gefahrene mittlere Ottomotor holt aus zwei Litern Hubraum bis zu 190 PS und immerhin 320 Newtonmeter maximales Drehmoment (das bereits bei 1500 Umdrehungen anliegt). Dies sorgt für eine überzeugende Kraftentfaltung, die durch das serienmäßige Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe noch befördert wird. So kann man in 7,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn ohne Anstrengung die Spitze von 239 km/h erreichen.

Karosserie/Ausstattung

Der Arteon stellt mittlerweile – neben dem Geländewagen Touareg – die Spitze des VW-Angebots dar. Der Arteon beerbt dabei quasi gleichzeitig den eigentlichen Vorgänger CC, der einst als viertürige Coupé-Variante des Klassikers Passat gestartet war, als auch den eingestellten Phaeton. Und der Fünftürer kann sich wirklich sehen lassen – von allen Seiten. Das fiel auch Passanten beim Test auf: Es geschieht doch eher selten, dass man in einem Volkswagen bestaunt und nach dem Auto ausgefragt wird.

Weltweit fährt VW einen Absatzrekord nach dem anderen ein. Und in Deutschland legte in diesem Jahr bisher der Verkauf von VW-Neuwagen um 8,4 Prozent zu, während der Markt insgesamt deutlich verhaltener um 2,6 Prozent wuchs.
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Autotest: VW Arteon

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Der 4,86 Meter lange, in Emden produzierte Wagen bietet zudem viel Platz für Insassen und Gepäck (563 Liter). In Materialauswahl und Verarbeitung bleibt VW penibel, das sieht gut aus und fasst sich gut an. Ab Werk gibt es Klima, beheizbare Außenspiegel, Müdigkeitserkennung, Spurhalteassistent, Fußgängererkennung, Regensensor, LED-Scheinwerfer, Leichtmetallräder, automatisch abblendenden Innenspiegel, fernbedienbare Zentralverriegelung. Natürlich lassen sich mit diversen Extras Ausstattung und Preis nach oben treiben. Da wären etwa Abbiege- und Schlechtwetterlicht (1260 Euro), Rückfahrkamera (410 Euro), Parklenkassistent (325 Euro), klimatisierte Sitze mit Massagefunktion (1570 Euro) oder Drei-Zonen-Klimaautomatik (535 Euro).

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist von Hause aus ein guter Kompromiss aus Dynamik und Komfort, kombiniert mit einer direkten Lenkung. Per adaptiver Fahrwerksregelung (1200 Euro) lässt sich per Knopfdruck das Fahrwerk deutlich hin zu stärkerer Sportlichkeit oder zu mehr Komfort verändern.

Wirtschaftlichkeit

Mindestens 35.325 Euro muss man laut Liste für einen Arteon ausgeben. Der von uns gefahrene 190-PS-Benziner startet dann (besser ausgestattet) bereits bei 42.600 Euro. Zum offiziellen Verbrauch von sechs Litern Super auf 100 Kilometer (135 g/km CO2) sollte man im normalen Leben anderthalb Liter dazurechnen.

Fazit

Eigentlich ein typischer Volkswagen, der dank seines überzeugenden Designs jedoch aus dem Angebot herausragt - was allerdings auch seinen Preis hat. Hajo Zenker

 

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