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Autotest Mercedes GLC

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Hajo Zenker / 08.08.2018, 11:25 Uhr - Aktualisiert 08.08.2018, 14:30
Berlin (MOZ) Mercedes muss in diesem Jahr auf dem Heimatmarkt bisher ein Minus von 4,7 Prozent verbuchen, während sich der Gesamtmarkt um 4,2 Prozent nach oben bewegte. Bei der Stern-Marke schlug sich insbesondere der schwächere Verkauf der Volumenmodelle C-Klasse und E-Klasse nieder. Dagegen ist der GLC mit einem satten Plus ein Bestseller.

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Autotest Mercedes GLC

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Motor

Zwei Benziner und zwei Diesel stehen zur Wahl, ergänzt um einen Plug-in-Hybrid, also die Kombination aus Benziner und Elektromotor. Dazu kommen dann noch gleich drei sportive AMG-Varianten (alles Ottomotoren). Das ergibt insgesamt eine Leistungspalette von 170 PS bis zu stolzen 510 PS. Dabei reicht das von uns gefahrene Einstiegstriebwerk im normalen Leben völlig aus. Schließlich mobilisiert der Selbstzünder aus 2,2 Litern Hubraum eines Vierzylinders bis zu 400 Newtonmeter maximales Drehmoment (bereits bei 1400 Umdrehungen anliegend). Das reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 8,3 Sekunden und eine Spitze von 210 km/h. Mehr braucht man in einem solchen Komfortgerät nicht wirklich. Die Kraftentfaltung findet dabei souverän-kultiviert statt, wozu auch die serienmäßige Neun-Gang-Automatik beiträgt.

Karosserie/Ausstattung

Seit 2008 fährt der Wagen, der da noch GLK hieß, stolze Verkaufszahlen ein. Heutzutage hört der Allradler auf die Abkürzung GLC, wobei das G auf den Urvater der Geländegänger mit Stern, also die G-Klasse, verweisen soll, das L möchte für Luxus stehen und das C schließlich bringt das Segment der C-Klasse zum Ausdruck. Entsprechend steckt beim GLC unter dem schicken SUV-Look auch die Technik der C-Klasse. Im Gegensatz zum kastenförmigen GLK zeigt sich der GLC modisch-wohlgerundet. Der 4,66 Meter lange Wagen wirkt dabei überhaupt nicht wuchtig, sondern vermittelt eher ein Gefühl von Kompaktheit. Trotzdem haben die Insassen großzügig Platz. Auch 550 Liter Kofferraum erfreuen. Material und Verarbeitung sind tadellos. Die Bedienung erfordert ein wenig Einarbeitungszeit. Ab Werk gibt es etwa sieben Airbags, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, adaptives Fahrwerk, elektrisch verstellbare Vordersitze, Audioanlage. Die Aufpreisliste aber ist lang. Ein Spurhalte-Assistent kostet 928 Euro, eine Rückfahrkamera 476 Euro, ein Head-up-Display 1178 Euro, das elektrische Öffnen der Heckklappe 1178 Euro, eine Luftfederung 2261 Euro, fünf Offroad-Fahrprogramme 702 Euro, ein größerer Kraftstofftank 60 Euro. Das summiert sich.

Fahrverhalten

Auch wenn sich der GLC unkompliziert wie eine Limousine fährt – für rasante Kurvenfahrt ist der Wagen eher nicht gemacht. Hier steht der Komfort im Vordergrund. Auch wenn sich in Sachen Komfort und Dynamik durch fünf Fahrprogramme durchaus spürbar differenzieren lässt. Der serienmäßige Allradantrieb sorgt nicht nur für entspanntes Vorwärtskommen auf Feldwegen oder noch schlechterem Gelände, sondern auch dafür, dass die Kraft stets gut auf die Straße gebracht wird.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen GLC gibt es mit dem kleinsten Benziner (211 PS) für 45.970 Euro. Der von uns gefahrene kleinste Diesel mit 170 PS startet bei 46.327 Euro. Der offizielle Verbrauch von 5,9 Litern Diesel auf 100 Kilometer (156 g/km CO2) ist recht nah an der Realität, wir brauchten einen halben Liter mehr.

Fazit

Die trotzig-kantige Gestalt des Vorgängers ist einer modischen Linienführung gewichen, die den Mercedes jedoch trotzdem eindeutig erkennen lässt. Ansonsten bietet der GLC all das, was man heutzutage von einem vielseitig nutzbaren Premium-SUV erwarten darf – einschließlich des stolzen Preises. 

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