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Fiat Qubo
Hausfreund für Familie und Baumarkt

MOZ / 08.05.2019, 15:28 Uhr - Aktualisiert 08.05.2019, 17:10
Frankfurt (Oder) Auch wenn sie nicht unbedingt auf dem Laufsteg automobiler Eitelkeiten zu sehen sind: Modelle aus der Gattung der Hochdachkombis sieht man im Straßen-Alltag dennoch immer öfter. Und das ist leicht erklärbar: Sind sie doch dank niedriger Unterhaltskosten preiswerte Alternativen zu Vans oder Kombis und somit besonders empfehlenswert für junge Familien mit Kindern oder Betreibern raumgreifender Hobbys. Einer der sich in dem Segment inzwischen viel Renommee verschaffte ist der Fiat Qubo. Der Märkische Markt hat das Basismodell mit 73-PS-Benziner getestet.

Er ist zwar nicht mehr der Jüngste (das letzte Facelift erhielt er 2016), dennoch wirkt das Outfit des Hochdachkombis deswegen noch lange nicht unflott. Gefällt er doch nach wie vor mit seinem hemdsärmeligen, charaktervollen Auftritt, der ihn als einen echten Hausfreund für Familie und Baumarkt präsentiert. Außen ziehen sich die gewölbten Stoßfänger wie gut trainierte Muskeln um die Hülle. Auffällig sind auch die hoch positionierten Scheinwerfer. Dass der Kasten-Bonsai letztlich nur 3,97 Meter lang ist sieht man ihm nicht an.

Innen sitzen in dem 1,80 Meter hohen 5-Sitzer selbst Großgewachsene auf dem ausreichend großen Gestühl angenehm luftig und finden mühelos die richtige Sitzposition. Ob bei den Spaltmaßen oder den verwendeten Materialien - hier "riecht" nichts nach billiger Jacob. Das Cockpit wirkt zwar nüchtern, ist aber ordentlich und zweckmäßig verarbeitet. Auch gibt es für Kleinkram zig Séparées. Besonders praktisch für die Passagiere sind die weit öffnenden beidseitigen hinteren Schiebetüren.

Wird der Platz für Kisten oder Freizeitutensilien gebraucht, ist Stühle rücken angesagt. Durch Umklappen beziehungsweise Ausbau der zweigeteilten Rückbank (ab Lounge-Ausstattung) lässt sich das Ladevolumen von 330 auf üppige 2.500 Liter vergrößern. Dann mutiert er sogar zum Spediteur. Allerdings ist die Zuladung mit 435 Kilo nur Durchschnitt. Einen Pluspunkt geben wir indes für die niedrige Ladekante. Unser Maßband zeigt 53 Zentimeter.

Und sonst? Er fährt sich wie er aussieht. Den Job des Vortriebs verrichtet bei uns ein Benziner-Vierzylinder mit 1,4 Liter Hubraum und 73 PS. Das klingt zwar nicht nach Kraftmeier, reicht aber im normalen Alltag völlig aus. Auch wenn nur 118 Nm auf die Kurbelwelle tröpfeln kommt der Qubo mit seinen 1.255 Kilo Leergewicht einigermaßen aus den Puschen und schiebt sich ohne viel Gedröhn in die Spur. Die Tachonadel zeigt als Spitze 155 km/h. Der Verbrauch könnte indes etwas geringer sein, im Schnitt sind es in der Praxis knapp 8 Liter, im Datenblatt steht er mit 6,9 Liter Super. Löblich: In Kurven bleibt der Wagen trotz hohem Schwerpunkt erstaunlich stabil, die Fahrwerksabstimmung ist kommod, die 5-Gang-Schaltung präzise.

Lobenswert sind auch Federungskomfort und Spurtreue. Als Minuspunkte haben wir nur wenig notiert, u. a. sind die Sitze etwas zu weich und hinten gibt es nur Ausstellfenster. Das sympathische Allzweckauto ist in der Basis (Pop-Ausstattung) ab 13.410 Euro erhältlich. Da ist allerdings noch keine Klimaanlage drin. Soll diese dabei sein, ist unser Tipp gleich die nächsthöhere Lounge-Variante (2.000 Euro Aufpreis) zu ordern. Dann sind neben dieser auch geteilt umlegbare Rücksitze, ein Radio, USB-Anschluss, 5-Zoll-Touchscreen, Bedientasten am Lenkrad, Mittelarmlehne vorn, beheizbare Außenspiegel und Nebelscheinwerfer dabei.Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Fiat Qubo

Fiat Qubo 1.4

Motor: 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner, 73 PS

0 - 100 km/h: 14,7 Sek.

Spitze: 155 km/h

Verbrauch: 6,9 Liter Super

CO²-Wert: 161 g/km

Kofferraum: 330 – 2.500 l

Preis: ab 13.410 Euro

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