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Probefahrt
Autotest Mercedes A-Klasse

Die Mercedes A-Klasse
Die Mercedes A-Klasse © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 08.06.2019, 10:44 Uhr - Aktualisiert 11.06.2019, 10:48
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mercedes liegt auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr mit einem Plus von 2,1 Prozent leicht über dem Branchenschnitt (1,7 Prozent). Während etwa E- und S-Klasse im Minus fahren, verkauft sich die neue A-Klasse großartig.

Motor

Sechs Benziner (einschließlich AMG-Version) und vier Diesel stehen zur Wahl. Das ergibt eine breite Leistungspalette von 95 PS bis 306 PS. Der von uns gefahrene A 200, der aus vier Zylindern und gerade 1,3 Litern Benziner-Hubraum bis zu 163 PS und 250 Newtonmeter maximales Drehmoment holt, ist eine gute Wahl. Stets geht es mit dem zusammen mit Renault entwickelten Triebwerk flott voran und in acht Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auf der Autobahn sind unangestrengt 225 km/h möglich. Nur bei Zwischenspurts wird der Motor etwas rauer im Ton.

Karosserie/Ausstattung

Die ursprüngliche A-Klasse, 1997 vorgestellt, war nicht nur wegen des zunächst gescheiterten Elchtests berühmt-berüchtigt, das hochbeinige Gefährt hatte auch das Image eines Rentnerautos. Damit hatte Mercedes ab 2012 mit der dritten Generation radikal Schluss gemacht. Nun ist das Kompaktmodell aus Sindelfingen jung-dynamisch angelegt. Die jetzt erhältliche vierte Generation hat das noch einmal deutlich nachgeschärft, die A-Klasse lehnt sich im Äußeren zwar an den Vorgänger an, sieht aber noch einmal schärfer und damit absolut überzeugend aus. Das setzt sich im Inneren fort. Material und Verarbeitung sind allererste Klasse. Toll auch das große Display, welches Digitaltacho und Navi vereint - letzteres zeigt übrigens nicht nur den Weg, sondern etwa auch, was der Sprit bei den nächstgelegenen Tankstellen kostet. Und im übrigen ist es lernfähig, für den Weg zur Arbeit also kann man etwa je nach Verkehrssituation Routenvorschläge erwarten. Am Vorgänger gab es Kritik am Platzangebot - nun ist die A-Klasse 13 Zentimeter länger. Und das merkt man. Auch wenn die zweite Reihe noch immer kein Raumwunder ist. Geblieben ist in der 4,42 Meter langen A-Klasse, dass sie nur 1,44 Meter flach ist. Man muss sich also etwas einfädeln und sitzt dann auch sportlich tief. Der Kofferraum ist leicht gewachsen und mit 370 auf klassenüblichem Standard. Für die Sicherheit gibt es serienmäßig sieben Airbags, ESP, Bremsassistent, und auch vor Müdigkeit sowie Kollisionen wird gewarnt, die Spur wird automatisch gehalten. Zum Komfort ab Werk gehören Klimaanlage, Fensterheber rundum, Audiosystem und Zentralverriegelung. Das Angebot an vielerlei Assistenten ist groß. Die A-Klasse lässt sich technologisch extrem hochrüsten.

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Fahrverhalten

Die A-Klasse hat zwar einen Stern, aber Vorderradantrieb. Ebenfalls nicht gerade typisch Mercedes ist das sehr dynamische und straff abgestimmte Fahrwerk, das allerdings im Vergleich zum Vorgänger etwas komfortabler ausgelegt ist. Dazu kommt eine überaus direkte Lenkung. Schnelle Fortbewegung macht da besonders Spaß.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in eine A-Klasse gibt es für 26.555 Euro. 30.755 Euro sind es laut Liste dann bereits beim von uns gefahrenen A 200. Nach Norm verbraucht der Wagen 5,6 Liter (128 g/km CO2) Super, mit sieben Litern kommt man im wahren Leben hin.

Fazit

Kompaktklasse at its best - sehr ansehnlich und hochmodern, allerdings auch zum Stern-Preis.

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