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Kia XCeed im Test
Alles andere als x-beliebig

Das jüngste Mitglied der Ceed-Familie ist ein echter Crossover.
Das jüngste Mitglied der Ceed-Familie ist ein echter Crossover. © Foto: Hersteller
Wolfgang Brekeller / 04.07.2019, 16:37 Uhr
Frankfurt (Oder) Kia kann es halt: Hatten die Koreaner schon mit dem dritten Modell der neuen Ceed-Familie, dem bildschönen ProCeed im Stil eines Mercedes CLS Shooting Brake bewiesen, dass sich eine modernen Kompaktklasse nicht auf Limousine und Kombi (Sportswagon) beschränkt, so setzten sie jetzt noch eins drauf.

XCeed heißt der Vierte im Bunde, der am 21. September zu den Händlern rollt. Ein typischer Crossover, wobei die Kreuzung in diesem Falle die Stärken eines SUVs und eines Kompaktwagens kombinieren soll. Kia reagiere damit auf die vermehrten Kundenwünsche nach Autos, die sowohl im Design als auch im Fahrerlebnis emotionaler und dynamischer sind als ein SUV, die zugleich aber auch ähnlich praktische Qualitäten bieten, sagt Emilio Herrera, Chief Operating Officer von Kia Motors Europa.

Abgeleitet wurde die zweifellos dynamischste Version der mittlerweile dritten Ceed-Generation von der fünftürigen Schräghecklimousine. Von der hat sie allerdings nur die vorderen Türen übernommen. Alles andere ist neu und so gekonnt arrangiert, dass der XCeed aus jedem Blickwinkel nicht x-beliebig, sondern höchst eigenständig wirkt. Breiter und knapp neun Zentimeter länger (4,40 Meter) als das Grundmodell schließt der Neuling die Lücke zwischen dem Mini-SUV Stonic (4,14 Meter) und dem hochbeinigen Bestseller Sportage, der 4,49 Meter zwischen den Stoßfängern misst. Mit maximal 18,4 Zentimeter Bodenfreiheit bietet der XCeed die an SUVs so geschätzte höhere Sitzposition und taugt zumindest auch für den Abstecher vom Boulevard zum Baggersee. Allradantrieb gibt es nicht.

Trotz der coupéhaften Silhouette gehört der kompakte Kia zu den geräumigsten Autos seiner Klasse. Sein Kofferraum schluckt 426 Liter, 31 Liter mehr als der Basis-Ceed. Bei umgeklappter Rücksitzbank, die 40:20:40 geteilt ist, tun sich stattliche 1378 Liter Laderaum auf. Großzügig auch die Platzverhältnisse für die Insassen, da kneift es selbst im Fond nirgendwo, wie sich bei einer ersten Sitzprobe zeigte. Dabei gab es übrigens auch einige Neuheiten zu entdecken, die erst später der ganzen Ceed-Familie zuteil werden. Im Cockpit zum Beispiel feiert das erste volldigitale Kombiinstrument von Kia Premiere. Der hochauflösende Bildschirm ist 12,3 Zoll groß. Das X-Modell ist außerdem der erste Ceed, der mit den Online-Diensten Kia UVO Connect erhältlich ist, die in Kombination mit einem neuen 10,25-Zoll-Navigationssystem angeboten werden.

Von den Ceed-Schwestermodellen übernimmt der Neuling die vorbildlich breite Palette an Fahrer-Assistenzsystemen, darunter der Stauassistent und der adaptive Tempopilot mit Stop-and-Go-Funktion. Gute Bekannte auch die Motoren - drei Turbobenziner (120/140/204 PS) und zwei Turbodiesel (115/136 PS), die allesamt die Abgasnorm Euro 6d-Temp erfüllen. Im kommenden Jahr gesellen sich noch ein Mild- und ein Plug-in-Hybrid hinzu.

Preise nennt Kia leider noch nicht. Doch wer die Richtschnur am Shooting Brake ProCeed mit vergleichbarer Motorisierung anlegt, macht bestimmt nichts verkehrt.

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