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Probefahrt
Autotest Honda CR-V

Honda CR-V
Honda CR-V © Foto: Hajo Zenker
Hajo Zenker / 29.07.2019, 14:30 Uhr - Aktualisiert 29.07.2019, 16:06
Berlin (MOZ) Kompakte Geländegänger sind heute sehr gefragt – Honda hat mit dem CR-V bereits seit 1996 ein eigenes Angebot, das jetzt erneuert wurde.

Honda hat in diesem Jahr bei uns wenig Glück: 35 Prozent Rückgang sind kein Pappenstiel. Das trifft die Klassiker Civic und Jazz genauso wie die hochbeinigen Modelle CR-V und HR-V.

Motor

Honda hat in Zeiten der Diesel-Krise Nägel mit Köpfen gemacht: Der Selbstzünder ist aus dem Angebot des aktuellen CR-V gestrichen. Damit gibt es gerade noch zwei Benziner - mit 173 beziehungsweise 193 PS. Der von uns gefahrene größere Motor, der aus 1,5 Litern Hubraum 243 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert, reicht für einen wirklich ordentlichen Vortrieb, in zehn Sekunden geht es von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn auf 200 Stundenkilometer.

Karosserie/Ausstattung

Kompakte Geländegänger liegen heute voll im Trend – Honda kann für sich in Anspruch nehmen, schon sehr früh in dieser Nische unterwegs gewesen zu sein: Den CR-V gibt es nämlich bereits seit 1996. Mittlerweile läuft das Fahrzeug in der fünften Generation vom Band. Was auf den ersten Blick nicht auffällt, denn das Design lehnt sich deutlich an den Vorgänger an. Gearbeitet wurde an der Karosserie besonders im Hinblick auf die Aerodynamik. Dieses Aussehen, besonders im Heckbereich, gefällt garantiert nicht jedem – unterscheidbar macht es den Wagen auf jeden Fall. Innen verwöhnt der 4,60 Meter lange CR-V mit viel Platz für Passagiere und Gepäck (561 Liter, die als Siebensitzer zu 150 Litern schrumpfen) und allerlei Ablagemöglichkeiten. Die Gestaltung des Innenraums aber wirkt etwas altmodisch. Ab Werk gibt es sechs Airbags, ESP, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber rundum und fernbedienbare Zentralverriegelung sowie Assistenten für Licht, Müdigkeit, Verkehrszeichen und das Halten der Spur.

Unser Autor hat den Honda CR-V getestet.
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Honda CR-V

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Fahrverhalten

Der CR-V will kein Dynamiker sein. Das Fahrwerk tendiert in Richtung Sänfte, lässt unerfreuliche Straßenzustände aber so gut wie nie durchdringen. Der Allradantrieb schaltet sich bei Bedarf fast unmerklich zu. Die Bremsen des CR-V sind kräftig, die Lenkung ist direkt.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen CR-V gibt es für 28.990 Euro. Dann muss man sich mit Frontantrieb begnügen. Allrad bekommt man erst in der nächsthöheren Ausstattung - für 33.890 Euro, 2000 Euro mehr als für die genauso bestückte Frontantriebsversion. Der billigste Siebensitzer (immer mit Allrad) schlägt mit 38.690 Euro zu Buche. Der von uns gefahrene 193-PS-Benziner mit fünf Sitzen und Automatik kostet laut Liste mindestens 36.590 Euro. Offiziell verbraucht der Wagen dann 7,1 Liter Super auf 100 Kilometer (162 g/km CO2), anderthalb Liter mehr sollte man im Alltag aber einkalkulieren.

Fazit

Optisch etwas angejahrt, in Sachen Raum und komfortabler Fortbewegung aber ein gutes Angebot – man merkt Honda die jahrelange Erfahrung mit kompakten Geländegängern unzweifelhaft an.

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