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Autotest Volvo V60 Cross Country

Höhergelegte Kombis der schwedischen Marke haben eine feste Fangemeinde - was durchaus einleuchtet.
Höhergelegte Kombis der schwedischen Marke haben eine feste Fangemeinde - was durchaus einleuchtet. © Foto: Hajo Zenker
Hajo Zenker / 22.08.2019, 16:36 Uhr - Aktualisiert 22.08.2019, 17:07
Frankfurt (Oder) (MOZ) Volvo hat bei uns in diesem Jahr um satte 28 Prozent zugelegt, während der Gesamtmarkt gerade um gut ein Prozent wuchs. Besonders erfolgreich ist gerade das kleine SUV-Modell XC40, aber auch die V60-Modelle verkaufen sich prächtig.

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Ein Diesel, ein Benziner - mal 190 PS, mal 254 PS. Das ist das Angebot für den V60 Cross Country. Der Wagen startet mit dem von uns gefahrenen 190-PS-Diesel. Angesichts der Erfüllung der Abgasnorm 6d-Temp, mit Dieselpartikelfilter und der Harnstofflösung AdBlue, gebe es keinen Grund mehr, sich gegen einen Diesel zu entscheiden, heißt es bei Volvo. Dabei haben die Schweden öffentlichkeitswirksam ja bereits den Ausstieg aus dem Diesel verkündet - doch der gilt nur für komplett neue Modelle. Alle anderen Fahrzeuge behalten bis zum Ende des jeweiligen Modellzyklus ihr Diesel-Angebot. Der V60 Cross Country jedenfalls lässt sich als Zwei-Liter-Selbstzünder mit den 400 Newtonmetern maximalem Drehmoment, Acht-Gang-Automatik und Allradantrieb wunderbar bewegen. In 8,2 Sekunden geht es von 0 auf Tempo 100 und maximal auf der Autobahn auf 210 Stundenkilometer.

Im MOZ-Autotest - der Volvo V60 Cross Country
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Karosserie/Ausstattung

Die höhergelegten Kombis von Volvo haben eine feste Fangemeinde. Schließlich hat die Marke solche Fahrzeuge schon seit 1997 im Programm, die mittlerweile durch den Namenszusatz Cross Country kenntlich gemacht werden. Von den 800.000 weltweit abgesetzten Modellen dieser Art entfielen 40.000 auf Deutschland. Nun ist die neueste Variante bei uns auf den Markt - der V60 Cross Country. Wie üblich fällt der im Vergleich zum normalen V60 vor allem durch den Zugewinn an Bodenfreiheit (plus 6,5 Zentimeter auf 21 Zentimeter) auf. Die schwarze Kunstoffbeplankung, etwa an den Radkästen, notiert man erst auf den zweiten Blick. Ansonsten gilt: Alles sieht gut aus, alles fasst sich gut an. Platz gibt es ordentlich, auch für das Gepäck (529 Liter). Ab Werk gibt es natürlich das volle schwedische Sicherheitsprogramm, zudem Assistenten für das Halten der Spur, zur Erkennung von Verkehrsschildern und Wildtieren, Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik, Infotainmentsystem, beheizbare Außenspiegel und WLAN-Hotspot.

Fahrverhalten

Ein Fahrverhalten ohne Fehl und Tadel, ergänzt um Allradantrieb, der nicht nur für Traktion auf der Straße sorgt, sondern zusammen mit der zusätzlichen Bodenfreiheit im Gelände sehr hilfreich ist.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg gibt es für 51.250 Euro. Für den stärkeren Benziner fallen 500 Euro mehr an. Die Aufpreisliste ist lang, unser Testwagen kam mit all seiner Technik auf stolze 73.830 Euro. Der von uns gefahrene Diesel hat einen offiziellen Verbrauch von 5,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer (143 g/km CO2). Man sollte anderthalb Liter mehr einkalkulieren.

Fazit

Ein Kombi, wie man ihn sich wünscht: Geräumig, hochwertig, geländetauglich. Und dazu noch skandinavisch cool designt. Jedoch auch zu den dort herrschenden Preisen. Aber die Premium-Preise der Schweden, die zum chinesischen Geely-Konzern gehören, stehen dem Erfolg der Marke bisher ganz offensichtlich nicht im Wege.

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