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Probefahrt
Autotest Mercedes G-Klasse

Die neue G-Klasse ist optisch nah am Vorgänger.
Die neue G-Klasse ist optisch nah am Vorgänger. © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 28.10.2019, 11:05 Uhr - Aktualisiert 28.10.2019, 11:46
Berlin (MOZ) Mercedes hat auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher ein Plus von sechs Prozent eingefahren, während es über alle Marken einen Zuwachs von zweieinhalb Prozent gab. A- und C-Klasse verkaufen sich besser als im Vorjahr, E- und S-Klasse schlechter. Auch die Geländewagen GLC, GLE und GLS fanden weniger Abnehmer, der gerade erneuerte Klassiker G-Klasse dagegen konnte deutlich zulegen.

Motor

Zwei Diesel und zwei Benziner stehen für die G-Klasse zur Verfügung. Dabei wird geklotzt und nicht gekleckert: Bei 286 PS geht es los, die Spitze markiert die AMG-Version mit 585 PS. Der von uns gefahrene Vier-Liter-Achtzylinder-Benziner mit 422 PS ist eine mehr als angemessene Motorisierung. Schließlich bringt es der Biturbo-Benziner auf bis zu 610 Newtonmeter maximales Drehmoment (ab 2000 Umdrehungen), womit sich der Zweieinhalbtonner in gerade 6,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 katapultieren lässt. Und das bei einem überaus kultivierten Ton. Auf der Autobahn sind problemlos 210 Stundenkilometer möglich, dort allerdings sind die Windgeräusche deutlich. Die Neun-Gang-Automatik passt sehr gut zum Triebwerk.

Karosserie/Ausstattung

Eine Ikone zu erneuern, ist nicht ohne. Schließlich wurde die ursprüngliche G-Klasse 39 Jahre lang produziert - und immer gut verkauft. Nun hat sich Mercedes getraut, das Gefährt neu auf die Räder zu stellen. Es ist eine komplette Neuentwicklung, der man das aber zunächst gar nicht ansieht. Denn das Außendesign ist nur in Details verändert. Dafür ist die G-Klasse um fünf Zentimeter auf 4,83 Meter Länge und gar um zwölf Zentimeter auf 1,93 Meter in der Breite gewachsen. Das merkt man denn auch als Passagier im Innenraum deutlich. Zudem macht der Innenraum klar: Hier herrscht die automobile Neuzeit, etwa mit Touchscreen. Und natürlich sind die im Innenraum verwendeten Materialien eigentlich viel zu nobel für einen Geländewagen. Ab Werk gibt es Assistenten für Fernlicht, das Halten der Spur und das Erkennen der Verkehrszeichen und der Müdigkeit beim Fahrer. Außerdem gehören zur Serienausstattung sieben Airbags (Seitenairbags hinten 452 Euro), ESP, Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, Digitalradio, beheizte Außenspiegel, automatisch abblendender Innenspiegel, Regensensor, elektrisch einstellbare Vordersitze, Sitzheizung für vier Sitze, Fensterheber rundum und fernbedienbare Zentralverriegelung.

Im MOZ-Autotest, der Mercedes G-Klasse
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Fahrverhalten

Eine G-Klasse muss natürlich wirklich geländegängig sein, schließlich steht das "G" für Gelände. Allrad ist also logischerweise Serie, Geländeuntersetzung auch. Auch wenn die vordere Starrachse nun weggefallen ist, bleibt der Mercedes ein überragender Geländegänger, bei dem sich selbstverständlich die Differentiale sperren lassen. Dafür sorgt die neue Einzelradaufhängung für ein deutlich besseres Fahrverhalten auf der Straße, Unebenheiten werden viel besser weggebügelt. Auch die deutliche Seitenneigung etwa in Kreisverkehren hat Mercedes der neuen G-Klasse abgewöhnt.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in eine G-Klasse gibt es (beim kleineren Diesel) für stolze 97.116 Euro. Der von uns gefahrene G500 startet dann bereits bei 110.206 Euro. Offiziell verbraucht das Triebwerk elfeinhalb Liter Super (263 g/km CO2), einen Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Optisch ganz nah am Original, aber technologisch ganz heutig, ganz weit vorn.

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