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Autotest Subaru Outback

Allrad ab Werk: Subaru Outback
Allrad ab Werk: Subaru Outback © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 04.11.2019, 13:07 Uhr - Aktualisiert 04.11.2019, 14:28
Berlin (MOZ) Subaru muss in diesem Jahr im Gegensatz zum deutschen Gesamtmarkt, der 3,4 Prozent wuchs, einen Einbruch um 25 Prozent verbuchen, was vor allem an XV und Forester liegt. Der Outback dagegen fährt deutlich im Plus.

Motor

Subaru steht seit Jahren nicht nur für Allrad, sondern auch für Boxermotoren. Und hatte als einziger Hersteller sogar einen Diesel, der dem Prinzip der waagerecht gegenüberliegenden Zylinderpaare, die für Vibrationsarmut und flache Bauweise stehen, im Angebot. Angesichts des allgemeinen Imageverlustes des Diesels aber ist damit auch beim Outback bereits wieder Schluss. Lediglich ein Boxer-Vierzylinder-Benziner ist nun noch im Angebot, der aus 2,5 Litern Hubraum bis zu 175 PS und 235 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert. Das Triebwerk sorgt für eine souveräne Kraftentfaltung. In 10,2 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn problemlos die Spitze von 198 km/h erreichen. Wenn man aber häufig den Bleifuß aktiviert, verfällt die serienmäßige Automatik leicht in Hektik, was sich akustisch deutlich bemerkbar macht.

Im MOZ-Autotest - der Subaru Outback
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Karosserie/Ausstattung

Als noch niemand über SUV sprach, hatte Subaru schon längst Geländegänger im Angebot. Schließlich steht die japanische Marke mit den sechs Sternen vor allem für den Allradantrieb. Immerhin rollte ja 1972 bei Subaru der erste Großserien-Allrad-Pkw vom Band und die Marke ist der weltgrößte Hersteller von allradgetriebenen Autos. Das Modell Outback gibt es seit 1996, ursprünglich als Ableger der Limousine Legacy, dann als selbstständiges Fahrzeug und mittlerweile in der fünften Generation. Der höhergelegte Kombi, 4,82 Meter lang, unterstreicht optisch mit bulligen Nebelscheinwerfern und seitlicher Beplankung seine robuste Art. Platz gibt es für Insassen und Gepäck (559 Liter Kofferraum) eine Menge, also absolut familientauglich. Der Innenraum macht mit hochwertigem Kunststoff einen guten Eindruck. Das Armaturenbrett ist funktional, die Sitze sind erfreulich. Ab Werk ist der Outback bereits gut ausgestattet, etwa mit sieben Airbags, ESP, LED-Scheinwerfern, Nebelscheinwerfern, Audiosystem, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Lichtsensor, Leichtmetallfelgen, Spurhalte-, Fernlicht- und Totwinkelassistent (wobei der Spurhalteassistent zu nervös agiert), Sitzheizung vorn, automatisch abblendendem Innenspiegel, beheizbaren Außenspiegeln und fernbedienbarer Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Allrad-Traktion überzeugt natürlich nicht nur bei Eis und Schnee - und auf Waldwegen sowieso. Da punktet er zudem mit seiner Bodenfreiheit von 20 Zentimetern. Ohne Probleme bügelt der Outback Unebenheiten weg, er ist leicht beherrschbar und selbst bei straffer Kurvenfahrt erweist sich der mit 1,61 Meter eher hohe Wagen als sehr sicher. Auf glatter Straße erweist sich zudem, dass ein höhergelegter Vierrad-Kombi viel angenehmer als ein echter Geländewagen ist. Der Outback kann zudem bis zu zwei Tonnen schwere Hänger hinter sich herziehen.

Wirtschaftlichkeit

Im Gegensatz zur sonstigen SUV-Konkurrenz hat der Outback stets Allrad an Bord, womit dann laut Liste mindestens 36.900 Euro fällig werden. Der von uns gefahrene Wagen kam mit allerlei Extras dann bereits auf 41.938 Euro. Offiziell verbraucht der Wagen 7,3 Liter Super auf 100 Kilometer (166 g/km CO2), einen halben Liter mehr sollte man einkalkulieren. Subaru gewährt erfreulicherweise fünf Jahre Garantie.

Fazit

Geländegängig, praktisch, familientauglich. Ein wirklich gutes Auto, das aber seinen Preis hat.

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