Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Probefahrt
Autotest mit dem Mazda3

Schnörkelloses Design: Mazda3
Schnörkelloses Design: Mazda3 © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 11.11.2019, 14:20 Uhr - Aktualisiert 11.11.2019, 17:35
Berlin (NBR) Mazda hat in diesem Jahr bei uns bisher ein Prozent zugelegt, während der Gesamtmarkt um 3,4 Prozent wuchs. So fahren zwar etwa Mazda2 und CX-3 deutlich im Plus, der gerade erfolgte Modellwechsel beim Mazda3 macht sich aber in einem Minus bemerkbar.

Motor

Mazda geht bei den Triebwerken gern eigene Wege. So hat man immer wieder mal ein Modell mit Wankelmotor im Angebot. Das bei manchen Konkurrenten gerade modische sogenannte Downsizing, also Einsparung von Hubraum und Zylindern, macht Mazda nicht mit, stattdessen gibt es etwa hohe Verdichtung, was dem Verbrauch zugutekommen soll. Ganz neu erhältlich ist zudem ein gemeinhin Diesotto genanntes Triebwerk, das die Vorteile von Otto- und Dieselmotor zwecks Abgas- und Verbrauchsreduzierung vereint, und mal mit und mal ohne Zündkerze am Laufen gehalten wird.

Wir haben den Mazda3 für Sie getestet.
Bilderstrecke

Autotest Mazda3

Bilderstrecke öffnen

Diesen 180-PS-Motor gibt es nun auch beim Mazda3. Dazu kommen ein Zwei-Liter-Benziner mit 122 PS und ein 1,8-Liter-Diesel mit 116 PS. Der von uns gefahrene Benziner mit 213 Newtonmeter maximalem Drehmoment ist ein sogenannter Mild-Hybrid, was bedeutet: Ein Startergenerator, also ein einfacher Elektromotor, lässt nicht nur den Motor an, er kann auch ab und an den Benziner mit etwas Kraft unterstützen. Das Ganze klingt im Mazda3 sehr kultiviert. Auch wenn man 10,4 Sekunden für den Spurt von 0 auf Tempo 100 braucht und maximal auf 197 km/h kommen kann, ist das aber keine Rennmaschine. Der Wagen will mit hohen Touren zur Kraftentfaltung genötigt werden. Immerhin ist die Sechs-Gang-Schaltung knackig, da macht das Schalten Spaß.

Karosserie/Ausstattung

Mazda hat für das schnörkellose Design des Wagens bereits mehrere Preise bekommen. Wobei man sagen muss: Das Äußere des immerhin 4,46 Meter langen Golf-Gegners polarisiert – man stößt auf Begeisterung genauso wie auf Ablehnung. Unstrittig dagegen ist: Der Innenraum punktet mit überdurchschnittlicher Qualität. Alles wirkt aufgeräumt und funktional. Vorn sitzt man gut, in der zweiten Reihe geht es weniger luftig zu, was angesichts der für die Golf-Klasse großen Wagengröße überrascht. Für das Gepäck stehen 351 Liter Kofferraum zur Verfügung. Ab Werk ist der Mazda3 bereits umfassend ausgestattet. So sind stets an Bord: sieben Airbags, ESP, Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahreridentifizierung, Regensensor, Head-up-Display, Klimaanlage, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber rundum,Audio- und Navigationssystem sowie fernbedienbare Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Straff, aber trotzdem komfortabel ist das Fahrwerk ausgelegt. Die Lenkung ist schön direkt, das ergibt eine Mischung, die Dynamik ermöglicht und Spaß macht. Nur größere Bodenwellen mag der Wagen nicht so recht.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Mazda3 gibt es laut Liste (mit dem von uns gefahrenen Benziner) erst für 23.290 Euro. Für die Golf-Klasse als Startpreis nicht gerade wenig, dafür ist die Ausstattung üppig. Der Benziner verbraucht offiziell 5,2 Liter Super (119 g/km CO2), einen Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Ein echter Hingucker, der zeigt, dass man auch in der Golf-Klasse eigene Wege gehen kann – nicht nur beim Design, sondern auch bei den Triebwerken.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG