Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Opel Corsa
Neues Blitz-Modell "so deutsch wie nie"

Gut in Form: Neuer Opel Corsa
Gut in Form: Neuer Opel Corsa © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 17.11.2019, 15:36 Uhr - Aktualisiert 17.11.2019, 15:53
Berlin Bei Opel blüht gerade der Optimismus. Nach fast zwei Jahrzehnten der Verluste hat es die deutsche Traditionsmarke in die Gewinnzone geschafft - unter dem wachsamen Augen der neuen französischen Mutter PSA. So tragen neue Blitz-Modelle nun auch französische Technikgene in sich. Opel-Chef Michael Lohscheller betont aber trotzdem: "Unsere Marke war noch nie so deutsch." Dafür stehe gerade auch der neue, für Opel so wichtige Corsa.

Die sechste Generation des seit 37 Jahren produzierten Kleinwagens war schon in weiten Teilen auf Grundlage amerikanischer General-Motors-Technik entwickelt, als der Verkauf an die Franzosen erfolgte und man noch einmal von vorn anfing. So steckt manches, was auch der neue Peugeot 208 unter der Haube und anderswo hat, im neuen Corsa. Ansehen allerdings tut man das dem Wagen nicht. Stichwort ansehen: Das Design ist deutlich gelungener als beim Vorgänger. Der um vier Zentimeter in der Länge auf 4,06 Meter gewachsene Corsa macht mit seiner längeren Motorhaube und seiner schicken C-Säule einen wirklich guten Eindruck. Dazu gibt es mehr Platz für Passagiere (wenn auch in der zweiten Reihe ein Kleinwagen ein Kleinwagen bleibt) und einen um 24 Liter nun auf sehr ordentliche 309 Liter gewachsenen Kofferraum sowie ein Verarbeitungsniveau, das laut Lohscheller sofort klar machen soll: "Das ist deutsche Qualität." Und tatsächlich sieht das Innere gut aus und fasst sich gut an. Vom Band läuft der Corsa dabei übrigens im spanischen Saragossa - die Produktion wurde vom König höchstselbst gestartet. Auf demselben Band werden alle Antriebe verbaut, je nach Nachfrage.

Als Antrieb stehen drei Benziner (75/100/130 PS) zur Wahl, alles Dreizylinder, sowie ein Diesel (102 PS). Letzterer wird damit erklärt, dass in Märkten wie in Italien, Spanien und Portugal der Diesel im Gegensatz zu Deutschland noch immer gern gekauft werde. Wobei der Selbstzünder auch wirklich keine schlechte Wahl ist. Schließlich mobilisiert der Vierzylinder aus 1,5 Litern Hubraum bis zu 250 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das reicht, um den um 108 Kilogramm auf 980 Kilogramm abgespeckten Corsa in 10,2 Sekunden von 0 auf Tempo 100 zu beschleunigen und auf der Autobahn 188 km/h zu erreichen. Deutlich flotter geht das dann aber noch mit dem größten Benziner, der nur 8,7 Sekunden auf Tempo 100 braucht und bis zu 208 km/h erreicht. Der Turbo-Dreizylinder macht beim Beschleunigen schon akustisch auf sich aufmerksam, ist aber stets willig. Dabei hilft die hier serienmäßige Acht-Stufen-Automatik, die einen schönen Schalthebel hat.

Obwohl Opel zusammen mit Jürgen Klopp schon kräftig die Werbetrommel für den elektrischen Corsa rührt, gibt es den erst ab kommendem Frühjahr zu kaufen - für 29.900 Euro. Der Opel-Chef freut sich denn auch über die von der Bundesregierung auf 6000 Euro erhöhte Kaufprämie. Das werde den Wagen, der eine Reichweite von 337 Kilometern haben soll, attraktiv machen. Deutlich teurer als ein "normaler" Corsa bleibt der Stromer trotzdem. Denn als 75-PS-Benziner gibt es den Verbrenner ab sofort beim Händler bereits ab 13.990 Euro, da allerdings zwar mit Fußgänger-, Müdigkeits- und Verkehrsschilderkennung sowie Spurhalteassistent, aber ohne Klimaanlage. Der Diesel startet, besser ausgestattet, bei 19.350 Euro. Den stärksten Motor bekommt man nur mit maximaler Ausstattung - und dann landet man bei 23.340 Euro.

Sehr gelungen ist übrigens auch das Fahrwerk - straff und trotzdem komfortabel, zusammen mit den Kleinwagenmaßen ergibt das eine Mischung, die jede Kurve zur Freude macht.

So gerüstet, soll der Corsa den bisher produzierten 13,7 Millionen Blitz-Kleinwagen möglichst schnell möglichst viele Exemplare hinzufügen. Gas gibt Opel dabei nicht nur beim Corsa, sondern generell bei der Elektromobilität. Bis 2024 sollen alle Opel-Modelle auch in einer batterieelektrischen Variante erhältlich sein. Ab 2024 könnte Opel denn also einer reinen Strom-Marke werden, so Chef Michael Lohscheller. "Wenn die Kunden das denn wollen." Hajo Zenker

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG