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Probefahrt
Autotest Suzuki Jimny

Fröhlich-frecher Geselle: Suzuki Jimny
Fröhlich-frecher Geselle: Suzuki Jimny © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 18.11.2019, 15:19 Uhr - Aktualisiert 19.11.2019, 11:59
Berlin (NBR) Suzuki muss bisher bei uns ein Zulassungsminus von 1,3 Prozent verbuchen, während der Gesamtmarkt um 3,4 Prozent zulegte. So fahren Baleno, Ingnis und SX4 im Minus, während sich Swift und Vitara besser als im Vorjahr verkaufen. Großer Gewinner ist aber der neue Jimny, der sehr gut ankommt.

Motor

Beim Jimny braucht man über die Motorisierung nicht nachzudenken: Es gibt nur einen 1,5-Liter-Benziner. Der bringt es auf bis zu 102 PS und 130 Newtonmeter maximales Drehmoment (aber erst bei 4000 Umdrehungen). Damit kann der Suzuki natürlich nicht zum Rennwagen werden. Aber es reicht bei kernigem Ton für den Spurt von 0 auf Tempo 100 in 12,8 Sekunden und eine Spitze von 145 Stundenkilometern. Fünf Gänge bei der Handschaltung sind trotzdem zu wenig.

Karosserie/Ausstattung

Nach 20 Jahren hat Suzuki dem Jimny eine echte Neuauflage spendiert. Und die sieht um Längen besser aus als der Vorgänger, kommt sie doch nicht mehr so unauffällig daher, sondern nimmt trotz seiner kurzen Gestalt optische Anleihen bei Geländewagen-Klassikern wie Jeep und Mercedes G-Klasse. Dazu kommen bunte Farben, die man wählen kann. Das gefällt. Im Inneren des 3,65 Meter kurzen Wagens merkt man den spitzen Bleistift, etwa angesichts vieler lackierter Blechteile und einfachen Kunststoffs. Funktional ist das allerdings. Und vorn sitzt man in dem Viersitzer durchaus gut. Von einem Kofferraum kann man nicht wirklich reden bei gerade 85 Liter. Klappt man die hinteren Sitzlehnen um, werden daraus immerhin 377 Liter. Besonders gut nutzbar sind die wegen der Bauweise aber nicht. Serienmäßig an Bord hat der Jimny sechs Airbags, ESP, Klima, Fensterheber vorn, Tempomat, Nebelscheinwerfer, Radio, Sitzheizung vorn sowie Assistenten für Müdigkeit, Halten der Spur, Fernlicht und Verkehrszeichenerkennung.

Fahrverhalten

Fröhlich hoppelt der Jimny über schlechte Straßen. Und auch die Kurvenneigung ist nicht ohne. Dafür ist der Jimny mit Leiterrahmen, Starrachsen, kurzen Überhängen, 21 Zentimetern Bodenfreiheit und natürlich (zuschaltbarem) Allrad ein echter Geländewagen und nicht so ein grässlicher Möchtegern. Im Gelände ist der Jimny ein echter Könner. Die Bremsen sollten allerdings bissiger sein und die Lenkung direkter.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Jimny gibt es ab 17.915 Euro. Nach Norm verbraucht der Wagen 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer (154 g/km CO2), mit einem Liter mehr sollte man rechnen.

Fazit

Fröhlich, frech, kantig, spartanisch, geländegängig - der Jimny ist ein Kontrastprogramm zur gängigen SUV-Ware. Und dabei günstig. Das lässt einen die Schwächen (fast) vergessen.

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