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Autotest VW Passat Variant

Der Klassiker: VW Passat Variant
Der Klassiker: VW Passat Variant © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 08.01.2020, 11:51 Uhr - Aktualisiert 08.01.2020, 14:14
Berlin (MOZ) Die Wolfsburger Stammmarke Volkswagen hat im vergangenen Jahr auf dem Heimatmarkt um 3,7 Prozent beim Neuwagenabsatz zulegen können – und damit etwas weniger als der Gesamtmarkt, der auf ein Plus von glatt fünf Prozent kam. Bei VW liegen Klassiker wie Polo, Golf und Passat im Minus, während etwa T-Roc, Tiguan oder Touareg Zuwächse verbuchen konnten.

Motor

Für den aktuellen Passat stehen zwei Benziner und drei Diesel zur Verfügung. Dazu kommt dann noch der GTE getaufte Plug-in-Hybrid, der Benziner und Elektromotor vereint und für eine Systemleistung von 218 PS sorgt. Insgesamt ergibt sich für den Passat eine Leistungspalette von 120 PS bis 272 PS. Das von uns gefahrene Spitzentriebwerk holt seine 272 PS und 350 Newtonmeter maximales Drehmoment aus zwei Litern Hubraum eines Vierzylinder-Ottomotors. Das sorgt, unterstützt von der hier serienmäßigen Automatik, für einen respektablen Sprint von 0 auf Tempo 100 in 5,8 Sekunden und 250 km/h auf der Autobahn. Dies alles unaufgeregt und kultiviert im Ton.

Die Wolfsburger Stammmarke Volkswagen hat im vergangenen Jahr auf dem Heimatmarkt um 3,7 Prozent beim Neuwagenabsatz zulegen können – und damit etwas weniger als der Gesamtmarkt, der auf ein Plus von glatt fünf Prozent kam. Bei VW liegen Klassiker wie Polo, Golf und Passat im Minus, während etwa T-Roc, Tiguan oder Touareg Zuwächse verbuchen konnten.
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Karosserie/Ausstattung

Was soll man über einen Passat Variant eigentlich sagen? Schließlich ist er der klassische deutsche Kombi. Millionenfach erprobt von Familien genauso wie von Dienstwagenfahrern. Und natürlich bleibt ein Passat ein Passat. An solch einem Erfolgsrezept darf man nicht rütteln. Fakt aber ist: Weit schicker als früher ist der Passat geworden, der Premium-Anspruch wird sehr deutlich. Hat sich VW doch umfassend bemüht, das einst überaus zurückhaltend gezeichnete, aber zugleich in bisher sechs Generationen (seit 1973) sehr erfolgreiche Mittelklasse-Mobil mit dem Facelift noch dynamischer zu gestalten: Etwa durch eine selbstbewusste Front. Auch der Innenraum des mittlerweile 4,89 Meter langen Wagens erfüllt in Sachen Materialien, Verarbeitung und Funktionalität höchste Ansprüche. Ein Familienfreund und Lademeister ist er trotz seiner teuren Anmutung noch immer, schließlich bietet er angenehm viel Platz für die Insassen und satte 650 Liter Kofferraumvolumen. Ab Werk gibt es ESP, sechs Airbags, Berganfahrhilfe, Klima, Radio, beheizbare Außenspiegel, fernbedienbare Fernbedienung und Assistenten für eine Notbremsung und das Erkennen der Müdigkeit. Natürlich sind gegen Aufpreis beziehungsweise in den höheren Ausstattungsvarianten noch diverse andere Helferlein möglich, etwa zum automatischen Halten der Distanz, zum Parken oder Halten der Spur.

Fahrverhalten

Der Passat hat grundsätzlich ein wahrlich ausgewogenes Fahrwerk und liegt satt auf der Straße. Der bei dem von uns gefahrenen größten Motor serienmäßige Allradantrieb bürgt zusätzlich dafür, dass die Kraft auch wirklich problemlos auf den Asphalt kommt. Und sorgt durch die besonders hohe Traktion für ein besonders sicheres Fahrgefühl. Wer in einer Gegend mit schlechten Straßen wohnt, kann sich übrigens auch für ein Schlechtwegefahrwerk (605 Euro) mit erhöhter Bodenfreiheit sowie Unterschutz entscheiden.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Passat Variant gibt es ab 35.825 Euro – für das 120-PS-Dieselmodell.

Den von uns gefahrenen Passat mit der 272-PS-Spitzenmotorisierung bekommt man nur zusammen mit der besten Ausstattungsvariante – das ergibt dann laut Liste bereits 51.735 Euro. Mit diversen Extras wie etwa Massagesitzen, Head-up-Display, drei zusätzlichen Airbags und beheizbaren Rücksitzen kam unser Testwagen schließlich auf 69.405 Euro – ein stolzer Preis für einen Mittelklasse-Kombi. Nach Norm verbraucht das Triebwerk 7,1 Liter Super auf 100 Kilometer (163 g/km CO2), im wahren Leben sollte man einen Liter mehr einkalkulieren.

Fazit

Nein, der Kombi ist nicht tot, SUV-Boom hin oder her. Das Raumangebot für Passagiere und Gepäck überzeugt einfach zu sehr, wofür der aktuelle Passat Variant ein großartiges Beispiel ist. Bei VW kommt dann noch die Premiumqualität hinzu – die den Passat Variant allerdings auch preislich weit nach oben befördert hat.

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