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Opel Grandland X
Bestseller wird elektrisch

Der Grandland X als Stromer.
Der Grandland X als Stromer. © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 19.01.2020, 13:35 Uhr - Aktualisiert 19.01.2020, 13:56
Berlin Nun wird auch Opel elektrisch. Bevor in wenigen Wochen der Corsa als reiner Stromer anrollt, steht ab sofort die Hybrid-Variante des überaus erfolgreichen Kompakt-SUV Grandland X beim Händler. Das Modell mit Verbrenner hat es im vergangenen Jahr bei uns auf ein Plus von satten 25 Prozent geschafft und damit verhindert, dass das Opel-Minus bei den Zulassungen auf dem Heimatmarkt von fünf Prozent noch größer wurde. Der Grandland X Hybrid4 nun kombiniert einen Benziner und zwei Elektromotoren. Das macht den Wagen nicht nur zum Allradfahrzeug, es sorgt auch für eine satte Systemleistung von 300 PS und 520 Newtonmetern maximalem Drehmoment. Und das steht nicht nur im Datenblatt. Der 4,48 Meter lange Wagen mit den typischen SUV-Vorteilen für Insassen und Gepäck geht wirklich ab. Zunächst übrigens immer rein elektrisch. Opel gibt für eine voll aufgeladene Batterie 59 Kilometer an, die man ausschließlich elektrisch fahren kann, was für die allermeisten Pendler bedeute, auf Benzin komplett verzichten zu können. Wir kamen auf 35 Kilometer, bis sich der Verbrenner zuschaltete.

Das ist alles völlig unproblematisch, auch wenn man sich zunächst etwas daran gewöhnen muss, dass plötzlich ein typisches Benzinergeräusch beim Vortrieb zu hören ist. Fakt ist, dass das Ganze problemlos und überzeugend funktioniert. Welche Achse da gerade angetrieben wird, ob man durch Bremsen elektrische Energie zurückgewinnt, all das lässt sich im Armaturenbrett gut verfolgen. Und man kann den eigenen Fahrstil daran ausrichten. Übrigens: Ist man rein elektrisch unterwegs, leuchtet eine LED am Innenspiegel - das soll für den Fall, dass Metropolen in absehbarer Zeit nur noch Stromern die Einfahrt in die Innenstadt erlauben, zeigen, dass der Hybrid tatsächlich nicht im Spritbetrieb unterwegs ist.

Stichwort Kraftstoff: Wer ohne Benzin auskommen will, muss laden. An einer normalen Haushaltssteckdose braucht der Plug-in-Hybrid von 0 auf 100 Prozent sieben Stunden. Mit einer Wallbox, für deren Installation Opel Fachkräfte vermittelt, werden daraus weniger als zwei Stunden.

Den günstigsten Grandland X (mit 130 Benziner-PS und weniger Ausstattung) gibt es für 27.500 Euro. Der deutlich stärkere und deutlich besser ausgestattete Hybrid4 startet bei 51.165 Euro. Opel verweist darauf, dass man bei 30.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr 2000 Euro weniger Energiekosten als beim Verbrenner habe, zudem 3750 Euro E-Prämie vom Staat bekomme und als Dienstwagen die Hälfte im Vergleich zu einem Verbrenner versteuern müsse. Trotzdem ist die Elektromobilität noch immer nicht gerade billig. Aber Spaß macht sie definitiv.

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