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Probefahrt
Autotest Mazda CX-30

Hajo Zenker / 20.02.2020, 11:11 Uhr - Aktualisiert 20.02.2020, 13:29
Berlin (MOZ) Mazda hat 2019 bei uns um 6,3 Prozent zugelegt (Gesamtmarkt: 5,0) und konnte damit das siebente Jahr in Folge in Deutschland Wachstum verbuchen. Wie auch bei anderen Marken schnitten die SUV-Modelle dabei besonders gut ab. Der Mazda CX-3 und der CX-5, beide mit rund 19.000 Zulassungen, und der erst im September 2019 neu eingeführte Mazda CX-30 mit 3300 Exemplaren machten zusammen deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtzulassungen aus. Im Januar dieses Jahres gab es aber erst einmal einen Dämpfer – nämlich ein Minus von 36,9 Prozent (Gesamtmarkt: -7,3). Was aber nicht am CX-30 lag, der mit weitem Abstand der meistverkaufte Mazda war.

Motor

Mittlerweile stehen drei Benziner und ein Diesel zur Verfügung. Das ergibt eine Leistungspalette von 116 PS bis 180 PS. Wobei das stärkste Triebwerk die Besonderheit hat, kein konventioneller Benziner, sondern quasi eine Mischung aus Benziner und Diesel zu sein – der "Diesotto" kann die Verbrennung wie ein Diesel mittels Kompression und wie ein Benziner per Zündkerze einleiten. Das solleinen Benzinmotor mit dem Verbrauch eines Diesels bedeuten. Mit dem von uns gefahrenen kleinsten Benziner, der von einem kleinen Elektromotor unterstützt wird und ansonsten aus zwei Litern Hubraum von vier Zylindern bis zu 122 PS und 213 Newtonmeter maximales Drehmoment holt, ist man eher relaxt unterwegs. Ein Flitzer wird dieser CX-30 auch bei angestrengtem Treten auf das Gaspedal und häufiger Benutzung der knackigen Sechs-Gang-Schaltung nämlich nicht.Also lieber entspannt bleiben, dann reicht das kultiviert klingende Triebwerk für den Wagen durchaus aus und liefert volle Alltagstauglichkeit. Den Spurt von 0 auf Tempo 100 kann man in 10,6 Sekunden bewältigen, auf der Autobahn sind 186 km/h drin.

Karosserie/Ausstattung

Aktuelle Mazda-Modelle sehen grundsätzlich attraktiv aus, der CX-30 ist optisch noch besonders gelungen – nämlich dynamisch und elegant zugleich. Da SUV gerade so gut laufen, fand auch Mazda noch eine Lücke im Programm und positioniert den CX-30 mit 4,40 Metern Länge zwischen den erfolgreichen Modellen CX-3 und den CX-5 – womit der Wagen eigentlich CX-4 heißen könnte. Zumindest hierzulande - in China gibt nämlich bereits einen (deutlich größeren) Mazda CX-4. Auch der Innenraum überzeugt in Funktionalität und Qualität. Etwas merkwürdig wirkt lediglich das Display des Infotainmentsystems, das recht breit, aber nicht sehr hoch geraten und zudem kein Touchscreen ist. Die Platzverhältnisse sind für ein Auto dieser Größe ordentlich, nur wirklich groß Gewachsene dürften sich in der zweiten Reihe weniger wohl fühlen. Der Kofferraum ist mit 430 Litern ok. Ab Werk gibt es unter anderem sieben Airbags, Abstandstempomat, Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung, Klima, Fensterheber rundum, Audiosystem, Leichtmetallfelgen, beheizbare Außenspiegel, Einparkhilfe (hinten), Licht- und Regensensor, Voll-LED-Scheinwerfer mit Reinigungsanlage sowie fernbedienbare Zentralverriegelung.

Fahrwerk

Das Fahrwerk ist zugleich straff und komfortabel, die Lenkung ist präzise – das sorgt für eine erfreulich dynamische Fahrweise.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen CX-30 gibt es (mit dem von uns gefahrenen kleinsten Benziner) ab 24.790 Euro. Wer sich dazu Allrad gönnen will, startet bei 27.290 Euro. Als Fronttriebler beträgt der offizielle Verbrauch 5,1 Liter Super auf 100 Kilometer (116 g/km CO2), anderthalb Liter mehr sollte man im wahren Leben einkalkulieren.

Fazit

Kompakt-SUV liegen im Trend. Aus dem mittlerweile breiten Sortiment sticht der Mazda CX-30 besonders mit Aussehen, Qualität und Serienausstattung hervor – so sieht ein Erfolgsmodell aus. Hajo Zenker

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