Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Subaru Forester
Boxer unter Strom

Der neue Forester macht nach wie vor auch im Gelände eine gute Figur.
Der neue Forester macht nach wie vor auch im Gelände eine gute Figur. © Foto: Hersteller
Wolfgang Brekeller / 26.02.2020, 14:24 Uhr
Frankfurt (Oder) Auch kleine Importeure wie Subaru Deutschland, die im vergangenen Jahr hierzulande weniger als 6000 Autos verkaufen konnten, kommen an der Elektrifizierung der Antriebe nicht vorbei. Kein Zufall, dass der Forester als erstes Auto des japanischen Allradspezialisten in Deutschland mit einem Hybridantrieb aufwartet. Der kompakte Geländewagen, der zu den wenigen SUVs (neudeutsch: Sport Utility Vehicles) zählt, die nicht nur für den kurzen Abstecher vom Boulevard zum Baggersee taugen, ist neben dem kleineren Bruder XVder meistverkaufte Subaru.

Und mit seiner Elekrifizierung geht eine komplette Runderneuerung einher. Die Preise beginnen bei 34.990 Euro, wobei schon die Serienausstattung desBasismodells nur wenige Wünsche offen lässt. Stets mit an Bord sind unter anderem LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, Zweizonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera und Audiosystem mit Acht-Zoll-Touchscreen sowie diverse Fahrer-Assistenzsysteme von der autonomen Notbremse über den Spurhalter bis hin zum Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrswarner.

Subaru spricht zwar von einem Mildhybrid, doch kann der sogenannte e-Boxer den leer knapp 1,7 Tonnen schweren Fünftürer auch ein gutes Stück rein elektrisch fortbewegen: Immerhin rund 1,6 Kilometer, aber nicht schneller als 40 km/h, sonst schaltet sich der Benziner zu. Weil der 16,7PS starke Elektromotor zur Unterstützung des optimierten Vierzylinder-Boxers (2,0 Liter/150 PS) in das stufenlose Automatikgetriebe (Lineartronic) integriert wurde, wahrt auch der neue Forester das Alleinstellungsmerkmal des Subaru-Allradsystems: Die absolute Symmetrie des Antriebsstrangs. Alles ist genau entlang der Fahrzeugmittelachse platziert – vom vorne längs eingebauten Boxermotor bis hin zum Hinterachsdifferenzial. Das sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und mithin beste Traktion.

Weil auch die 13,5 kWh große Lithium-Ionen-Batterie samt Lade- und Steuerungselektronik flach über der Hinterachse platziert wurde, hat sich der Schwerpunkt des neuen Forester, der ohnehin etwas niedriger baut als der alte, weiter abgesenkt. Damit gibt es, wie sich bei ersten Testfahrten zeigte, für diesen SUV kaum ein Ende im Gelände. Vor allem beim Kraxeln mit niedrigem Tempo setzen sich die zusätzlichen 66 Newtonmeter Drehmoment des Elektromotors kraftvoll in Szene. Auf der Landstraße indes, wo die hochbeinige Fuhre nahezu ungerührt im Aufbau auch durch engste Kurven zieht, macht das Doppelherz spürbar mehr Druck in allen Drehzahllagen. So erhöht der Hybridantrieb nicht nur den Fahrspaß und den Antriebskomfort, sondern er verringert zugleich auch den Spritverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen – auf durchschnittlich 6,7 Literbzw. 154 g/km.

Der neue Forester beschleunigtin 11,8 Sekunden bis auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h. Die nunmehr 5. Generation des hochbeinigen Japaners mit üppigen 22 Zentimetern Bodenfreiheit steht auf einer neuen Plattform, die für mehr Platz und dank enorm erhöhter Steifigkeit der Karosserie auch für mehr Sicherheit sorgt. Der Neuling hat in der Länge (jetzt 4,63 Meter), Breite und nicht zuletzt auch im Radstand leicht zugelegt, was vor allem die Platzverhältnisse für die Passagiere im Fond verbessert, ohne den Kofferraum einzuengen. Der schluckt mit 509 Litern sogar etwas mehr als zuvor und wartet auf Wunsch nun auch mit einem zeitgemäß flinken Elektroantrieb für die große Heckklappe auf.

Deutlich verfeinert und technisch aufgewertet hat Subaru auch das Interieur. In das Infotainmentsystem mit acht Zoll großem Touchscreen lassen sich jetzt auch Smartphones beider Betriebssysteme integrieren. Ganz neu auch das sogenannte Driver Monitoring System, das unterschiedliche Fahrer erkennt und die jeweils passende Einstellungdes Sitzes und der Außenspiegel übernimmt. Wolfgang Brekeller

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG