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Probefahrt
Autotest Audi Q3 Sportback

Sportlich und elegant: Audi Q3 Sportback
Sportlich und elegant: Audi Q3 Sportback © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 05.03.2020, 10:37 Uhr
Berlin Im vergangenen Jahr lag Audi auf dem Heimatmarkt mit 4,7 Prozent Zuwachs nur leicht unter dem Gesamtmarkt (plus 5,0 Prozent). Während A3, A4, A8 oder Q7 im Minus waren, konnten A1, A6 und Q5 zulegen. Vor allem aber der Q3 entwickelte sich zum Erfolgsmodell – und bringt es bereits auf Platz 4 in der Audi-Verkaufshitliste. Mit dem Q3 Sportback soll das nun noch besser werden. Die ersten beiden Monate dieses Jahres waren allerdings für Audi (minus zehn Prozent) und den Gesamtmarkt (minus neun Prozent) gleichermaßen unerfreulich.

Motor

Drei Benziner und zwei Diesel stehen derzeit für den Q3 Sportback zur Verfügung, das ergibt eine Leistungspalette von 150 PS bis 230 PS. Der von uns gefahrene 230-PS-Benziner holt aus den zwei Litern Hubraum des Vierzylinders immerhin 350 Newtonmeter maximales Drehmoment (bereits ab 1500 Umdrehungen). Kein Wunder, dass man stets flott vom Fleck kommt. In sechseinhalb Sekunden ist der Spurt von 0 auf Tempo 100 möglich. Auf der Autobahn beträgt die Spitze 233 Stundenkilometer. Eine wahrlich souveräne Motorisierung. Dazu passt die bei diesem Motor serienmäßige Sieben-Gang-Automatik sehr gut.

Karosserie/Ausstattung

Bei der Coupé-Variante des erfolgreichen Kompakt-SUV Q3 hat Audi nicht einfach nur das Dach nach hinten abfallend gestaltet. Seitenlinie, Heckklappe, Türen wurden verändert, auffallende seitliche Lufteinlässe eingearbeitet – das macht den Wagen eindeutig eleganter und zugleich sportlicher als den normalen Q3. Das muss aber auch mit etwas weniger Kopffreiheit in Reihe 2 erkauft werden, was auf der verschiebbaren Rückbank jedoch nur wirklich groß Gewachsene stören dürfte. Ansonsten stimmt das Raumangebot für ein 4,50 Meter langes Fahrzeug. Auch 530 Liter Kofferraum sind nun wirklich in Ordnung. Der Innenraum ist ansonsten ganz Q3, mit der Perfektion in Materialauswahl und Verarbeitung, die man von Audi erwarten kann. Zudem ist vieles in der Bedienung so digital, wie man das heute bei einem neuen Modell erwarten muss. Ab Werk gibt es sechs Airbags (Seitenairbags hinten kosten 350 Euro zusätzlich), ESP, Berganfahrhilfe, Notbremsassistent, Licht- und Regensensor, Tempomat, Klima, beheizbare Außenspiegel, Aluräder, Spurwechselwarner und fernbedienbare Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Allradantrieb ist bei diesem Triebwerk Serie, Traktion damit garantiert. Das serienmäßige Sportfahrwerk zeigt sich dynamisch, die Lenkung ist präzise, die Bremsen sind bissig. Das macht Spaß. Im Übrigen lässt sich die Fahrwerksabstimmung ebenfalls serienmäßig noch elektronisch feinjustieren.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Q3 Sportback gibt es ab 36.000 Euro, das sind 1600 Euro mehr als beim normalen Q3, der allerdings auch weniger Ausstattung an Bord hat. Der von uns gefahrene 230-PS-Benziner startet bei 48.400 Euro. Mit allerlei Zusatzausrüstung, wie diversen Assistenten, Drei-Zonen-Klimatisierung oder Premium-Sound-System, beträgt der Endpreis des Testwagens dann aber 71.355 Euro. Das ist wirklich heftig. Der offizielle Verbrauch von 7,3 Liter Super auf 100 Kilometer (166 g/km CO2) liegt recht nah an der Wirklichkeit.

Fazit

Eindeutig der schönere Q3: Der Sportback sieht einfach Klasse aus – und fährt sich auch so. Die Preisgestaltung ist allerdings ambitioniert.

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