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Toyota Verso
Haben was auf dem Kasten

Zwei neue Hochdachkombis von Toyota.
Zwei neue Hochdachkombis von Toyota. © Foto: Hersteller
Wolfgang Brekeller / 12.03.2020, 10:58 Uhr
Frankfurt (Oder) Bei aller Aufmerksamkeit für den nach wie vor boomenden Markt der SUVs (Sport Utility Vehicles) wird bisweilen übersehen, dass es da noch ein vergleichsweise unauffälliges Fahrzeugsegment gibt, das ebenfalls in stetigem Wachstum begriffen ist: Kleinst- und Kleintransporter für Handwerk und Gewerbe und deren Van-Versionen für Familie und Freizeit – sogenannte Hochdachkombis. Besonders breit aufgestellt ist da der französische PSA-Konzern (Peugeot/Citroen/Opel), mit dem Toyota kooperiert. Und so gesellt sich zum Peugeot Rifter, Citroen Berlingo und Opel Combo ab April der Toyota Proace City Verso. Die Preise für die Nutzfahrzeugversion (Kastenwagen) beginnen bei16.500 Euro (netto), die der Familienkutschebei 20.660 Euro (brutto).

Wie bei den PSA-Drillingen gibt es auch bei Toyota Versionen mit zwei unterschiedlichen Außenlängen (4,40/4,75 Meter) und Radständen sowie mit einer oder zwei Schiebetüren für den Fond. Und die haben was auf dem Kasten. In beide Modelle passen zwei Europaletten oder sieben Sitze in drei Reihen. Die maximale Zuladung darf bis zu einer Tonne betragen undbeide können bis zu 1,5 Tonnen Anhängelast an den Haken nehmen – alles neue Bestwerte im Segment. Wer sich für die Kurzversion mit sieben Sitzen entscheidet und die auch nutzt, der muss sich trotz vieler Ablagen unter anderem auch im Fahrzeugboden beim Reisegepäck allerdings sehr einschränken. Der Kofferraum schluckt dann nur noch 65 Liter. Werden die beiden Sitze der dritten Reihe ausgebaut, sind es dagegen üppige 571 Liter (322-806 Liter bei der Langversion). Für die zweite Reihe gibt es statt einer Bank auch drei Einzelsitze, die alle über Isofix-Verankerungen für Kindersitze verfügen. Sehr praktisch auch die höhenverstellbare Kofferraumabdeckung, die selbst schwerem Gepäck (bis 25 Kilogramm) standhält. Dieser zusätzliche Stauraum ist kinderleicht nutzbar, weil sich das Fenster in der großen Heckklappe separat öffnen lässt.

Die Motorisierung umfasst zwei Turbobenziner (1,2-Liter;110/130 PS) und drei 1,5-Liter-Turbodiesel mit 75, 102 und 130 PS. Die jeweils stärksten Motoren können statt mit Fünf- bzw. Sechsgang-Handschalter auch mit einer Achtgang-Automatik geordert werden. Die macht den von uns gefahrenen langen Proace City Verso im Verbund mit dem 130-PS-Selbstzünder zu einem ebenso spritzigen wie komfortablen Reisemobil. Der Diesel sorgt mit bulligen 300 Newtonmetern quasi schon ab Standgas für souveränen Vortrieb bei gut gedämmter Geräuschkulisse, die Automatik wechselt die Gänge blitzschnell mit kaum spürbarer Kraftunterbrechung. Normverbrauch: 4,3 bis 4,6 Liter. Auch gut: Die Benziner sollen sich im Schnitt mit 4,8 bis 5,4Litern Super zufrieden geben.

Unser Testwagen hatte so ziemlich alles an Bord, was Toyota in der Caddy-Klasse (der VW ist Marktführer im Segment) zu bieten hat. Das überrascht, denn von der Nutzfahrzeug-Herkunft ist in diesem Auto so gut wie nichts zu spüren. Fahrer-Assistenzsysteme zum Beispiel treten in Kompaniestärke an, darunter Totwinkel-, Müdigkeits- und Spurwarner, Abstandstempomat, autonome Notbremse, Beladungssensor, Head-up-Display und Parkpilot. Wer mit dem City Verso zum Camping aufbricht, nachdem er sich aus dem umfangreichen Zubehörangebot etwa das wetter- und fahrzeugfeste Hartschalen-Dachzelt Columbus gegönnt hat (3069 Euro), der muss unbefestigte Fahrbahnen nicht fürchten. Dafür gibt es Toyotas Traction-Select-System, das mit vier unterschiedlichen Fahrmodi für sicheres Vorankommen auch abseits von Asphalt sorgt. Wolfgang Brekeller

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