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Probefahrt
Autotest Opel Corsa

Jetzt immer ein Fünftürer: Opel Corsa
Jetzt immer ein Fünftürer: Opel Corsa © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 14.04.2020, 15:50 Uhr - Aktualisiert 14.04.2020, 16:50
Berlin (MOZ) Seit die Opel-Mutter PSA aus Frankreich heißt, ist die Blitz-Marke in Sachen Sanierung gut vorangekommen. Nach fast zwei Jahrzehnten der Verluste hatte es die deutsche Traditionsmarke 2019 endlich wieder deutlich in die Gewinnzone geschafft. Corona hat aber auch den Opel-Absatz hart getroffen: Ein Minus von 34,1 Prozent steht auf dem Heimatmarkt in diesem Jahr bisher zu Buche. Selbst der neue Corsa fährt im Minus, bleibt aber mit Abstand das meistverkaufte Opel-Modell.

Motor

Als Antrieb stehen drei Benziner (75/100/130 PS) zur Wahl, alles Dreizylinder, sowie ein Diesel (102 PS). Letzterer wird damit erklärt, dass in Märkten wie in Italien, Spanien und Portugal der Diesel im Gegensatz zu Deutschland noch immer gern gekauft werde. Zudem ist neuerdings der rein elektrische Corsa mit 136 PS erhältlich. Der von uns gefahrene mittlere Benziner holt, etwas knurrig im Ton, seine Kraft von 100 PS und 205 Newtonmeter maximalem Drehmoment aus 1,2 Litern Hubraum. Das bringt den Wagen in knapp zehn Sekunden von 0 auf Tempo 100. Auf der Autobahn sind 194 Stundenkilometer möglich.

Neues Design und jetzt immer ein Fünftürer.
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Wir haben den Opel Corsa getestet

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Karosserie/Ausstattung

Für Opel ist der Corsa sehr wichtig. Entsprechend muss er unbedingt erfolgreich sein. Die sechste Generation des seit 1982 produzierten Kleinwagens war schon in weiten Teilen auf Grundlage amerikanischer General-Motors-Technik entwickelt, als der Verkauf von Opel an die Franzosen von PSA erfolgte und man noch einmal von vorn anfing. So steckt manches, was auch der aktuelle Peugeot 208 unter der Haube und anderswo hat, im neuen, stets fünftürigen Corsa. Ansehen allerdings tut man das dem Wagen kaum. Stichwort ansehen: Das Design ist deutlich gelungener als beim Vorgänger. Der um vier Zentimeter in der Länge auf 4,06 Meter gewachsene Corsa macht mit seiner längeren Motorhaube und seiner schicken C-Säule einen wirklich guten, erwachsenen, dynamischen Eindruck. Dazu gibt es mehr Platz für Passagiere (wenn auch in der zweiten Reihe ein Kleinwagen ein Kleinwagen bleibt und für Erwachsene wenig empfehlenswert ist) und einen um 24 Liter nun auf annehmbare 309 Liter gewachsenen Kofferraum sowie ein deutlich gestiegenes Verarbeitungsniveau. Das Innere des übrigens im spanischen Saragossa produzierten Wagens sieht gut aus und fasst sich gut an. Alles ist typische Funktionalität a la Opel - von französischen Verspieltheiten keine Spur. Ab Werk hat der Basis-Corsa zwar neben sechs Airbags, ESP, Radio, beheizbaren Außenspiegeln, Fensterhebern vorn und Tempomat auch Fußgänger-, Müdigkeits- und Verkehrsschilderkennung sowie Spurhalteassistent, aber keine Klimaanlage.

Fahrverhalten

Sehr gelungen ist auch das Fahrwerk - straff und trotzdem komfortabel, zusammen mit den Kleinwagenmaßen ergibt das eine Mischung, die jede Kurve zur Freude macht.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Corsa gibt es mit 75 PS ab 13.990 Euro. Mit dem von uns gefahrenen 100-PS-Benziner startet man bereits bei 17.530 Euro. Offiziell verbraucht man damit 4,2 Liter Super auf 100 Kilometer (96 g/km CO2), einen Liter mehr sollte man einkalkulieren. Übrigens: Wer es rein elektrisch mag, muss mindestens 29.900 Euro investieren, die allerdings um den Umweltbonus von mittlerweile 6000 Euro ermäßigt werden.

Fazit

Ein großer Schritt für den Kleinwagen von Opel: Der Corsa hat als deutsch-französisches Gemeinschaftswerk deutlich an Stil und Qualität gewonnen.

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