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Probefahrt
Autotest Honda HR-V

Gelungenes Design: Honda HR-V
Gelungenes Design: Honda HR-V © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 11.05.2020, 14:40 Uhr - Aktualisiert 11.05.2020, 16:05
Berlin (MOZ) Natürlich war das Coronavirus auch für Honda ein Schlag ins Kontor - um mehr als 46 Prozent ging es für die Japaner bei uns nach unten (Gesamtmarkt: minus 31 Prozent). Dabei erwischte es aber Jazz und Civic noch deutlich stärker als die SUV-Modell CR-V und HR-V.

Motor

Honda hat aus der Diesel-Krise Konsequenzen gezogen: Einen Selbstzünder sucht man beim HR-V mittlerweile vergebens. Damit gibt es gerade noch zwei Benziner - mit 130 beziehungsweise 182 PS. Der von uns gefahrene größere, turbobeatmete Motor, der aus 1,5 Litern Hubraum 240 Newtonmeter maximales Drehmoment mobilisiert, beweist dabei durchaus Temperament und sorgt für einen wirklich sehr ordentlichen Vortrieb, in 7,8 Sekunden geht es von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn auf 215 Stundenkilometer. Das knackige Sechs-Gang-Getriebe passt sehr gut zum Motor

Karosserie/Ausstattung

Kompakte SUV liegen heute voll im Trend – Honda kann für sich in Anspruch nehmen, schon sehr früh in diesem Segment unterwegs gewesen zu sein: Den CR-V gibt es bereits seit 1996, den kleinen Bruder HR-V seit 1998 (allerdings mit einer Pause von 2006 bis 2015). Wobei klein heutzutage wirklich untertrieben ist: Der Innenraum des HR-V bietet Insassen und Gepäck ordentlich Platz (Kofferraum 431 Liter). Zudem hat der Wagen ein sehr flexibles Sitzsystem an Bord, das vielfältigsten Transportbedürfnissen gerecht wird. Und die Ladekante ist auch schön niedrig. Dazu gibt es wertige Materialien und sehr gute Verarbeitung. Außen setzt Honda seit einiger Zeit auf Auffallen. Mit dem kürzlich erfolgten Liften trägt der HR-V eine dicke Chromspange in der Front, die durchaus Charakter verleiht. Generell macht der HR-V optisch einen guten Eindruck und sieht mit seiner an ein Coupé angelehnten Linie auch deutlich sportlicher aus als etwa der CR-V. Das Outfit passt. Einzige Nörgelei: Den Türgriff in der C-Säule zu platzieren, wird von Designern immer mal wieder gemacht, ist aber trotzdem eine Spielerei, auf die man getrost verzichten kann. Ab Werk hat der Wagen bereits einiges an Bord, etwa City-Notbremsassistent, Lichtsensor, Tempomat, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber rundum, Klimaautomatik, Radio, Leichtmetallräder und fernbedienbare Zentralverriegelung. Natürlich gibt es für zusätzliches Geld noch diverse Helferlein, etwa zur Verkehrsschilderkennung oder zum Halten der Spur.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist für ein SUV recht dynamisch abgestimmt, vor schnell durchfahrenen Kurven muss man daher keine Angst haben, zumal auch die Lenkung von der direkten Sorte ist. Vor Bodenunebenheiten muss man sich trotzdem nicht fürchten, der Komfort wurde im HR-V nicht vergessen. Wer allerdings meint, was nach SUV aussieht, muss auch Allradantrieb anbieten, ist beim HR-V an der falschen Adresse. Den gibt es weder für Geld noch gute Worte, was schade ist.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen HR-V gibt es laut Liste ab 21.590 Euro. Mit dem von uns gefahrenen großen Motor startet man dann (besser ausgestattet) bereits bei 29.990 Euro. Offiziell begnügt sich das Triebwerk mit 5,9 Litern Super auf 100 Kilometer (135 g/km CO2), einen Liter mehr sollte man im wahren Leben einkalkulieren.

Fazit

Im heute so heiß geliebten Segment der kompakten SUV hat Honda mit dem HR-V ein durchaus bemerkenswertes Modell im Angebot, das vor allem mit einem durchdachten Raumkonzept und einem dynamischen Design punkten kann. Wer aber Allradantrieb in Erwägung zieht, ist hier falsch.

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