Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Hyundai i10
Stylischer City-Hopper mit solider Technik

12.05.2020, 08:58 Uhr
Frankfurt (Oder) Im Orchester der Autozwerge reichte es für den Hyundai i10 über die Jahre zwar nicht für die erste Geige, auch wenn er dort seit 2008 ganz gut mit spielt. Wurden doch allein in Deutschland von dem Modell mehr als 225.000 Autos verkauft. Jetzt steht die 3. Generation des koreanischen Kleinstwagens bei den Händlern. Eine, die frecher gestylt ist, und auch sonst ganz neue Töne anschlägt. Der Märkische Markt hat den City-Hopper mit Vierzylinder-Benziner ausprobiert.

Kleinstwagen? Klingt nach Klapperkiste, billigen Materialien und magerem Komfort. Nicht beim Hyundai i10. Schon das bisherige Modell brillierte durchaus mit solider Technik, Wohlfühlambiente und allerlei praktischen Extras. Die jüngste Generation ist nun in allem noch eine Klasse besser. Beispiel Design: Da bügelte Hyundai seinem ultrakompakten Fünftürer noch mehr Selbstbewusstsein ins Blech, perfektionierte damit den athletischen Stil. Und da steht er nun: wohlgeformt, rundum flippig. Auffällig an dem 3,67 Meter kurzen Bonsai sind weiterhin seine leicht keilförmige Silhouette, die gelungen platzierten Falze und Kanten, der freche hintere Fensterschwung und das schnuckelige Heck. Sein markentypischer und dominanter Kaskadengrill weist unmissverständlich darauf hin, aus welcher Familie er stammt. Dank der um zwei Zentimeter abgesenkten Dachlinie und gleichzeitig um zwei Zentimeter gewachsenen Breite steht er nun zudem deutlich satter im Rad.

Alles nur Maskerade? Durchaus nicht. Denn der Aha-Effekt macht auch hinter den Türen nicht halt. Auf dem Pilotensitz zeigt sich der i10 ebenso fit und flott Wir schauen im komplett überarbeiteten Innenraum auf ein jetzt horizontal ausgerichtetes Armaturenbrett, das das Raumempfinden üppiger erscheinen lässt. Die schwungvolle Mittelkonsole samt zentralem 8-Zoll-Touchscreen glänzt mit guter Bedienbarkeit. Gelungen sind auch Details wie die runden Luftausströmer, die bis in die Türverkleidung reichen.

Vorne sitzen die Insassen auf angenehmen Polstern, die Rückbank taugt für zwei normal proportionierte Passagiere. Einzig der 3. Platz ist nur für einen Hobbit bequem. Vorn sind Fahrersitz und auch das Lenkrad höhenverstellbar, es gibt jetzt größere Getränkehalter in den Türen sowie genügend Ablagen für dies und das. Auch der Kofferraum ist passabel, nimmt er doch mit 252 Liter ordentlich Kleingepäck auf.

Als Antrieb dienen dem i10 ein 1.0 3-Zylinder-Benziner mit 67 PS und ein 1.2er 4-Zylinder-Benziner mit 84 PS. Letzteren sind wir gefahren. Die Power ist völlig ausreichend für einen Eintonner. Das kleine Kraftwerk dreht ruckzuck und gleichmäßig aus dem Drehzahlkeller, schiebt unterwegs so zügig an (118 Nm), dass man die Sushi-Bestellung am liebsten immer selbst im Asia-Restaurant abholen möchte.

Außerhalb der Stadt mutiert der i10 sogar zum laufruhigen Wetzeisen. Selbst an Steigungen geht es nicht zäh zu. Die Fünfgangschaltung flutscht (ein automatisiertes Schaltgetriebe kostet 700 Euro Aufpreis), die Servolenkung könnte allerdings direkter sein. Ansonsten schmiegt sich der Zwerg federleicht in die engsten Kurven und rollt beinahe komfortabel ab. Nur kurze Wellen und Rippen werden mit unfeinen Stößen quittiert Und: In seiner Statur wirkt er groß, doch in Parklücken macht er sich klein (9,6 m Wendekreis).

Zum Sicherheitspaket gehören Frontkollisionswarner, Fernlicht-Assistent, Spurhalteassistent und ein Aufmerksamkeitswarner. Das Basismodell Pure (3 Zylinder, 67 PS) kostet ab 10.990 Euro. Bei dem Preis ist allerdings nur das Nötigste an Bord. Empfehlenswert ist die nächsthöhere Select-Variante (ab 13.390 Euro), die u. a. Klimaanlage, Berganfahrhilfe, DAB-Plus-Radio mit Lenkradbedienung und USB-Anschluss bietet.

Unser gefahrenes 84-PS-Modell ist freilich teurer. Dafür hat es bereits die Trend-Ausstattung. Serie sind dann  beispielsweise Klimaautomatik, 15-Zoll-Alufelgen, el. Fensterheber, 8-Zoll-Farb-Touchsreen, DAB-Radio, USB-Anschluss, beheizbares Lenkrad, Sitzheizung vorn, Einparkhilfe hinten, Android Auto und Apple CarPlay.

Unser Fazit: Der neue Däumling aus Fernost ist ein trendiger Zwerg und kann mit empfehlenden Kaufargumenten aufwarten, bietet pfiffige Ideen und Ausstattungsdetails wie bei den Großen.

Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Hyundai i10

Hyundai i10 1.2 Trend

Motor: 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner, 84 PS

0 - 100 km/h: 12,6 Sek.

Spitze: 171 km/h

Verbrauch: 5,8 Liter Super

CO²-Wert: 132 g/km

Kofferraum: 252 bis 1050 l

Preis: ab 15.690 Euro

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG