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Autotest Mitsubishi Space Star

Bestseller von Mitsubishi - der Space Star
Bestseller von Mitsubishi - der Space Star © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 16.07.2020, 15:47 Uhr - Aktualisiert 16.07.2020, 16:39
Berlin (MOZ) Mitsubishi hat es in Corona-Zeiten hierzulande 2020 bisher auf ein Minus von 14,5 Prozent gebracht, während der Gesamtmarkt deutlich mehr, nämlich 34,5 Prozent, verlor.Und das liegt vor allem daran, dass der sowieso schon beliebte Kleinwagen Space Star als Bestseller der Marke gerade überarbeitet wurde - und es trotz Corona in diesem Jahr bisher auf ein Plus von 2,5 Prozent brachte, während etwa der große Outlander deutlich verlor.

Motor

Gerade zwei Motoren stehen zur Wahl: Beide Benziner haben nur drei Zylinder – einmal mit 1,0 Litern (71 PS/88 Nm) und 1,2 Litern Hubraum (80 PS/106 Nm). Die von uns gefahrene stärkere Variante war mit einer stufenlosen Automatik kombiniert. Die verrichtet ihren Dienst eigentlich ordentlich, nimmt dem Motor aber etwas die Dynamik und führt bei Spurts zu deutlichen Geräuschen des für einen Dreizylinder sonst halbwegs kultivierten Motors. So braucht man mit 13,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100 fast eine Sekunde mehr als mit der Fünf-Gang-Schaltung. Auch die Spitze reduziert sich von 180 auf 173 km/h. Dafür lässt es sich im Stadtverkehr entspannt fahren. Und auf der Autobahn kann man trotzdem gut mitschwimmen.

Karosserie/Ausstattung

Beim Produktnamen stiftet Mitsubishi unter seinen Kunden etwas Verwirrung: Seit 1977 hieß der Kleinwagen der Marke bei uns stets Colt, der in Deutschland viele Freunde hatte. Daraus ist 2013 der Space Star geworden – obwohl dieser Name bis 2005 für einen durchaus erfolgreichen Kompaktvan von Mitsubishi stand. Jetzt also ist ein Space Star ein reinrassiger Kleinwagen von nach der jüngsten Überarbeitung 3,85 Metern Länge, der seinem Namen aber insofern gerecht wird, als er für seine Abmessungen erfreulich viel Platz für Insassen und Gepäck bietet (Kofferraum 235 Liter) sowie diverse Ablagen. Eingeschränkt wird das durch die nicht so berauschende Qualität der Sitze. Die anfängliche Schwäche bei Materialien und Verarbeitung des in Thailand gebauten Wagens wurde mit dem jüngsten Update im Prinzip behoben, auch wenn es noch immer eine Menge Hartplastik gibt. Vor allem aber wurde das Design geschärft, das Gesicht wirkt nicht mehr langweilig, sondern macht etwas her. Ab Werk gibt es gerade sechs Airbags, Berganfahrhilfe, Lichtsensor, elektrische Außenspiegel, Fensterheber vorn. Es empfiehlt sich daher, mindestens 1300 Euro mehr auszugeben, denn dann sind auch Klimaanlage, Radio, Zentralverriegelung an Bord. Für die beste Ausstattungsvariante gibt es auch Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Spurhalteassistent, Klimaautomatik und Smartphone-Unterstützung.

Fahrverhalten

Am Fahrwerk hat Mitsubishi spürbar gearbeitet, war es früher etwas holprig, kommt es heute deutlich besser mit Bodenunebenheiten klar. Der Space Star ist handlich und wendig. Nur die Lenkung könnte direkter sein.

Wirtschaftlichkeit

Die ziemlich "nackte" Basisversion des Space Star kostet laut Liste 10.490 Euro. Natürlich ohne all die Rabatte, die in Krisenzeiten heute so möglich sind. Eindeutig empfehlenswerter aber ist es, mindestens 11.790 Euro auszugeben, denn dann hat man viel mehr Ausstattung an Bord. Für den stärkeren Motor gibt es die Basis erst gar nicht, hier geht es immer bei 14.490 Euro los, mit Automatik werden daraus 15.590 Euro. Laut Normverbrauch verbraucht die Automatik sogar 0,1 Liter Super auf 100 Kilometer weniger als das Schaltgetriebe – nämlich 4,6 Liter. Tatsächlich kann man mit gut fünf Litern auskommen.

Fazit

Handlich, geräumig und jetzt auch ansehnlicher – der aufgefrischte Space Star von Mitsubishi ist ein echtes Stadtauto zu einem ordentlichen Preis und mit zurückhaltendem Durst.

Mitsubishi hat es in Corona-Zeiten hierzulande 2020 bisher auf ein Minus von 14,5 Prozent gebracht, während der Gesamtmarkt deutlich mehr, nämlich 34,5 Prozent, verlor. Und das liegt vor allem daran, dass der sowieso schon beliebte Kleinwagen Space Star als Bestseller der Marke gerade überarbeitet wurde - und es trotz Corona in diesem Jahr bisher auf ein Plus von 2,5 Prozent brachte, während etwa der große Outlander deutlich verlor.
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