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Autotest VW T-Roc Cabrio

Wieder ein offener VW: T-Roc Cabrio
Wieder ein offener VW: T-Roc Cabrio © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 29.07.2020, 13:12 Uhr - Aktualisiert 29.07.2020, 14:59
Berlin (MOZ) Tiefrot zeigt sich die deutsche Zulassungsstatistik in diesem Corona-Jahr. Um 34,5 Prozent ging der Verkauf von Neuwagen im Vergleich zum Vorjahr bisher zurück. Bei Volkswagen beträgt das Minus 35,1 Prozent. Besonders erwischte es Up, Polo, Golf und Touran, während T-Roc und Passat glimpflicher davon kamen. T-Cross und Arteon fahren sogar im Plus.

Motor

Für den T-Roc als Cabriolet gibt es lediglich zwei Benziner - mit einem Liter Hubraum und 115 PS sowie 1,5 Litern Hubraum sowie 150 PS. Das von uns gefahrene stärkere Triebwerk hält sich beim Anfahren kurz zurück, um dann aber ab 1500 Umdrehungen bereits das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern abzuliefern - und das bei wirklich kultiviertem Ton. So rauscht man souverän und zugleich entspannt durch die Landschaft, die bei uns verbaute Automatik passt dazu ganz wunderbar. Geht man vorsichtig mit dem Gaspedal um, werden automatisch zwei von vier Zylindern zum Zwecke der Spritersparnis abgeschaltet. Wer unbedingt will, kann aber auch in neuneinhalb Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn 205 Stundenkilometer erreichen.

Tiefrot zeigt sich die deutsche Zulassungsstatistik in diesem Corona-Jahr. Um 34,5 Prozent ging der Verkauf von Neuwagen im Vergleich zum Vorjahr bisher zurück. Bei Volkswagen beträgt das Minus 35,1 Prozent. Besonders erwischte es Up, Polo, Golf und Touran, während T-Roc und Passat glimpflicher davon kamen. T-Cross und Arteon fahren sogar im Plus.
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Karosserie/Ausstattung

Die Zeiten, als Cabrios echte Traumautos waren und deshalb diverse Hersteller mit offenen Varianten um Käufer buhlten, sind vorbei. Das kann man auch bei Volkswagen sehen: Einen offenen Golf gibt es nicht mehr, den Sonnenschein-Beetle sowieso nicht. Aber in Zeiten, wo SUV für viele Kunden das Nonplusultra darstellen, schien es VW einen Versuch wert, dem Erfolgsmodell T-Roc eine Variante mit Stoffverdeck zu spendieren und die Lust auf oben ohne neu zu entfachen. Das Cario ist dabei durchaus als T-Roc kenntlich und somit von guter Statur. Zwar hat er zwei Türen verloren, aber die hohe Sitzposition und damit die Übersicht behalten. Das gefällt. Während man vorn gut einsteigen kann und gut sitzt, ist das Vordringen in die zweite Reihe zumindest bei geschlossenem Dach eine Herausforderung. Schön, das sich das Stoffverdeck per Knopfdruck völlig unproblematisch in neun Sekunden versenken lässt (übrigens bis 30 km/h). Schön auch, dass es 280 Liter Kofferraum gibt, für ein Cabrio nun wirklich keine Selbstverständlichkeit. Der Innenraum wirkt modern, aber in der Materialauswahl nicht ganz so sorgfältig wie von VW sonst gewohnt - zweckmäßig statt luxuriös, aber zumindest beim offenen Fahren ist das vielleicht gar keine so schlechte Idee. Ab Werk gibt es unter anderem Spurhalteassistent, beheizbare Außenspiegel, Klima, Fensterheber, Müdigkeitserkennung, Lichtsensor, City-Notbremsassistent, Radio, fernbedienbare Zentralverriegelung, Leichtmetallfelgen.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist ein sehr ausgewogener Kompromiss aus Dynamik und Komfort. Das passt. Im Gegensatz zum normalen T-Roc kann man keinen Allradantrieb bekommen. Aber ein Cabrio will ja nicht wirklich ein Geländewagen sein. Die Lenkung ist schön direkt.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in die Cabrio-Variante des T-Roc gibt es laut Liste ab 26.851 Euro. Zum Vergleich: Der billigste T-Roc kostet 21.319 Euro. Der von uns gefahrene stärkere Motor im offenen SUV startet bei 29.366 Euro, mit Automatik werden daraus 31.266 Euro. Zum offiziellen Verbrauch von 5,5 Litern Super auf 100 Kilometer (126 g/km CO2) sollte man im wahren Leben einen Liter hinzuaddieren.

Fazit

Volkswagen traut sich was: Das schicke SUV-Erfolgsmodell T-Roc wird zum Klasse-Cabriolet mit Übersicht und lädt zu entspannter Fahrt in den Sommer ein. Ob es das ist, worauf die verunsicherten Auto-Käufer tatsächlich gewartet haben, muss sich aber noch zeigen.

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