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Autotest: VW Eos

Der frisch geliftete VW Eos konnte im Verkauf zulegen.
Der frisch geliftete VW Eos konnte im Verkauf zulegen. © Foto: MOZ
Hajo Zenker / 23.07.2011, 07:46 Uhr - Aktualisiert 22.08.2011, 22:16
(MOZ) Wirkliches Cabrio-Wetter hatte dieser Sommer bisher eher selten zu bieten. Wohl dem, der da innerhalb von 25 Sekunden vom offenen Fahrgefühl unter den Schutz eines festen und trotzdem luftig wirkenden Daches flüchten kann. Weshalb nicht verwundern muss, dass der frisch geliftete Eos in diesem Jahr im Verkauf zulegen konnte – in den ersten sechs Monaten fanden immerhin fast 4300 Exemplare ihren Weg zu deutschen Frischluftfreunden.

 

Motor

Vier Motoren stehen noch zur Auswahl – von 122 PS bis 210 PS. Darunter ist mit einem Diesel ein für ein offenes Gefährt noch immer eher seltener Motor. Der Zwei-Liter-TDI ist aber akustisch kein Cabrio-Störenfried. Und die 140 PS und das maximale Drehmoment von 320 Newtonmetern sorgen für souveränen Vortrieb. In zehneinhalb Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn sind etwas mehr als die offiziellen 207 km/h möglich.

 

Karosserie/Ausstattung

Der Eos stammt zwar vom Golf ab, ist aber nicht das Golf Cabrio – das bleibt in seiner Neuauflage beim klassischen Stoffverdeck. Der 4,42 Meter lange Eos (bemannt nach der griechischen Göttin der Morgenröte) gehört dagegen nicht nur zu den CC (Coupé-Cabriolet) getauften Gefährten mit Dächern aus Blech oder Kunststoff. Der Eos verbindet Blech mit Glas, und das macht Spaß. Nicht nur, weil das von außen und innen gut aussieht. Selbst wenn es eiskalt ist – man muss das Dach immer mal wieder öffnen. Der Vorgang ist einfach zu ästhetisch. Schön anzuschauen sind auch die hochwertigen, wohl verarbeiteten Materialien. Mit der jüngsten Überarbeitung bekam der Eos das neue VW-Familiengesicht verpasst, was dem Wagen besser steht als die bisherigen halben Kulleraugen – auch wenn sonst die nun typische VW-Front angesichts der Fülle der Modelle schon etwas überstrapaziert erscheint. In der ersten Reihe hat man viel Platz und erfreut sich an guten Sitzen (nur die Gurthalterung nervt), in Reihe 2 kann man notfalls zwei Passagiere mitnehmen. Für das Gepäck stehen geschlossen sehr ordentliche 380 Liter zur Verfügung, bei versenktem Dach noch 205 Liter. Ab Werk gibt es unter anderem vier Airbags, ESP, Bremsassistent, Klima, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber rundum, fernbedienbare Zentralverriegelung, Nebelscheinwerfer und Leichtmetallfelgen.

 

Fahrverhalten

Gar nicht im behäbigen Cabriostil, sondern durchaus knackig-flott lässt sich der Eos bewegen, ohne aber dabei unkomfortabel zu sein.

 

Wirtschaftlichkeit

Das mit dem Volkswagen muss man bei VW bekanntlich nicht zu sehr auf die Preise beziehen – den Einstieg in den Eos gibt es für 28 375 Euro. Mit dem von uns gefahrenen Diesel landet man bei mindestens 32 600 Euro, das im Testwagen vorhandene Sparpaket Blue Motion kostet 400 Euro extra. Dafür braucht man aber nur fünf Liter Diesel auf 100 Kilometer (125 g/km CO2). In der Versicherung kommt dann wieder der 150-PS-Benziner mit der 15/18/26 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko) günstiger weg als der 140-PS-Diesel mit 17/19/26.

 

Fazit

Das billigste Cabrio ist der Eos wahrlich nicht – aber dafür der schönste Dachzusammenfalter. Die Mischung des Wagens stimmt. Denn er lässt sich nicht nur offen genießen, sondern auch im Alltag gut nutzen.

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