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Nvidia Shield
Ein echter Alleskönner

Nvidia Shield: Kleiner Kasten, große Leistung.
Nvidia Shield: Kleiner Kasten, große Leistung. © Foto: Nvidia
Stefan Klug / 24.12.2018, 10:56 Uhr - Aktualisiert 03.01.2019, 14:41
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die erste Reaktion ist Erstaunen. In etwa so groß wie eine kleine Pralinenschachtel und nur halb so dick, das soll die Box sein, die 4-K-Streaming und Gaming zugleich ermöglicht? Dazu ungewohnt leicht, Rechenpower wird eben nicht in Gramm bemessen. Und in der kleinen Kiste von Nvidia steckt jede Menge Knowhow des Grafikkarten-Spezialisten. So werkelt in der Shield der eigene Tegra X1 Achtkernprozessor im 1,9 GHz Takt. Bluetooth, WiFi, zweimal USB 3.0, HDMI 2.0, Micro-USB, Gigabit-Ethernet und nicht zuletzt Infrarot sorgen dafür, dass der 250 Gramm leichte Kasten mit fast allem verbunden und gekoppelt wird, dem man Bild und Ton entlocken kann. Dies wird dann per schnellem HDMI und in 4-K-Auflösung an den TV und/oder die Heimkinoanlage geleitet. Letztere darf ruhig über neueste Features verfügen, denn die Shield kann sogar Dolby Atmos.

Die technischen Parameter also sind durchaus beeindruckend. Doch die Performance ist es nicht minder. Mit dem neuesten Update - dem mittlerweile 20. seit Marktstart -der Software Experience-Upgrade 7.1, hat der Google Assistant Einzug gehalten hat und damit die fernbedienungslose Steuerung. Damit kann die Shield zugleich Steuerzentrale fürs gesamte Haus werden, wenn man ein Smart-Home sein eigen nennt. Für „normale“ Benutzer bleiben aber genügend andere Vorteile des Gesamtsystems übrig. Da sind zum einen die vielen Apps aus dem Google-Play-Store. Über den Home-Screen der Konsole werden dabei nur jene angezeigt, die mit der Kiste kompatibel sind. So darf und muss man sich die Anwendungen heraus sammeln und am besten in der eigenen Auswahl systemübergreifend speichern, die am meisten benötigt werden. Dazu zählen ganz vorn Medien-Apps, die das Streaming von Zuspielern, egal ob Video, Musik oder Fotos, egal ob vom stationären PC, dem Tablet, dem NAS oder mobilen Geräten ermöglichen. Diese universelle Zugriffsmöglichkeit, auch in Sachen der unterschiedlichen Formate und Systeme, können andere Streamer nicht leisten, auch Spielekonsolen nicht. Zugleich hat man mit der Shield die Möglichkeit,native 4-K-Inhalte von Netflix und Amazon-Prime-Video zu nutzen, selbst wenn das Angebot dort derzeit noch überschaubar ist.

Freilich, die vollen Möglichkeiten kann nur nutzen, wer ein entsprechendes UHD-Wiedergabegerät besitzt. Und die wiederum sind natürlich selbst meist gute Smart-TVs, ohne jedoch jemals an die Rechenleistung oder Streamingmöglichkeiten der Nvidea-Konsole heranzureichen. Angesichts der Preises von knapp 200 Euro sollte der User noch ein weiteres wichtiges Feature nutzen wollen: Gaming. Dem größeren Package liegt ein Controller bei, der dem von XBox & Co. durchaus ähnlich sieht. Nvidia bietet eine ansehnliche Reihe an kostenlosen und kostenpflichtigen Spielen, dazu gibt es mit GeForce Now einen Abo-Dienst, über den wiederum Game kostenlos angeboten oder gegen einen weiteren Obolus gezockt werden können. Diese allerdings werden dann nur noch in normaler HD-Auflösung wiedergegeben. Über den Big Picture-Modus ist es zusätzlich möglich, auf seinen Steam-Account zuzugreifen. Und wer möchte, kann auch vom eigenen PC-Games über die Shield in 4-K-Auflösung auf den Fernseher streamen.

Bedient wird der Nvidia-Kasten wenn gewünscht per Sprache oder mittels einer zarten Fernbedienung. Diese ist eher spartanisch eingerichtet, liegt dafür leicht in der Hand. Auch mit dem Controller lässt sich durch die Menüs navigieren, wenngleich nicht so unkompliziert wie mit den anderen Eingabemöglichkeiten.

Shield wendet sich ganz klar an zwei Zielgruppen. Da sind jene, die eine universelle Schaltzentrale für alle digitalen Medien im Haus bzw. Netzwerk suchen. Hier geht’s schnell, einfach und zuverlässig. Mit den richtigen App lässt sich alles wiedergeben. Darüber hinaus dürfen sich jene angesprochen fühlen, die gern mal zocken, ohne für die Software stets ein Vermögen ausgeben zu wollen. Sicher, die aktuellen Blockbuster finden sich nicht im Angebot, dafür kann man für deren Preis aber auch gut ein halbes Jahr das Abo mit vielen verschiedenen Titeln finanzieren. Nicht zuletzt darf man auf den weiteren Ausbau des 4-K-Angebots bei Netflix und Amazon Prime Video hoffen und via Shield unkomplizierten Zugang darauf nutzen.

www.nvidia.com/de-de/shield

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