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Gaming-Notebook MSI GS65 8SF-057 Stealth
Keine Kompromisse!

Stefan Klug / 14.06.2019, 16:51 Uhr - Aktualisiert 14.06.2019, 17:20
Frankfurt (Oder) (MOZ) Seit die Videospielerei mit dem Commodore 64 und später mit dem Amiga 500 begonnen hat, kennen Gamer das Problem. Stets musste man sich entscheiden. Den Kinderschuhen entwachsen und endlich mit besserer Grafik an Bord, blickten PC-Spieler dennoch neidisch auf die Konsolen-Kollegen, die das Teil an jeden TV anstöpseln oder es gar mit auf Reisen nehmen konnten. Umgekehrt wünschte man sich die tollen Grafiken oder besseren Eingabemöglichkeiten. Dann erblickten die Gaming-Notebooks das Licht der Welt und wieder waren Kompromisse gefragt. Denn die Teile kamen groß und schwer daher, nicht wirklich praktisch für den Einsatz außerhalb der eigenen vier Wände. Nach über drei Jahrzehnten Videospielgeschichte scheint aber nun ein Ende des Nachgebens in Sicht. Denn moderne Laptops, die vorrangig fürs Zocken konstruiert worden sind, haben annehmbare Größen erreicht und sind in Sachen Leistung wie auch Grafik über jeden Zweifel erhaben.

Nur 1,9 Kilogramm bringt das MSIGS65 8SF-057 Stealth auf die Waage, belegt deutlich weniger Platz als ein A-3-Bogen und ist mit unter zwei Zentimetern Bauhöhe ein echter Flachmann. Kann der auch richtig spielen, mag mancher ob der zierlichen Ausmaße fragen? Und ob es kann! Denn Größe ist eben nicht alles. Auf die inneren Werte kommt es an. Und da haben die Taiwanesen echt geklotzt und nicht gekleckert.

Leistung satt

Bis in den letzten Winkel des schicken schwarzen, außen mit goldenen Applikationen versehenen Aluminiumgehäuses wurde beste Technik verbaut. Und als Max-Q-Notebook wurde das gesamte Design der einzelnen Komponenten, wie Gehäuse, Grafikkarte, Treiber sowie Lüftung und Elektronik, auf die größtmögliche Effizienz ausgerichtet. Für Vortrieb sorgt ein Intel Core i7-8750H Prozessor der 8. Generation. Im Normalfall getaktet mit sechs mal 2,20 GHz lässt er sich im TurboBoost auf 4,10 GHz beschleunigen. Zusammen mit der NVIDIA GeForce RTX 2070 Grafikkarte und dem 512 GB SSD-Festplattenspeicher mit PCI Express 3.0 und 16 GB DDR4 RAM ist man auch für hardwarehungrige Anwendungen bestens gerüstet. Komplettiert wird das Erlebnis dank des des schnellen 144 Hz Full-HD Bildschirms mit einer Diagonale von 15,6 Zoll oder knapp 40 Zentimetern. Soweit die nackten Zahlen zur Leistung satt.

Denn der erste Blick - gleich nach der Feststellung, dass das Display über einen kaum noch wahrnehmbaren Rand verfügt und sich komplett um 180 Grad aufklappen läst - fällt auf die illuminierte Tastatur. Für diese hat MSI Steel Series mit an Bord genommen. Die Dänen gewährleisten nicht nur einen sehr smoothen Anschlag, sie gestatten zudem, die RGB-Beleuchtung der Eingabe komplett individuell zu gestalten, also beispielsweise reaktive Tasten einzurichten, die beim Anschlag in anderer Farbe aufleuchten. Darüber hinaus sorgt Anti-Ghosting dafür, dass bis zu zehn Eingaben gleichzeitig verarbeitet werden können.

Realistische Ansichten dank RTX

Das freilich macht nur Sinn, wenn die Recheneinheit auch in der Lage ist, Befehle und Operationen entsprechend zu verarbeiten. Der Sechskern-CPU ermöglicht zwölf Threads und steht somit als kongenialer Partner von NVIDIAs neuester Errungenschaft zur Verfügung. Denn mit der GeForce RTX Grafikkarte ist Raytracing nun erstmals in Spielen möglich. Dabei werden im Gegensatz zu konventionellem 3D-Rendering die einzelnen Pixel von dreidimensionalen Objekten nicht mehr aus einem Netz aus Dreiecken/Polygonen dargestellt und berechnet, sondern der Weg des Lichts wird zurückverfolgt und berechnet. Dadurch entsteht ein der Realität sehr nahe kommendes Bild. Basierend auf Algorithmen ist es Entwickler nun möglich, realistische, filmreife, physikalisch genaue Sequenzen mit Licht, Schatten und Reflexionen zu erstellen, die die Szene um sie herum einfangen und jede Variable berücksichtigen. Mit der doppelten Leistung einer PlayStation 4 Pro können so aktuelle Games, wie Battlefield V, bis in 4K-Auflösung und bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde gezockt werden. Dem Kraftwerk im Innern darf natürlich der Bildschirm in nichts nachstehen. Mit 144 Hz und sieben Millisekunden Reaktionszeit gehören Ruckler der Vergangenheit an. Dabei sind die 1920 mal 1080 Bildpunkte des integrierten Screens allerdings nur die Pflicht. Weder größere Bildschirme noch höherer Auflösungen bringen CPU oder Grafikkarte aus dem Takt. Bei 27 Zoll mit 2560 mal1440 Pixeln lässt sich beim neuen "Anno 1800" beispielsweise auf höchster Zoomstufe das Geschehen wunderbar betrachten, ist jede einzelne Ähre auf den Feldern zu erkennen. Und das Ende der Fahnenstange wird erst bei 3840 mal 2160 Bildpunkten erreicht.

Von Turbo bis Eco

Dann allerdings muss auch das MSI-Notebook an seine Grenzen gehen. Über das Dragon Center 2.0 hat der User allerdings stets die Kontrolle. Verschiedene Setups ermöglichen, die Systemperformance maximal zu steigern oder Temperatur und Betriebsgeräusch zu minimieren. Insgesamt fünf Profile decken die Spanne vom Ausreizen des Systems im Turbo-Modus bis zur Verlängerung der Batterielaufzeit als Eco-Stufe ab. Damit das Innenleben möglichst auf idealer Betriebstemperatur läuft, sorgt der Cooler Boost Trinity für ausreichend Wind. Wie der Name verrät, sind drei Lüfter verbaut, die sowohl über seitliche Schlitze wie auch eine perforierte Bodenplatte mit Frischluft versorgt werden. Während des Surfens oder Videoschauens halten sich die Schaufelräder angenehm zurück. Dann besteht auch die größte Chance, die verbauten Dynaudio-Lautsprecher zu genießen. Die HiEnd-Spezies aus Dänemark haben hier auf kleinstem Platz das Maximale rausgeholt. Sollten jedoch Leistung und Temperaturen steigen, entfachen die Lüfter einen veritablen Sturm. Nicht zu vergleichen mit den Orkanen früherer Tage, aber immer noch hörbar.

Leistung satt steht natürlich nicht nur fürs Gaming bereit. Auch für andere Anwendungen wie Videorendering, Bildbearbeitung bis hin zur simplen Office-Tätigkeit ist das Notebook die ideale Basis. Windows 10 Hom in der 64 Bit-Version dient als Betriebssystem. Verbindung zur Peripherie bzw. zur Außenwelt hält das Notebook über eine ganze Reihe von Anschlüssen, darunter vier USB 3.1, einer Type C, Thunderbolt 3, HDMI, Mini DisplayPort. Mit an Bord ist zudem Blutooth 5.0, LAN und WLAN inklusive Killer DoubleShot Pro, das beide Verbindungsarten in der Lage ist zu einer zu bündeln.

Kurzum, ein fast perfekter Auftritt, wenn man mal die vielen Fingerspuren vernachlässigt, die die edle Alu-Außenhaut magisch anzuziehen scheint. Das MSI GS65 8SF-057 Stealth befriedigt Videospiel-Gelüste sowohl in Sachen Leistung wie auch Mobilität auf höchstem Niveau. Einen Kompromiss muss man trotzdem eingehen: Bei knapp 2500 Euro, die MSI aufruft, wird sich die Mehrzahl der Interessenten zwischen einem schönen Urlaub und dem Notebook entscheiden müssen. Für echte Gamer aber ist das wohl eher keine Frage...

https://de.msi.com

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Basieren Gaming Videospielerei Dänemark Kompromiss

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