Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Recommerce-Test
Gebrauchthandy-Händler sind oft seriös

Alles in Ordnung? Ein gebrauchtes Handy sollten Käufer gründlich untersuchen.
Alles in Ordnung? Ein gebrauchtes Handy sollten Käufer gründlich untersuchen. © Foto: Christin Klose/dpa
dpa / 15.09.2019, 16:25 Uhr
München (dpa) Gebrauchte Smartphones kann man oft sehr günstig von privat kaufen – etwa per Kleinanzeige. Der niedrigere Preis geht aber mit einem höheren Kaufrisiko einher. Gibt es Alternativen?

Geprüfte Geräte in einem genau definierten Zustand: Dieses Versprechen geben sogenannte Recommerce-Händler, die insbesondere gebrauchte Smartphones verkaufen. Fünf dieser Spezial-Anbieter hat die Fachzeitschrift "connect" unter die Lupe genommen (Ausgabe 10/19) und war "positiv überrascht": Die untersuchten Verkaufsplattformen seien "grundsolide" und böten hochwertige Produkte mit präzisen Zustandsbeschreibungen an.

In der Kaufstichprobe von 20 Geräten waren den Angaben zufolge nur drei Modelle dabei, mit denen die Tester nicht zufrieden waren. Aber selbst von diesen hätten die Experten nur ein Gerät definitiv zurückgeschickt. Die größten Unterschiede zwischen den verglichenen Händlern Asgoodasnew, Buyzoxs, Clevertronic, Rebuy und Smallbug lägen in der Präsentation des Angebots.

Unbedingt Preise vergleichen

Bei Aufbau und Struktur der Plattformen hätten einige Anbieter noch Nachholbedarf. In jedem Fall lohnen sich Preisvergleiche zwischen den Anbietern, weil die Preise stark variierten. Bei den Händlern selbst raten die Tester genau hinzuschauen, wie hoch die Preisdifferenz zwischen dem Wunschmodell in "gutem" und "sehr gutem" Zustand ist. Gehe es nur um zehn Euro, sei diese Mehrausgabe oft gut angelegt.

Unabhängig vom Recommerce-Händler gibt es einige Punkte, die Gebrauchtkäufer bei der Wahl des Smartphone-Modells berücksichtigen sollten. Beim Software-Support gilt den Experten zufolge die Faustregel: Je höher der Preis und je bekannter der Hersteller, desto besser klappt es mit Updates. Ein Garant für lange Unterstützung sei das Android-One-Logo. Vorbild seien Apple-Geräte - sogar das sechs Jahre alte iPhone 5s läuft mit iOS 11.

Das verflixte dritte Jahr

Nicht nur wegen des Software-Supports, sondern auch wegen alternder Akkus und Komponenten, die irgendwann veraltet sind, raten die Tester, nur in Ausnahmefällen Smartphones zu kaufen, die älter als drei Jahre sind. Auch wenn der Anbieter das gebrauchte Telefon mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt hat, sollten Käufer das gleich noch einmal tun.

Zudem steht eine gründliche Prüfung an: Sind die Druckpunkte der Tasten noch ok? Gibt es Pixelfehler im Display? Sind die Anschlüsse defekt oder ausgeleiert? Macht die Kamera scharfe Fotos? Gibt es Störgeräusche beim Musikhören? Wird eine Speicherkarte nach dem Einlegen erkannt?

War das Telefon auf Tauchstation?

Ob es bei dem Gerät vielleicht schon einen Wasserschaden gab, lässt sich manchmal durch einen prüfenden Blick in den Schacht der SIM-Karte feststellen. Dort könnte eine weiße Indikatorfläche sein. Ist diese vorhanden und verfärbt, war höchstwahrscheinlich Wasser im Gehäuse.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG