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Revolution Pro Controller 3
Playstation- und PC-Controller für Gewinner

Bis ins Detail individualisierbar: Revolution Pro Controller 3
Bis ins Detail individualisierbar: Revolution Pro Controller 3 © Foto: Nacon
Stefan Klug / 05.12.2019, 14:32 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Weg zum Sieg beim Gaming führt zu einem guten Teil über den Controller. Das gilt für Offline-, aber für Online-Spiele erst recht. Nur wenn Eingabegerät und Hand als ausführende Einheit von Augen und Hirn arbeiten, kann man die Spitzen der Highscores erklimmen. Entsprechend experimentieren Spieler mit dem, was der Markt so hergibt. Und die Hersteller gehen mehr und mehr dazu über, plattformübergreifend das Bestbewährte zu verbauen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Revolution Pro Controller 3 von Nacon. Ausgewiesen als Eingabegerät für die Playstation 4, aber auch für den PC, erinnert das Handstück beim ersten Zusammentreffen deutlich ans Pad der Konkurrenz. Denn wie auch beim XBox-Controller wurden die beiden Analogsticks räumlich getrennt. Der linke tauschte seinen Platz mit dem digitalen Steuerkreuz und sitzt somit viel weiter oben. Dazu ist der Gesamtkörper deutlich voluminöser als beim klassischen DualShock4, was ebenfalls Erinnerungen an das Microsoft Gerät weckt. Und last but not least hat Nacon an der Innenseite je zwei Shortcut-Tasten platziert, was wir vom Elite-Controller der Amerikaner kennen. Doch damit ist der Erweiterungen zum klassischen PS-Eingabegerät noch lange nicht genug. Der Revolution Pro Controller 3 lässt sich mittels dreier Eingabemodi steuern.

Zuerst wäre da der normale, der PS4-Modus. Hier finden sich alle Bedienungselemente und Zuordnungen wie man sie kennt. Dazu dürfen die Shortcut-Tasten frei mit den verfügbaren Eingabemöglichkeiten belegt werden, ausgenommen Share, Options und Touchpad. Die Einrichtung ist mehr als simpel: Die gewünschte Taste wird für drei Sekunden gedrückt und dann mit Druck auf die Zielfunktion bestätigt. Hier liegt vor allem nahe, Tasten zu wählen, die man bedienen möchte ohne die Daumen von den Analogsticks zu nehmen. In erster Linie bieten sich da die Richtungen des digitalen Steuerkreuzes an. Ein wenig sollte der Gamer mit den Möglichkeiten experimentieren, um auch herauszufinden, ob er ggf. im Eifer des Gefechtes so aus Versehen Befehle gibt, die er gar nicht möchte.

Der PS4 Advanced Modus ist dann für all jene interessant, die mit dem vorgegebenen Layout des Controllers nicht zufrieden sind. Dank einer speziellen Software, die es kostenlos auf der Nacon-Website zum Download gibt, lassen sich an PC oder Mac alle Tasten frei konfigurieren, die Analogsticks feinjustieren, ebenso wie das Steuerkreuz. On top können bis zu vier unterschiedliche Benutzerprofile angelegt und die Hintergrundbeleuchtung am rechten Stick verändert werden. Wer möchte darf sogar die beiden Vibrationsmotoren feintunen, so dass diese für jede Seite unterschiedlich reagieren. Apropos: Im robusten und praktischen Case liegen noch sechs Gewichte in drei unterschiedlichen Ausführungen. Mit denen ist es möglich, den Schwerpunkt des Revolution Pro so zu verändern, dass er optimal in der Hand liegt oder besonderen Anforderungen bei der Eingabe gerecht wird. Manch einer wird das von Gaming-Mäusen kennen... Der PC-Modus schließlich ähnelt dem Advanced, nur dass die Änderungen dann beim zocken von Games am PC übernommen werden.

Auch wenn das drei Meter lange und mit USB-C an der Geräteseite verbundene Kabel abgezogen werden kann, der Revolution Pro Controller 3 funktioniert nicht wireless, hat also keine Akku. Das mag manchen stören, aber auch hier haben offensichtlich Profi-Eingabegeräte Pate gestanden, bei denen man wegen möglicher Latenzen lieber zur direkten Anbindung greift. Dafür liegt das Gamepad im Vergleich zur PS4-Packungsbeilage deutlich besser in der Hand. Nicht nur wegen der besseren Ergonomie schon auf Grund von Größe und Form. Auch die unterschiedlichen Oberflächenmaterialien sorgen dafür. So sind die unteren Seiten deutlich rutsch unempfindlicher als beim Original, was übrigens ebenfalls an den XBox Elite erinnert.

In der Praxis macht der Revolution Pro vom Start weg einen sehr guten Eindruck. Wer auch XBox zockt wird mit dem versetzten linken Stick ohnehin keine Umstellungsprobleme haben. Alle Bedienelemente sind in bestens erreichbarer Entfernung. Dass die Stick-Oberseite statt eines Gummipolsters eine gummierte Vertiefung aufweist, wird sich bei längerer und härterer Anwendung von Vorteil erweisen, da nicht die Gefahr besteht, dass die Polster wegradiert werden. Einzig die etwas längeren Sticks brauchen etwas Eingewöhnung. So lassen sich zwar Bewegungen präziser ausführen, dafür braucht es mehr Feingefühl, um nicht zu übersteuern. Aber viele Games lassen ja mittlerweile Einstellungen der Bewegungsintensität zu, so dass man sich langsam ans Optimum herantasten kann.

Unterm Strich ist Nacon mit dem Revolution Pro Controller 3ein gelungenes Eingabegerät mit sehr vielen individuellen Einstellungsmöglichkeiten gelungen, das haptisch hochwertig daherkommt und ergonomisch voll auf des Spielers Seite ist. Mit rund 100 Euro zwar fast doppelt so teuer wie der Sony-Klassiker, aber dafür mit deutlichem höherem Nutzwert für alle, die es möchten.

www.nacongaming.com/de/

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