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Star Wars: Jedi Fallen Order
Wenn die Macht erwacht

Star Wars: Jedi Fallen Order
Star Wars: Jedi Fallen Order © Foto: Electronic Arts
Stefan Klug / 11.12.2019, 11:29 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Fans und StarWars - das war immer ein ambivalentes Verhältnis. Vor allem bei der spielerischen Umsetzung des Geschehens. Im Auftrag von Electronic Arts haben sich Respawn Entertainment an die neue Versoftung gemacht und wie es scheint, sind’s alle zufrieden.

Im Mittelpunkt der Handlung steht dabei die Solokampagne um Cal Kesti. Ein junger Jedi und einer der letzten seiner Art. Inkognito arbeitet er auf einem Schrottplatz und schlachtet dort ausgediente Raumkreuzer aus. Bei einem Bombardement durch das Imperium gerät sein Freund und Kollege Prauf in Gefahr, den er nur mit Hilfe der Macht retten kann. Einmal enttarnt geht Cal nun daran, den Jedi-Orden wieder aufzubauen. Und das ist auch des Spielers Ziel.

Der Prolog zur Geschichte dient gewissermaßen auch als Sandkasten für den Rest des Abenteuers. Hier erlernt der Gamer die grundsätzlichen Steuer- und Kampfelemente. Respawn hat dabei das Videospiel nicht neu erfunden, aber geschickt alles, was sich in der Vergangenheit bewährt hat, mit einfließen lassen. Kesti läuft, rennt, springt, klettert, hält sich fest, seilt sich ab. Er nutzt sein Lichtschwert als Nahkampf-Waffe, kann aber über geschicktes blocken von Laser-Salven diese an den Gegner zurückschießen und ist damit auch auf die Distanz wehrhaft. Und schließlich ist da noch die Macht. Mit deren Hilfe ist es vor allem möglich, Dinge zu verlangsamen, was dem Protagonisten einfach mehr Zeit und vor allem Möglichkeiten einräumt. Ob Gegner oder rotierende Gefahrenquellen, Macht macht vieles möglich, daher ist ihr Vorrat auch begrenzt.

Es gehört zum Spielprinzip, dass nicht einfach drauflos gerannt oder gekämpft wird. Zwar ist die Levelanlage ziemlich linear, also keine Open World, doch die Abschnitte sind in verschiedene Ebenen unterteilt, also dreidimensional. So muss sich der Zugang durchaus erarbeitet werden. Es gilt, geheime Eingänge zu finden und durchaus auch einige Rätsel zu lösen. Dies alles fördert den bis dahin schon sehr guten Gesamteindruck. Dabei gibt es immer wieder gescripte Elemente, bei denen die Überraschung natürlich nur im ersten Durchgang wirkt. Aber dennoch, die Mischung aus Action, Kampf und Rätsel passt.

Darüber hinaus bietet "Jedi Fallen Order" noch ein gutes Stück Rollenspiel. Denn durch seine Erfolge im Verlauf der Handlung sammelt Cal Erfahrungspunkte, die in einem Fähigkeitenbaum verteilt werden können. So ist die Entwicklung der Hauptfigur in drei Richtungen möglich: Macht, Leben oder Angriff steht für die Skill-Entwicklung zur Auswahl. Nicht zuletzt bietet Respawn ein Buddy-Abenteuer. Denn natürlich ist unser Held nicht allein unterwegs. Mit dem Droiden BD-1 hat er einen Partner an der Seite, der unterstützt und hilft. Beispielsweise gibt er wichtige Hinweise zu Gegnertypen. Auf dieser Grundlage ist es angeraten, die beste Kombo aus Angriff und Verteidigung zu ersinnen. Denn mit dem Fortgang des Geschehens werden die Widersacher immer stärker und Ausdauernder, verfolgen gar einen richtigen Plan. Mal von den Bossen ganz abgesehen.

So bietet das Game entsprechend der Möglichkeiten eines Videospiels ein erfreulich hohes Maß an Abwechslung, was sicher auch der Mischung verschiedener Genres geschuldet ist. Thematisch ordnet es sich hervorragend ins Star-Wars-Universum ein, was wiederum all die Fans erfreuen und mit der Vergangenheit versöhnen wird. Und wer einfach nur ein gutes virtuelles Abenteuer sucht, den erwartet nicht nur Spannung, Spaß und Action, sondern dies alles auch noch in einem sehr sehenswerten Rahmen. Denn in Sachen Grafik und Animation, Spezialeffekte und deutscher Lokalisierung leistet sich EA nicht wirklich eine Schwäche.

Star Wars: Jedi Fallen Order; Respawn Entertainment; Electronic Arts

www.ea.com/de-de/games/starwars/jedi-fallen-order

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