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Ermittlungen in Nadelstreifen

L.A. Noire
L.A. Noire © Foto:
Stefan Klug / 10.02.2018, 12:02 Uhr
MOZ Los Angeles in den 1940ern. Gebaut für Autos gleicht die sich immer weiter ausbreitende Stadt einem Sündenpfuhl. Denn mit der wachsenden Bevölkerung kommt auch das Verbrechen in die Stadt. Da hat das LAPD jede Menge zu tun und ist angewiesen auch auf Neulinge wie Cole Phelps. Eben noch hat er den Verkehr geregelt, nun muss er im Nadelstreifenanzug Verbrechen aufklären, Verdächtige befragen und Täter verfolgen.

Das hat er zwar schon vor fast sieben Jahren gemacht, aber Rockstar Games ist so überzeugt von „L.A. Noir“, dass man den Titel den neuen technischen Möglichkeiten entsprechend angeglichen hat. Dies betrifft in erster Linie allerdings die Optik, denn inhaltlich oder in Sachen Gameplay kommt die virtuelle Spurensuche her wie manche sie vielleicht schon kennen. Die Geschichte unterteilt sich in einen Haupthandlungsstrang, bei dem Phelps allein oder mit seinem Partner Fälle bearbeitet. Man begutachtet den Tatort, verhört Zeugen, sammelt Informationen ein. All das trägt das System ins Notizbuch des Ermittlers ein, der dann irgendwann die Fährte zu einem Verdächtigen aufnimmt. Der wird dann befragt, wobei wie von Geisterhand einzelne Notizen abgearbeitet werden. Mimik des Gegenüber wie auch die Art der Hintergrundmusik sollen dem Spieler Hinweise darauf geben, ob er es mit der Wahrheit oder eben nicht zu tun hat. Guter Cop, böser Cop oder jemanden beschuldigen sind dabei die Möglichkeiten des Detectives. Liegt er falsch, ist der Fall zwar nicht verloren, doch mit der Befragung muss man wieder von vorn beginnen. Das mag manchem müßig vorkommen, zumal sich im Prinzip die Verhöre im Ablauf immer wieder gleichen.

Das gilt auch für die Nebenaufgaben. Auf seinem Weg durch L.A. muss Phelps bis zu 40 verschiedene Straßenmissionen erfüllen, vom Überfall bis zur Geiselnahme. Auch hier wiederholen sich die Anforderungen recht schnell. Insofern ist „L.A. Norie“ vielleicht keineGame, das man über Stunden zockt. Eher kommt es wie eine gute Krimiserie daher. Ein Fall pro Tag als spannende Abwechslung zur Wirklichkeit.

Je nach System läuft das Geschehen nun in bis zu 4K über den Bildschirm. Das kommt Effekten, aber auch der Mimik zugute. Allerdings zeigt sich auch, dass die Grund-Grafik schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, vor allem bei den eher einfachen Texturen von Gebäuden und Straßen oder der schwerfälligen Kamera. Dazu hätte die Stadt mehr Leben vertragen.Inhaltlich aber gelingt es, den Spieler gekonnt in eine komplett andere Zeit zu versetzen. Da hat „L.A. Noir“ nichts an Faszination verloren und empfiehlt sich dem Krimifan.

L.A. Noire für XBoxOne, PS4, Nintendo Switch

www.rockstargames.com/lanoire

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