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Steep: Road to the Olympics
Lasset die Spiele beginnen

Steep Road to the Olympics
Steep Road to the Olympics © Foto:
Stefan Klug / 11.02.2018, 14:36 Uhr
MOZ Sportliche Großereignisse der vergangenen Jahrzehnte wurden stets von einer interaktiven, spielerischen Umsetzung begleitet. Weil diese aber eher selten dem olympischen Anspruch an höher, schneller, weiter entsprachen und mehr auf schnelles Geld dank der prestigeträchtigen Lizenz setzten, zeigte sich das Spielervolk eher zurückhaltend. So wurden auch die Publisher vorsichtiger und veröffentlichten lieber keine als nicht gelungene Games.

Mit „Steep - Road to the Olympics“ traut sich nun Ubisoft aus der Deckung und spendiert pünktlich zu den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang ein offizielles Game. So lobenswert das ist, das ganz große Risiko scheuten die Franzosen schon. Denn Grundlage des Schneespektakels ist das Snowboard-Game Steep, das vor knapp einem Jahr erschien. Der Ausflug in die asiatischen Berge ist lediglich eine Erweiterung, die als DLC oder zusammen mit dem Original auf Disc veröffentlicht wurde. Ungeachtet dessen darf man dem Programmiererteam bescheinigen, aus Fehlern gelernt und dem Ereignis angemessen ein ordentliches Spiel auf die Bretter gestellt zu haben. Denn in erster Linie dreht sich hier alles ums Snowboarden. Eine Medaille in den drei offiziellen Wettbewerben fürs Schneebrett ist dann auch der Leitfaden der Karriere. Zur Legende werden und sich am Ende des Tages Gold umhängen zu lassen, darum geht’s. Also muss der Spieler fit gemacht werden fürs große Event. In Europa und Asien warten daher nicht nur tief verschneite Pisten, sondern auch haufenweise Aufgaben, die eigenen Skills auf olympisches Niveau zu befördern. Ganz nebenbei erfährt man was über Land, Leute und Legenden rund um die teils heiligen Berge, an denen sich die Cracks dieser Welt messen.

Ein gutes Auge, schnelle Finger und entsprechendes Reaktionsvermögen sind vonnöten, um rechtzeitig abzuspringen, auf Rails zu gliden und 360-er oder mehr in der Luft zu vollführen. Scheitern ist dabei keine Option. Und weil die absolvierten Wege - wie aus Steep gewohnt - getrackt werden, fallen die Korrekturen leichter.

Als Auflockerung bei all dem Trainingsstress dürfen auch direkt olympische Disziplinen als Wettkampf absolviert werden. Zwölf insgesamt und alle haben mit ein oder zwei Brettern zu tun. Die dem Original entlehnten sehen super aus und lassen es gameplayseitig auch ordentlich krachen. Abfahrt, Super-G, Slalom & Co sind zwar ebenfalls nett, kommen aber über den Status der fix programmierten Beilage nicht hinaus. Echt schlimm sind dagegen die wenigen und knappen Kommentare.

Grafisch ist dann wieder alles bestens. So toll kann Schnee aussehen, so rund Bewegungen ablaufen. Also, eine glatte Empfehlung für die wettkampffreie TV-Zeit.

Steep - Road to the Olympics für PS4; XBoxOne

https://steep.ubisoft.com/game/de-de/road-to-the-olympics/game-info/

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