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Verbraucherschützer raten zu eher knappen Vertragslaufzeiten bei Partnerbörsen im Internet

Partnervermittlungen
Kurze Beziehung ist oft günstiger

Partnersuche online: Viele Menschen bevorzugen die Anonymität der virtuellen Welt.
Partnersuche online: Viele Menschen bevorzugen die Anonymität der virtuellen Welt. © Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Ina Matthes / 14.02.2018, 08:15 Uhr - Aktualisiert 18.02.2018, 15:56
(MOZ) Die Zahl alleinlebender Menschen in Brandenburg steigt. Waren es nach den Daten des Landesamtes für Statistik 1996 noch rund 300 000 Menschen, wurden 2015 schon rund 477 000 Einzelhaushalte gezählt. Das ist etwa ein Drittel aller Haushalte.

Mancher schätzt das Alleinsein, andere sind auf Partnersuche. Nicht immer endet das glücklich. Gibt es Probleme mit Partnervermittlungen, landen die oft bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Das ist ein häufiges und immerwährendes großes Problem“, sagt Verbraucherrechtsexpertin Sabine Fischer-Volk. Nach ihrer Erfahrung nimmt die Suche über Singlebörsen und Dating-Portale im Internet zu. „Viele suchen und schätzen die Anonymität.“ Außerdem seien Angebote im Internet häufig preiswerter als herkömmliche Partnervermittlungen. Aber auch die Online-Angebote, empfiehlt Sabine Fischer-Volk, sollten sich Verbraucher genau anschauen, bevor sie einen Vertrag abschließen. Wichtig ist ein Blick ins Impressum der Internetseite. Hat der Betreiber seinen Sitz außerhalb der EU, etwa in der Schweiz oder der Türkei, kann es mühsam werden, Rückzahlungsansprüche durchzusetzten.

Ratsam ist nach Auskunft der Verbraucherzentrale, nicht sofort für die gesamte Laufzeit zu zahlen oder eine hohe Anzahlung zu leisten. Monatliche Zahlungen seien selbst bei höheren Kosten besser, weil die Verbraucher im Streitfall ihrem Geld nicht hinterherlaufen müssen. Günstiger sei, einen Vertrag mit kürzerer Laufzeit zu wählen, auch wenn der Preis etwas höher ist. So kann man bei unbekannten Angeboten ohne großes Risiko testen, ob das Portal gefällt. Ansonsten sind Verbraucher bei Singleportalen an die Laufzeit gebunden.

Bei Angeboten mit automatischen Vertragsverlängerungen emfpiehlt Sabine Fischer-Volk, eine rechtzeitige Kündigung per Einwurf-Einschreiben, am besten bald nach Vertragsabschluss.

Wer gekündigt hat, sollte seine Daten löschen lassen. Man kann sich diese Löschung vom Anbieter schriftlich bestätigen lassen. Mitunter ist es auch so, dass Betreiber von Webseiten Profile von Kunden auf weiteren Portalen nutzen. Verbraucher sollten hier das Kleingedruckte zum Datenschutz studieren, ob sich Hinweise auf eine solche Mehrfachnutzung finden und von solchen Angeboten eher Abstand nehmen.

Auch bei herkömmlichen Partnervermittlungen gibt es Fallstricke. „Verbraucher sollten stutzig werden bei hohen Preisen von mehreren tausend Euro. Und sie sollten stutzig werden, wenn sie sofort die volle Summe zahlen sollen“, sagt Sabine Fischer-Volk. Wer sich über den Tisch gezogen fühlt, sollte Rat suchen.

Den bietet unter anderem die Verbaucherzentrale Brandenburg unter der Rufnummer 0331 98229995. Kontaktangaben finden sich außerdem online auf der Webseite www.verbraucherzentrale-brandenburg.de

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