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Junge Eberswalder helfen bei der Sanierung des Historischen Forstschreiberhauses

Sanierung
Ran an den Putz

Julia Schäfer (24), Studentin an der HNE, glättet den bereits aufgetragenen Lehmputz mit einer Kardätsche, um eine gerade Ebene zu erhalten.
Julia Schäfer (24), Studentin an der HNE, glättet den bereits aufgetragenen Lehmputz mit einer Kardätsche, um eine gerade Ebene zu erhalten. © Foto: Christina Sleziona
Christina Sleziona / 22.03.2018, 06:30 Uhr
Eberswalde Am Historischen Forstschreiberhaus am Schwap­p­achweg wird kräftig saniert: Die Innenwände des denkmalgeschützten Gebäudes sollen neu verputzt werden. Die Wände im Erdgeschoss sind bereits mit Kalkputz verbessert, diese Woche wird im Obergeschoss die alte Technik des Lehmbaus erprobt. Unter dem Motto „Dem Original auf der Spur“ kooperieren die Stiftung Waldwelten und die Wangeliner Workcamps gemeinsam, um die Restaurierung zu ermöglichen. Dazu wurden junge Erwachsene des Projekts „Perspektive Natur“ und Studenten der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) eingeladen.

Irmela Fromme von den Wangeliner Workcamps, zeigt den Teilnehmern, wie der Lehm am besten haftet. Hier gilt: Je mehr Ton im Ton/Sand/Stroh-Gemisch wiederzufinden ist, desto stärker ist die Bindekraft des Materials. Wichtig, so betont Mitarbeiter Ralf Stelbrink von WaldWelten, ist ebenso der vorbereitete Untergrund. Schilf- oder Strohverkleidungen an Holzbalken sollten dem Ton besseren Halt geben und zukünftig Risse vermeiden. Ist der Lehm im richtigen Verhältnis mit Wasser aufgeweicht, kann verputzt werden. Dazu wird der feuchte Lehm mit Maurerkellen an die Wand geworfen. Anschließend streicht man die unebenen Stellen für einen ebenen Putz glatt. Je nach Unebenheit des Untergrundes empfiehlt Irmela Fromme mehrere Schichten aufzutragen. Nach Wahl kann dem Oberputz auch Farbe hinzugefügt werden, jedoch sollte sie atmungsaktiv wie der Lehm selbst sein.

Da der Lehmputz mehrere Tage braucht, um zu trocknen, rechnet Ralf Stelbrink nicht damit, im Rahmen dieser Projektwoche fertig zu werden.  Dennoch scheint er zufrieden mit der Arbeit. Für den WaldWelten-Mitarbeiter käme es nicht auf Schnelligkeit an. Vielmehr sei ihm wichtig, jungen Erwachsenen verschiedene „grüne Berufe“ aufzuzeigen, in denen sie Fuß fassen können.

Julia Schäfer, die sich als Studentin an der HNE freiwillig für dieses Projekt gemeldet hat, gefällt die Arbeit mit Lehm vor allem wegen seiner Nachhaltigkeit. Außerdem sorgt Lehm für ein angenehmes Raumklima und kann immer wieder neu verwendet werden. ⇥(sle)

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