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Sportveranstaltung
Crosslauf mit Weitblick

Kathrin Flebbe und ihre Freundin Lina Mühlbauer aus Berlin siegten Hand in Hand über die zehn Kilometer beim 6. Zachower Crosslauf.
Kathrin Flebbe und ihre Freundin Lina Mühlbauer aus Berlin siegten Hand in Hand über die zehn Kilometer beim 6. Zachower Crosslauf. © Foto: Wolfgang Balzer
Wolfgang Balzer / 16.06.2018, 07:00 Uhr
Zachow „Tolle Atmosphäre, schöne Strecke mit Weitblick, aber die Hitze“, kommentierte Kathrin Flebbe kurz nach dem Zieleinlauf über die zehn Kilometer. Hand in Hand und mit sichtlichem Spaß hatte sie gerade mit ihrer Freundin Lina Mühlbauer die elektronische Zeitnahme beim nunmehr bereits sechsten Zachower Crosslaufes passiert.

Die beiden Berlinerinnen wollten nicht immer nur auf Asphalt und bei einer Massenveranstaltung laufen, recherchierten im Internet und waren nun von der Stimmung und der Strecke so begeistert, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen möchten. Meinungen, wie sie am vergangenen Wochenende immer wieder zu hören waren.

Christian Löhr ist Trainer beim OSC Potsdam. Er war gleich mit einer ganzen Laufgruppe nach Zachow gekommen. „Ein Volkslauf wie man ihn sich wünscht. Hier stimmt alles“, schwärmte er und freute sich natürlich, dass zwei seiner Schützlinge kurze Zeit nach dem Lauf Urkunde und Goldmedaille in Empfang nehmen konnten. Hendrik Feige hatte die fünf Kilometer in guten 18,44 Minuten geschafft und Merhavi Mebrathon, Asylbewerber aus Eritrea, war nach ausgezeichneten 36,33 Minuten auf dem Zachower Sportplatz im Ziel und wurde hier mit ebenso viel Beifall begleitet, wie jeder der 62 Teilnehmer. Der junge Mann sei sehr ehrgeizig, im Sport ebenso wie in der Schule und beim Erlernen der deutschen Sprache, lobte der Trainer seinen Schützling. Horst Pieth (70) aus Brandenburg wiederholte seinen Vorjahressieg beim Nordic Walking über zehn Kilometer und war nach einer Stunde und zehn Minuten im Ziel. In diese Bruthitze unglaublich aber wahr: „Die Strecke hätte ruhig länger sein können, so 20 Kilometer“, seine erste Reaktion im Ziel und meinte etwas später, dass ihm nach seinem Schlaganfall das Laufen  seine Fitness wieder zurückgebracht habe. Am schnellsten war allerdings Paulina Münstermann aus Paretz von der Strecke zurück. 11,6 Minuten registrierte die Zeitnahme für die 2,2 Kilometer, die für die dreizehn Kinder abgesteckt worden war.

Die Vorbereitung der Laufstrecken hatten, wie in den Vorjahren, die 30 Mitglieder des Zachower Freizeit Fußball Vereins übernommen. Sie halfen auch als Streckenposten, gemeinsam mit dem Ketziner Jugendclub, jedem Läufer den richtigen Weg zu weisen und sorgten am Grill für die Stärkung nach dem Lauf. Wie eigentlich bei allen größeren Veranstaltungen in Zachow, hatten die Mitglieder der Frauensportgruppe das Kuchenbüfett bestens bestückt. „Hier stimmt auch das Drumherum“, lobte dann auch der Potsdamer Trainer.

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