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InLine Woodline
Nachhaltig lauschen

Stefan Klug / 06.11.2018, 11:08 Uhr - Aktualisiert 07.11.2018, 18:09
Frankfurt (Oder) (MOZ) Noch in tausenden Jahren wird man Überreste unserer Zeit aus Plastik finden, denn sie verrotten ewig nicht. Gadgets aus der woodline Serie von InLine wird dieses Schicksal erspart bleiben, partiell zumindest. Denn sie sind zu Teilen aus Walnussholz. Ökotrip oder nicht, ein stückweit heischen Geräte der Unterhaltungselektronik natürlich Aufmerksamkeit, sobald sie nicht aus Metall oder Kunststoff sind.

Der woodbrick weiß aber auch darüber hinaus zu interessieren. Denn der Standalone-Lautsprecher, so groß wie eine Zigarettenschachtel, aber dicker, folgt nicht den üblichen Verbindungswegen Kabel oder Bluetooth. Der nur wenige Gramm schwere Kasten mit der handschmeichelnden Oberfläche tritt mit Smartphones egal welchen Systems über Induktion in Kontakt. Einschalten, Musik auf dem Handy starten, drauflegen – fertig.

Keine nervige Sucherei in Einstellungsmenüs, kein umständliches Pairing. Lediglich einige Verschiebungen auf dem Schallwandler sind notwendig, um die beste Position fürs Telefon und damit den optimalen Ton zu finden. Höhen und Tiefen sowie Klarheit der Wiedergabe schwanken leicht je nachdem, wie die Quelle drapiert wird. Und der Sound ist gut, wenngleich man in dieser Preisklasse (unter 30 Euro) keine Klangwunder erwarten darf. Vielmehr geht es ums aufpeppen des dürren Handy-Sounds auf schnelle und einfache Art und Weise.

Sieben Stunden hält der stylische Holzwürfel durch, dann muss er doch ans Kabel. Laden durch Induktion haben die Entwickler nicht vorgesehen. Und nicht nur, weil er aus Holz ist, sollte man bei der Nutzung einige Vorsicht walten lassen. Zwar verhindert eine samtige Unterseite schnelles Verrutschen, doch oben, wo das Abspielgerät liegt, kann es bei entsprechenden Materialien des Handys schnell sehr glatt werden. Abstürze sind so vorprogrammiert. Und auch die seitlich angebrachten Membranen liegen vielleicht etwas sehr offen und angreifbar in einer kleinen Mulde.

Als deutlich robuster erweisen sich die BTwoodin-ear. Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich dabei um Bluetooth InEar-Kopfhörer, deren Korpus der Linie folgend ebenfalls aus Walnuss besteht. Rechts und Links sind mit einem Kunststoff-Flachkabel verbunden, in das auf der rechten Seite die Bedieneinheit samt Kabelmirko und Funktionstasten eingebaut ist. Bis zu zehn Metern Abstand zur Quelle erlaubt die 4.1 BT-Verbindung und das Pairing ist wie erwünscht einfach. Verschieden große Silikon-Aufsätze sorgen dafür, dass die „Stöpsel“ auch in jeden Lauscher passen.

Da es sich bei den Hörern um geschlossene Systeme handelt, hat den richtigen Aufsatz gewählt, wer von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt. Der straffe Sitze kommt dabei ohne Frage dem Sound zugute. Auch wenn man in der Realität den Frequenzgang von 20 bis 20 000 Hz sicher nicht bedienen kann, so ist das Spektrum von tiefem Bass zu großen Höhen auch angesichts des Preises durchaus hörenswert, im wahrsten Sinne des Wortes. Und, vielleicht ist es nur Einbildung, aber beim Probehören zeichneten sich die InEars durch einen gewissen Schmelz aus, der vom Holzkorpus stammen könnte. Die etwas wärmere Note hebt die BTwoodin-ear zumindest von der Konkurrenz ab.

Viel Licht, aber auch Schatten. Die Konstruktion der Verbindung beider Seiten via Kabel führt mitunter zwangsläufig dazu, dass dieses am Körper oder an der Kleidung schleift. Dadurch wird das Geräusch davon auf die Schallwandler übertragen, was natürlich wiederum den Musikgenuss trübt. Kein großes Ding, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

Zudem ist die Steuereinheit, die ebenso den 55mAh Lithium-Polymer-Akku beherbergt, etwas groß ausgefallen im Vergleich zum Rest. Das trübt dann ein wenig auch die Umweltbilanz. Mehr unter https://www.inline-info.com/de/woodline

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